Donnerstag, 25. August 2016
VADIAN.NET, St.Gallen



Nachrichten.ch

Aktuell

Forum


Inland

Botschaft in Berlin feiert Gotthard-Tunnel mit Riesen-Schriftzug

Gegner der Stiefkindadoption für Homosexuelle drohen mit Referendum

Ja zu Subventionen für Wasserkraftwerke bei tiefen Strompreisen

Alles ist bereit für die Eröffnung des Gotthard-Tunnels

Wirtschaft

Thomas Wos - Investment in Millionenhöhe

FlumsiTV - informativ und spannend

Firmengründungen im ersten Halbjahr 2016

Die Top 10 der Swisscom StartUp Challenge stehen fest

Ausland

Hunderte demonstrieren in Istanbul zum Gezi-Jahrestag

Islamischer Staat setzt Offensive im Norden Syriens fort

Deutschland und Grossbritannien erinnern an Skagerrak-Schlacht

Jens Stoltenberg gegen neuen Kalten Krieg

Sport

Djourou als HSV-Captain nicht bestätigt

Edimilson zieht es in die Premier League

Mbabu wechselt leihweise zu YB

Benaglio bleibt Kapitän

Kultur

WOLF ALICE im Dynamo

LAURA MVULA - The Dreaming Room

Bündner Naturmuseum in Chur

BIG THIEF - Masterpiece

Kommunikation

Telefonmuseum Telephonica - Geschichte zum Anfassen

Bild- und Videosuche per Handskizze

Uni zieht Apple vor Gericht

Katy Perry: Hacker übernimmt ihren Twitter-Account

Boulevard

Abenteuer, Spiel und Action mit Käpt'n Blaubär, Maus & Co.

Tierschmuggel: Packende Geschichten, schockierende Habgier, lukrative Verbrechen

Grüner Klee, Dynamit und Stickstoff - Explosives im Naturmuseum Solothurn

Diese Folge verstösst gegen mehrere Tabus

Wissen

Inselspital eröffnet zentrale Biobank

Rückkehrende Touristen sollen Kondome benutzen

Frühchen: Schwache Knochen im Erwachsenenalter

Verheiratete Eltern machen Kinder selbstbewusster

Wetter


Kolumne


Internes

Impressum


Werbung


Publireportagen


Newsfeed


Die veröffentlichten Inhalte sind ausschliesslich zum persönlichen Gebrauch bestimmt. Die Vervielfältigung, Publikation oder Speicherung in Datenbanken, jegliche kommerzielle Nutzung sowie die Weitergabe an Dritte sind nicht gestattet.

Nachrichten.ch (c) Copyright 2016 by news.ch / VADIAN.NET AG

Kolumne


Breathless in Peking

Peter Achten / Mittwoch, 11. Januar 2012

China ist, wie unschwer fast täglich den westlichen Medien zu entnehmen ist, das Land der Superlativen, der unbegrenzten Möglichkeiten, sozusagen. Export-Weltmeister, weltweit grösste Währungsreserven (3,2 Billionen US$), die zweitgrösste Volkswirtschaft hinter den USA und vor Japan, die grösste Internet-Nutzer-Gemeinde (480 Mio), die meisten Blogger (300 Mio), die meisten Handys (850 Mio), die grösste Bevölkerung (1,37 Mrd). Die Liste liess sich unschwer fortsetzen. Zum Beispiel: zusammen mit den USA ist China auch weltweit die grösste Dreckschleuder oder vornehmer ausgedrückt der massivste Umweltverschmutzer. Um fair zu sein: Seit Jahren schon unternehmen die roten Mandarine in Peking alles, um das Problem in den Griff zu bekommen mit Gesetzen, Vorschriften, Geld für Forschung und Entwicklung und Sanktionen. Klar nämlich ist den führeden Köpfen in Partei und Regierung, dass für die Zukunft ohne Schutz der Umwelt kein vernünftiges, sprich «nachhaltiges» Wachstum möglich ist.

Den Grossstädtern freilich ist das, was in den Staats- und Parteimedien punkto Umweltschutz verbreitet wird, ziemlich egal. Denn die alltägliche Atemnot hat Priorität. Die Luftqualität nämlich ist nach Angaben des Ministeriums für Umweltschutz in 45 Millionen-Städten «schlecht». Konkret heisst das ganz einfach, dass Atmen sehr oft schwer fällt. Peking hat die zweifelhafte Ehre, in den Top-Ten der weltweit schmutzigsten Städte zu figurieren. In der 20-Millionen-Metropole sind deshalb nicht von ungefähr Lungenerkrankungen nach Angaben der Spitäler in den letzten Jahren wesentlich häufiger geworden. Fälle von Lungenkrebs haben nach einem Artikel der offiziellen Regierungszeitung «China Daily» in den letzten zehn Jahren um satte sechzig Prozent zugenommen, obwohl die Zahl der Raucher kaum angestiegen ist.

