| Donnerstag, 6. August 2009 12:29 Uhr |
| Wunderpflanze Jatropha |
| Agronom aus Buttisholz (1 Kommentar seit Do, 06.08.2009) |
Seit Jahren geistern die Nachrichten über die phantastischen Eigenschaften der Jatroha, dort zu gedeihen, wo alles andere pflanzliche Leben nicht möglich sei durch die ein-schlägige Presse. Dabei wird vielfach die Kultivierung der Pflanze und die Verwertung des Öls als Ersatz für fossile Brenn- und Treibstoffe sehr idealistisch verklärt dargestellt. Tatsache ist, dass die Kultivierung jeder Pflanze durch biologische Gesetzmässigkeiten limitiert wird. So wird Jatropha nur auf Flächen, auf denen auch anderde - direkt als Nahrungsmittel verwendbare - Kulturen wirtschaftlich zufriedenstellende Erträge bringen würden, angebaut werden. Ausserdem ist dergrossflächig betriebene Anbau nicht mit dem verklärten Argument der Beschäftigung von zehntausenden, sonst Arbeits- und Einkommenslosen zu bewerkstelligen. Zum industriellen Anbau von Jatropha bräuchte es den Aufbau von sehr kapitalintensiven Infrastrukturen für Logistik, Bodenbearbeitung , Pflanzenschutz, Ernte und Verarbeitung. Weil dies naturgemäss in Zonen (Jatrophagürtel) mit politisch und sozial eher unstabilen Verhältnissen passieren würde , werden sich keine Investoren für die nötihgen Vorleistungen finden. |
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