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Thema:Mann verschanzt sich in türkischer Botschaft in Tel Aviv
Mittwoch, 18. August 2010 21:29 Uhr
Überfordert
kubra aus Rufi (2805 Kommentare seit Di, 23.09.2008)
Hubabuba

Ich weiss, es ist enttäuschend, wenn man feststellen muss, dass man an der Nase herumgeführt wurde. Dieses Gefühl überkommt einen manchmal, wenn man die Fakten selber zusammenträgt und diese mit der veröffentlichten Meinung in den Medien vergleicht.

Die Berichterstattung über Israel ist ein gutes Beispiel, um dieses Gefühl da und dort zur Erkenntnis reifen zu lassen.

Nehmen wir doch den jüngsten Bericht, über die Baumfällaktion an der Israelisch - Libanesischen Grenze.

Wir haben in den Medien gehört, gelesen und gesehen, dass die Israelis einen Baum im Libanon gefällt hätten, die Libanesische Armee daraufhin Warnschüsse abgegeben habe, die Israelis gezielt geschossen und sich ein Feuergefecht entwickelt habe.

Diese Version geisterte tagelang durch die Medien, bis alle, die sich nicht selber informiert hatten, sie glaubten. Die News wurde ein Selbstläufer. "Hast Du gehört? Die Israelis haben etc..". "Ja, hab ich auch gelesen. Die Israelis wieder."

Mir schien das unwahrscheinlich. Das ist nicht das, was Israelis normalerweise tun.

Ich wusste auch, dass die Untersuchungskommission, die den Mord an Hariri zu untersuchen hatte, die Hisbollah dafür verantwortlich machte.

Die Hisbollah drohte daraufhin, "den Libanon durchzuschütteln". Man muss dazu wissen, dass der Sohn von Hariri nach arabischer Tradition seinen Vater rächen muss.

Hier Hintergrund dazu. Es gibt sie, die Artikel in den Medien, die Hintergrundwissen liefern
http://www.n-tv.de/politik/Hisbollah-in-Hariri-Mord-verwickelt-article...

Nun die Frage, die man sich immer stellen kann. Nicht nur in diesem Zusammenhang.

Qui bono? Wem nutzt es?

Wem nutzt eine Auseinandersetzung mit den Israelis zu diesem Zeitpunkt?

Eigentlich nur der Hisbollah, die sich dadurch selber aus der Schusslinie nehmen und den Fokus der Libanesen von sich auf die Israelis lenken kann.

Nun habe ich anschliessend einfach die Fakten zusammengetragen.

Auf den Karten des Gebietes sieht man, dass der Grenzzaun weit auf israelischem Gebiet steht. Es hat genügend Platz, von beiden Seiten am Zaun zu arbeiten, ohne Israel verlassen zu müssen.

Die Abholzaktion war den UNO Truppen angekündigt worden. Man lichtet die Büsche und Bäume, um freie Sicht zu haben. Auch wurden schon israelische Patrouillesoldaten nach Libanon entführt, von Terroristen der Hisbollah, die sich im Unterholz versteckt gehalten hatten. Die Leichen der Soldaten musste man nachher gegen gefangene Araber freikaufen.

Die UNO Truppen haben die Israelis gebeten, die Aktion eine Stunde später als geplant, vorzunehmen. Die Israelis haben zugesagt und sich daran gehalten.

Als der Abholztrupp eintraf, waren Truppen der libanesischen Armee schon auf der libanesischen Seite des Zauns in Stellung. Journalisten, die informiert worden waren, dass es etwas zu berichten geben würde, standen daneben und machten Aufnahmen.

Die israelischen Offiziere, die getroffen wurden, standen 300 Meter vom Zaun entfernt und beobachteten die Arbeiten. Einer der Offiziere wurde durch einen Schuss in den Kopf ermordet. Ein anderer erhielt einen Brusttreffer. Ohne, dass die Israelis bis dahin auch nur einen Schuss abgegeben hatten.

Daraufhin haben die Israelis zurückgeschossen und Unterstützung angefordert.
Die anrückenden Panzer gaben Schüsse auf die Stellungen ab und es gab Tote bei den Libanesen.

Soweit die bekannten Fakten. Hier noch was Hintergründiges.

Die Journalisten scheinen handverlesen gewesen zu sein. Darunter war zum Beispiel Ronith Daher, die steif und fest behauptete, die israelischen Soldaten hätten die Kämpfe angezettelt, bis die UNIFIL diese Version offiziell als Lüge entlarvte.
Ronith Daher hat sich schon früher ziemlich einseitig geäussert. Trotzdem werden ihre Artikel weltweit verbreitet. Kein Wunder hat man sie informiert, dass es was zu berichten geben werde.

