| Montag, 16. Januar 2012 17:45 Uhr |
| Zäh- und überflüssig |
| JasonBond aus Strengelbach (3587 Kommentare seit Do, 14.01.2010) |
| Girl with the Dragon Tattoo ist eine Verfilmung des Romans von Stig Larsson.
Nun, Romanverfilmungen sind gang und gäbe und funktionieren meistens gut, weil man die Drehbücher so schreibt, das es filmtauglich wird.
Dafür muss man aber eben Sachen weglassen aus den Romanvorlagen oder dazutun oder abändern.
Hier wurde aber praktisch nichts geändert (aus Angst vor den Millionen Lesern des Buches?)
und das ruiniert den Film komplett.
Wenn nach 80 Minuten ! Daniel Craigs Figur das erste Mal mit der weiblichen Hauptfigur aufeinandertrifft, sind gefühlte 2 Stunden vergangen in denen so gut wie nichts passiert ist ausser Charakteraufbau mit zum Gähnen langweiligen Dia- und Monologen.
Grauenhaft.
Dann noch Craig mit britischem Akzent (er ist ja Brite) funktoniert gar nicht, dann wäre sogar noch ein missratener schwedischer Akzent besser gewesen. Oder man hätte halt gleich einen Skandinavier nehmen sollen.
Der einzige Lichtblick ist Stellan Skarsgard, wieder mal. Der überzeugt von A-Z, kann aber den zäh- und sorry, überflüssigen Film auch nicht retten.
Ich wette mal, es wird keine Fortsetzungen geben. Wer sollte sich dies noch ein zweites oder gar drittes Mal antun.
Kommt noch die einzige Abweichung vom Buch hinzu, die dann aber am Schluss des Filmes mehr aus Budgetgründen gemacht wurde wahrscheinlich, als aus was für Gründen auch immer.
London statt Australien. Aha. Interessant, nein eben auch nicht.
David Finchers übelste Arbeit bisher. Ich wusste gar nicht, das Fincher überhaupt zu einem solch langweiligen Film fähig ist.
Dagegen war Benjamin Button der reinste Psychothriller, den Fincher übrigens nur aufgrund einer Kurzgeschichte zu einem fast dreistündigen Film aufgeblasen hatte, aber das wenigstens mit Erfolg und Raffinesse. |
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