In der lebendigen Bloggerszene, aber auch in den staatlichen Medien kamen in den letzten Monaten immer mehr die offiziellen Messmethoden unter Beschuss. Eine engagierte, zum Teil hitzige Umwelt-Debatte nahm seinen Lauf. Das Pekinger Umweltamt hat nun nach einigem Zögern versprochen, demnächst genauer zu messen. Anstatt nur den bisher üblichen PM-10-Wert - Feinstaub von weniger als 10 bis 2,5 Mikrometern - zu messen, soll nun auch der PM-2,5-Wert erhoben werden (bis 0,1 Mikrometer). Seit längerem schon stellt die amerikanische Botschaft in Peking diese Werte, stündlich aufdatiert, ins Netz.

Nicht dass die Pekinger Umweltbehörden das Bild bewusst gefälscht hätten. Sie kamen ganz einfach aufgrund ihrer beschränkten Werte und ihrer Gefahrenskala auf ein viel besseres Bild. Am 19. Dezember zum Beispiel wurd gemeldet, dass das Jahresziel von 274 «Sonnentagen» bereits erreicht sei. Nur eben, ein Pekinger «Sonnentag» heisst nicht unbedingt, dass kein Feinstaub in der Luft ist. Am letzten Sonntag beispielshalber lag über der Stadt eitel Sonnenschein, doch der PM-2,5-Wert lag mit 247 Mikrogramm weit über dem chinesischen Grenzwert und erhielt auf der Skala der amerikanischen Botschaft die dritt-höchste Warnung «sehr ungesund».

Die chinesischen Umweltschützer stehen in der Tat vor einer gigantischen Aufgabe. Die grösste Herausforderung ist nicht in erster Linie die immer grösser werdende Zahl von Motorfahrzeugen, denn Abgasvorschriften für Autos sind schon heute so streng wie in Europa. Das grösste Kopfzerbrechen bereitet die Erzeugung von Elektrizität. 73 Prozent allen Stroms nämlich wird in China durch thermische Kraftwerke generiert. Jährlich werden dafür 1,6 Milliarden Tonnen Kohle verfeuert. Seit Anfang Jahr gilt ein neues Gesetz. Die Kohlekraftwerke müssen aufrüsten. Das kostet insgesamt erstmal umgerechnet 40 Milliarden Dollar, was bei den - notabene staatlichen - Kraftwerkbetreibern Protest ausgelöst hat. Alternativenergie wird deshalb gross geschrieben: Sonnen- und Wind-, aber auch Atomenergie.

Für die atemlosen Grosstädter wird sich nur langsam etwas ändern. Immerhin werden sie zunächst in Peking und bis 2016 überall im Land mit den feineren Messmethoden besser informiert.


 Kommentare 
Ihre Meinung interessiert uns. Machen Sie mit und diskutieren Sie aktiv mit anderen nachrichten.ch Lesern.
» Ihr Kommentar


nachrichten.ch 1

«Ausländer-Kredit» für Investitionen in der Heimat? Immer öfter - gerade auch vor den Ferien - wird das Beratungsteam von kredit.ch angefragt, ob auch in der Schweiz lebende Ausländer die Möglichkeit haben, einen günstigen, fairen Kredit zu erhalten. Fortsetzung




Archiv

Patrik Etschmayer
Gute alte Zeit? Warum die Türe zu bleiben muss!


Peter Achten / Peking
Modell für die ganze Welt?


Regula Stämpfli
Es ändert sich nichts


Patrik Etschmayer
GA-CH: Das Halb-Millionen-Franken Schnäppchen


Peter Achten / Peking
Die Grosse Unordnung


Regula Stämpfli
Markt für Flüchtlinge


Patrik Etschmayer
ROSS for Bundesrat?


Peter Achten
«Verantwortungsvoller Atomstaat»


Regula Stämpfli
Armeechefs ohne Demokratie


Patrik Etschmayer
Tipps zum sicheren Abheben


Peter Achten / Peking
Das Jianbing-Staatsgeheimnis


Regula Stämpfli
Abschied von der Konkordanzschweiz


Peter Achten / Peking
Golf mit proletarischem Schwung


Patrik Etschmayer
Die wahren Verfolgten


Regula Stämpfli
Konzernrecht bricht Verfassungsrecht


Patrik Etschmayer
Initiative für die bedingungslose Briefkastenfirma


Peter Achten / Hanoi
Pho von Frau Lam


Regula Stämpfli
Sozialsystem oder Bedingungslosigkeit


Patrik Etschmayer
Drápas für Diktatoren


Peter Achten / Peking
Krasser SwissTaste


Regula Stämpfli
Maurer-Papers: Volksvertreter? Bankensprecher!


Patrik Etschmayer
Regierung oder Waschmaschine?


Peter Achten / Peking
«Das sind keine Träume»


Regula Stämpfli
Bürokratische Monster


Patrik Etschmayer
Tun als ob ... oder einfach tun, ganz ohne 'ob'


Peter Achten / Peking
Eisenbahn der Superlative


Regula Stämpfli
Kontrollieren mich die Tatsachen?*


Patrik Etschmayer
Erdowie, Erdowo, Erdowan!


