| Montag, 13. Oktober 2008 19:48 Uhr |
| ein bisschen einseitig... |
| Neoptolemos aus Basel (1 Kommentar seit Mo, 13.10.2008) |
Ich stimme mit Ihnen, Herr Etschmayer, überein, dass unser Planet auf eine Krise zusteuert, welche grosszügig ignoriert wird. Der Umgang der Menschheit mit den natürlichen Ressourcen wird noch zu einem gigantischen Problem, wenn kein Umdenken stattfindet. Dass allerdings die Religionen, unter anderem die Christen, zu denen ich mich zähle, allein die Verantwortung für dieses Problem tragen, daran habe ich stark meine Zweifel. Mag ja sein, dass in Westeuropa viele Menschen katholisch oder reformiert sind. Aber das heisst noch lange nicht, dass sich all diese Menschen um den Glauben kümmern. „Gedankengebäude, welche vor 1000 oder 100 Jahren noch erfolgreich waren – wie der Islam und das Christentum (aber nicht nur diese) – sind heutzutage nur noch obsolete Schutthaufen, die uns direkt in den Abgrund führen.“ Wenn ich mir die Bevölkerung so anschaue, dann kümmern sich die wenigsten um dieses „veraltete Gedankengebäude“, von dem her mag es zwar praktisch sein, die Schuld einfach auf die religiösen Menschen abzuschieben, ob dieses stark vereinfachte Weltbild der Realität entspricht, daran zweifle ich stark. Der Grossteil der Bevölkerung (ob nun religiös oder nicht) in den Industrieländern kümmert sich nicht wirklich um die Umwelt, schliesslich fahren ja die meisten Auto, lassen im Winter ihre leerstehende Zweitwohnung beheizt, fliegen übers Wochenende zum Schuhe einkaufen nach Mailand… Wo ich jedoch Ihrer Meinung wieder zustimme: Die Wissenschaftsfeindlichkeit in den USA stellen ein grosses Problem dar. Da werden Fakten rund um den Klimawandel einfach grosszügig ignoriert. Allerdings wird meiner Ansicht nach das Christentum instrumentalisiert, um verschiedene Handlungen zu legitimieren, bzw. als Präsidentschaftskandidat baut man ein christliches Image auf (indem man beispielsweise gegen die Tötung von unschuldigen ungeborenen Kindern ist – dass später dann etliche irakische oder afghanischen Zivilisten ihr Leben verlieren, spielt ja keine Rolle, bzw. wird dann von der amerikanischen Bevölkerung grösstenteils übersehen…), um dann gewählt zu werden und seine Geldgier zu stillen.
|
|
|