| Dienstag, 19. August 2008 23:06 Uhr |
| Warum muss Tibet geholfen werden |
| lotus aus Birmenstorf (8 Kommentare seit So, 13.04.2008) |
Darf ich kurz die Situation von Tibet und seinen Bewohnern schildern. Tibet ist seit Okt. 1949 ein völkerrechtswidrig besetztes Land, gewaltsam unterworfen und anschliessend annektiert von der Volksrepublik China. Das tibetische Volk erhob sich im März 1959 gegen die unerträglich gewordene chinesische Unterdrückung, die blutig niedergeschlagen wurde. Auf Drängen der Tibeter musste der 14. Dalai Lama nach Indien fliehen. Ihm folgten über 100.000 Tibeter ins Exil. Der Dalai Lama ist der religiöse und politische Oberhaupt Tibets seit seiner Jugend und das tib. Volk gab ihm diese Verantwortung und Vertrauen. Er selber möchte nur ein Mönch sein. Er bemüht sich nicht nur um Tibet und seine Bewohner, sondern um die inter-religiösen Verständigung und die Menschenwürde. Darum wird er weltweit geehrt. Die administrative Verantwortung trägt die Exil-Regierung mit seinem direkten gewählten Premier Minister und dem Parlament. Die Folgen dieser chinesischen Besetzung sind dass, ein Sechstel der Bevölkerung, nämlich 1.2 Mio. Tibeter/Innen sind durch Widerstandskämpfe, Exekutionen, Verhaftungen, Folter und Hungersnöte umgekommen. Mehr als 6000 Klöster und buddhistische Zentren wurden zerstört. Systematische Menschenrechtsverletzungen sowie politische, kulturelle, religiöse und wirtschaftliche Unterdruckungsmassnahmen wurden angeordnet. Chinesische Bevölkerungstransfer spitzt sich zu und heute bilden die Tiber/Innen eine Minderheit im eigenen Land. Durch eine systematisch durchgeführte Geburtenkontrollpolitik wurde versucht, das tibetische Volk d.h. seine Rasse im Keim zu ersticken. Die Tibeterinnen werden zu Abtreibungen und Zwangssterilisation gezwungen. Dies obwohl die Bevölkerungsdichte in Tibet gering ist. Tibet erstreckt sich über eine Fläche von 2.5 Mio. Quadratkilometer mit 6 Millionen Einwohner. Jetzt zählt die sogenannte "Autonome Region Tibets" knapp die Hälfte des ursprünglichen Gebiets und zählt nur 1.6 Millionen Menschen. Die Rohstoffe Tibets werden ausgebeutet. Die Wälder werden kahl geschlagen. Radioaktive Abfälle werden in Tibet endgelagert. Den grössten Teil seiner Atomindustrie-Produktion und Forschung befindet sich auf tibetischem Boden und Testversuche werden durchgeführt. Tibet gilt als Hauptwasserscheide Asiens. Der ökologische Schaden wird nicht nur für Tibet sondern für den ganzen südasiatischen Raum verheerende Folgen haben. Der Angriff der chinesischen Führung auf die tibetische Religion, Kultur und Identität nähert sich einer demographischen Endlösung der Tibet-Frage. Das tib. Volk steht heute vor einem schwerwiegenden Problem. Sie haben zwar die Sympathie der Welt gewonnen - nicht aber ihre tatkräftige Unterstützung . Es gab keine politische Folgeleistung aus wirtschaftlicher Opportunität der Staatengemeinschaft. Darum ist vielleicht die Weltöffentlichkeit wichtig für Tibet und seine Bewohner. Wenn die Welt dem Verlauf der tragischen Entwicklung in Tibet schweigend zusieht, ist Tibet dem Untergang verurteilt.
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