Peter Achten / Peking
«Rücksichtslos die Axt anlegen»


Regula Stämpfli
Kampf der Kulturen? Welche Kultur denn?


Patrik Etschmayer
Kurssprung der Angst-Aktien


Peter Achten / Peking
Kleines Geschäftchen in der Grossen Halle


Regula Stämpfli
Lobbys machen Lobbykritik


Patrik Etschmayer
Alternative für Drumpf!


Peter Achten / Peking
Realpolitik pur


Regula Stämpfli
Ideologischer Mehltau


Patrik Etschmayer
Gebrauchtwagenhändler als Präsident!


Peter Achten, Bejing
Probleme im Tiefwasser


Regula Stämpfli
Geldsorgen gefährden Ihre Gesundheit


Patrik Etschmayer
SVP lanciert Ende Jahr EAI (Eliten-Ausschaffungs-Initiative)


Peter Achten / Peking
«Wir sind absolut loyal!»



Saudi-Arabien: Franken hui -Flüchtlinge pfui


Patrik Etschmayer
Und alle zusammen: ChuchiCHexit!


Peter Achten / Peking
«Sehnsucht nach Fussball»


Regula Stämpfli
Frauenkörper und Politik


Patrik Etschmayer
Die 500-Euro Frage


Peter Achten
Neunerprobe für die «Lady»


Regula Stämpfli
Rassismus für Glaubwürdige


Patrik Etschmayer
Hassen in der Blase


Peter Achten / Peking
Affen-Kälte - Affen-Hitze


Regula Stämpfli
Schiessbefehl gegen Journalisten


Patrik Etschmayer
Die Quartals-Realität


Peter Achten
Politisch korrekt und stabil


Regula Stämpfli
Demokratie geht immer


Patrik Etschmayer
Reppy for President?


Peter Achten / Peking
«Sichere» Zigaretten?


Regula Stämpfli
Der Politologe schützt das Volk


Patrik Etschmayer
«Keine Präsenz ohne Honorar»


Peter Achten / Peking
Status Quo mit Distanz


Regula Stämpfli
Im Bett mit Varoufakis


Patrik Etschmayer
Wenn der Bösewicht kein «Joker» ist


Peter Achten / Peking
Regionaler Morast in Ostasien


Regula Stämpfli
Speichelpolizei Bern


Patrik Etschmayer
Wenn der Rand ins Zentrum schleicht


Peter Achten / Peking
Tief einatmen!


Regula Stämpfli
Die Vorteile von Menschen mit Menstruationshintergrund


Patrik Etschmayer
Rückblick auf das nächste Jahr: Teil 2


Peter Achten / Peking
Le Petit Prince à la chinoise


Regula Stämpfli
UBER-Lösung: Die Deklaration der Daten-Unabhängigkeit


Patrik Etschmayer
Rückblick auf das nächste Jahr: Teil 1


Peter Achten / Peking
Hong Kong: Pressefreiheit in Gefahr?


Regula Stämpfli
Die Zeichensprache des Bösen


Patrik Etschmayer
Wo die Wahrheit zum Sterben hin geht


Peter Achten / Peking
Roter Wahlabend in Peking


Regula Stämpfli
Gewählt ist: Hashtag


Patrik Etschmayer
Die faschistische Internationale auf dem Vormarsch


Peter Achten / Peking
Kohl und Kohle - Atemlos


Regula Stämpfli
Einmal Lüge, immer Lüge


Patrik Etschmayer
Sparen wir die Zukunft weg!


Peter Achten / Peking
Der rosarote Hunderter


Regula Stämpfli
Phänomenomics(TM): Viagra übernimmt Botox


Patrik Etschmayer
Mauern mit Donald


Peter Achten
Xi, Obama und das «Great Game»


Regula Stämpfli
Mörderische Ordnungsprinzipien


Patrik Etschmayer
Die Geier des Grauens


Regula Stämpfli
Die Gegenwart der Geschichte


Peter Achten
Dritter Anlauf zur Demokratie



Alles an seinen Platz


Peter Achten / Peking
Nach dem Holz- der Kohle-Ausstieg?


Regula Stämpfli
«Haha» sagt der Clown: Über Dämonen in der Politik


Patrik Etschmayer
Die Suche nach dem Homosexualitäts-Gen: Schwachsinn oder Notwendigkeit?


Peter Achten / Peking
«Es gibt keine Abkürzungen»


Regula Stämpfli
#Wurstgate&Biopolitik


Patrik Etschmayer
Weltuntergangsbeleuchtung oder Chance?


Peter Achten / Peking
Kai Dang Ku - Windelweich


Regula Stämpfli
Rechts«rutsch» dank Finanzkrise


Patrik Etschmayer
Blocher-Clan


Peter Achten / Peking
Grenzen der Armut


Regula Stämpfli
Marke Schweiz: Frauenverhöhnung


Patrik Etschmayer
Akrasia und die Krisen