Sehen wir uns mal ihre Bilder dazu an

Die Israelis fällen einen Baum am Zaun
http://msnbcmedia3.msn.com/j/MSNBC/Components/Photo/_new/100803-lebano...

Hier der Blick von den libanesischen Soldaten auf die Israelis
http://t2.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcTJKto8utJ-3Vpkcvfcdfp4gb23PB2... =

Noch eins
http://www.time.com/time/world/article/0,8599,2008506,00.html

An der Grenze zu Israel stehen einige Dörfer, die von Trucks beliefert werden, die aber keine Bewohner haben. Die Hisbollah regiert diesen Teil der Grenze. Die Dörfer sind riesige Waffenlager.

Der Kommandant der libanesischen Einheit, die in die Kämpfe verwickelt war, wird als Hisbollahsymphatisant beschrieben.

Die UNO - Soldaten an diesem Abschnitt des Zauns sind indonesische Moslems. Sie haben den Israelis zugewinkt, den Baum nicht zu fällen. Sie haben aber nicht den Libanesen, die zu ihren Füssen lagen und mit ihren Gewehren die israelischen Soldaten anvisierten, gesagt, sie sollen das lassen.

Die Indonesier flohen, als die Schüsse fielen. Sie flohen aber nicht in das nahegelegene Dorf, sondern mit dem Taxi in die nächste Stadt.

Zitat aus „heplev - Abseits vom mainstream“
Das libanesische Dorf direkt an der Grenze heisst Adaisseh und hat keine Einwohner. Es gibt nur einen recht regen Lastwagen-Verkehr hinein und hinaus. Die IDF bezeichnet es als ein einziges „riesiges Hisbollah-Waffenlager“.

Mit diesen Informationen versehen, hab ich die Nachrichten am Fernsehen verfolgt, die Zeitungsmeldungen gelesen und die News am Radio verfolgt.

Es macht einem so richtig bewusst, wie man verarscht werden soll. Die Medien machen sich mitschuldig.

Die Israelis haben übrigens in der Zwischenzeit die Arbeit im Unterholz, bei der sie unterbrochen wurden, fortgesetzt und beendet. Sie haben sicherheitshalber den Panzer zum Schutz gleich mitgebracht und sind nachher abgezogen..

In der Presse hiess es, die Situation eskaliere weiter, die Israelis würden schwere Waffen an der Grenze auffahren.

Das Bild, das es in der Zwischenzeit als Symbol für den Zwischenfall in die Presse geschafft hat und die Artikel zum Thema schmückt, ist folgendes.
http://wwwimage.cbsnews.com/images/2010/08/03/image6739401g.jpg
schon klar.

Meines Wissens wurde die UNIFIL damals in den Libanon gesandt, um zu verhindern, dass die Hisbollah sich frisch aufmunitioniert und noch mehr bewaffnet.

Tolle Arbeit, Jungs. Ich hoffe für Euch, dass da auch Taxis stehen werden, wenn die Hisbollah ihre gehorteten Waffen abholt und sich aus den gehärteten Stellungen heraus warmschiesst.

So hubahuba
Nun nochmals. Verschwörungstheorie. Hmm. Ist es nicht eher so, dass Sie nicht aus Ihren Träumen geweckt werden wollen und jeden, der das tut als suspekt und als Schlafstörer empfinden?
Ihr Kommentar zum Beitrag von kubra:Zurück
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19 Kommentare
· Schon komisch
kubraMi, 18.08.2010 01:10
· wirklich komisch
hubabubaMi, 18.08.2010 09:24
· In Ihrem Sinn
JasonBondMi, 18.08.2010 10:22
· Klartext
kubraMi, 18.08.2010 13:03
· Artikel übernehmen
JasonBondMi, 18.08.2010 13:18
· Zu fordernd
kubraMi, 18.08.2010 14:09
· überall
hubabubaMi, 18.08.2010 16:16
· Überfordert
kubraMi, 18.08.2010 21:29
· Ihre Romane
hubabubaMi, 18.08.2010 22:04
· Dummheit
Roland71Mi, 18.08.2010 22:35
· Jemine
kubraMi, 18.08.2010 23:17
· keine Überraschung
hubabubaDo, 19.08.2010 08:25
· Sderot
kubraDo, 19.08.2010 10:42
· Seit wann
hubabubaDo, 19.08.2010 10:56
· Provokationen
JasonBondDo, 19.08.2010 11:04
· Medienvielfalt
JasonBondDo, 19.08.2010 09:39
· Einfalt
kubraDo, 19.08.2010 10:46
· Zweifalt
JasonBondDo, 19.08.2010 10:56
· Pflücksalat
hubabubaMi, 18.08.2010 13:30
 
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