| Samstag, 19. November 2011 00:41 Uhr |
| höchstens direkt |
| keinschaf aus Henau (851 Kommentare seit Sa, 09.04.2011) |
| Das ist nicht wirklich grob, nur deutlich und für jeden verständlich. Die Schweizer sollten dringend wieder lernen, vom Duckmäusertum wegzukommen, sonst werden sie bald in den Unterhosen dastehen. Wohin das Hofieren geführt hat, sehen wir ja - das wird als Schwäche angesehen und einfach übergangen.
Der Skandal lässt auch keine sanfteren Worte zu. Verbrecher in den obersten Reihen. Für mich keine Ueberraschung, aber jetzt lässt sich das hoffentlich auch beweisen. Ich habe lediglich das Gefühl, niemand will so richtig davon Kenntnis nehmen, was das eigentlich bedeutet. Oder ist es zu unangenehm, dies als das zu sehen, was es ist: worst case, wenn der Staatsschutz, der über erweiterte Befugnisse verfügt, selbst zum Verbrecher wird, indem er Morde (und anderes Uebel) unterstützt oder auch nur in Kenntnis geschehen lässt...
Stattdessen werden pseudointellektuelle Diskussionen über die bösen Rechten geführt und wieder mal eine zentrale Liste gefordert. Zum Weinen; am Ende sollen dieselben Behörden, die in diesen Skandal verwickelt sind, diese Listen betreuen?
Hier geht es um Mord und organisiertes Verbrechen. Da spielt es keine Rolle, ob die Glatze geschoren ist, oder das Haar schulterlang getragen wird. Das Motiv interessiert im Gerichtsverfahren. Es macht den Eindruck eines gut organisierten Verbrechens, von dem gerade so viel an die Oeffentlichkeit gelangen sollte, dass es reicht, eine Rechtsextremismusdiskussion daraus zu machen, obwohl es sich um eine grössere Nummer handelt. Aber kaum ein Medium greift diese Diskussion auf. Dabei wäre es ein Grund, aufzuschreien, wenn Institutionen des Rechtsstaats selbst zum Verbrecher werden. Das ist meist ein sehr schlechtes Omen.
Die Vorgänge erinnern an den Norweger Breivik (oder so ähnlich). Von ihm konnte die Geheimdienstchefin wenige Stunden nach dem Attentat versichern, es habe sich um einen Einzeltäter gehandelt; keine Hintermänner. Dabei hiess es kurz davor noch, der Mann sei dem Staatsschutz bisher unbekannt gewesen... Wie passt solches zusammen? Da wird gelogen, was das Zeug hält.
Zurück zum Steuerdeal: Die Tinte war noch nicht trocken und das Gesetz noch gar nicht in Kraft. Trotzdem kündigt ein Bundesland an, sich nicht daran halten zu wollen - denn genau solche CD-Käufe wären mit dem Vertrag explizit verboten. Wenn jetzt nicht der Hinterstletzte langsam begriffen hat, was die Uhr geschlagen hat, dann weiss ich auch nicht mehr. Man darf sich darauf einstellen, dass die Zeiten des gemütlichen Unterschreibens von Staatsverträgen mit anschliessendem Fotoshooting und Cüplisaufen nun vorbei ist. Wenn es den Leuten eben ans Eingemachte geht, foutieren sie sich um Regeln. Wer jetzt noch glaubt, es sei klüger, die Waffen zu strecken und zu duckmäusern, der ist in meinen Augen ein unverbesserlicher Naivling. Gerade als kleine Nummer muss man unnachgiebig auf seinen Ansprüchen beharren; Unterwerfung und Hofgängerei ist Fehl am Platz. Es wird schwierig genug werden, darum sollte man auf keinen Fall seine Pfründe verschenken, wie es die Schweizer Politiker gerne machen. |
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