| Donnerstag, 11. August 2011 02:37 Uhr |
| War da nicht mal was? |
| shimano aus Therwil (115 Kommentare seit Do, 05.06.2008) |
| Richtig!
Erst vor kurzer Zeit hat Bundesrätin Leuthard einen massiven Anstieg der Bahn- und Benzinpreise angekündigt. Zu den Stosszeiten des ÖV gibt es nirgendwo mehr Sitzplätze, die Kapazitäten des Schienennetzes sind am Anschlag und die Strassen sind verstopft. Das Projekt Swissmetro wurde leider vor Jahren auf Eis gelegt, dafür wurden Milliarden Franken ins Strassennetz investiert, welche kurz darauf verstopft sind.
Hätte man in den 80er-Jahren mit dem Bau begonnen, hätten zwei Röhren (Nord- Südachse, West- Ostachse) der Bundesrat etwa 28 Milliarden gekostet. Stattdessen wurde das Geld unter anderem für sehr teure Unterhaltsarbeiten durchgeführt und unnötige Erstklasse-Loungebereiche in den Bahnhöfen verschwendet.
Wenn das öffentliche Verkehrssystem, welches ja im Interesse der Gemeinschaft ist, unglaublich teuer ist und sich bereits Leute der unteren Mittelschicht ein Auto leisten können, die Unterschicht jedoch kaum den ÖV vermag (2. Klasse, wohlgemerkt), stimmt doch etwas nicht. Denn derjenige, welcher ein Auto besitzt, kann ja dem teuren GA ausweichen, indem er Auto fährt. Aber die Unterschicht hat ausser evt. dem Velo kein alternatives Verkehrsmittel zur Verfügung.
Kann es sein, dass derjenige, welcher etwas für die Umwelt tun möchte, bestraft wird, jedoch gut Verdienende vollkommen übermotorisierte Fahrzeuge kaufen können, um mit knapp zwei Tonnen Leergewicht ihren durchschnittlich 70-85 kg schweren A*sch ins 500 Meter entfernte Migros zu bewegen, um einen Liter Milch, Weichkäse und vier Gipfeli einzukaufen?
Nochmals: Geht für die Geschäftsleute mit Swissmetro eine Etage tiefer. Die Schweiz hat das Verkehrssystem viel zu ineffizient gestaltet und muss es wohl früher oder später mit höheren Kosten ausbaden! Nur muss dafür finanziell nicht der Bürger geradestehen! |
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