Freitag, 27. Februar 2015
VADIAN.NET, St.Gallen



Nachrichten.ch

Aktuell

Forum


Inland

Versicherte erhalten bis zu 120 Franken an Prämien zurück

Bundesrat will Schmerztherapie mit natürlichem Cannabis prüfen

«Weltwoche»-Chef Roger Köppel will SVP-Nationalrat werden

Herausforderungen und Erleichterungen für Menschen mit Behinderung

Wirtschaft

IOC-Exekutivkomitee will Werberegeln für Olympia-Athleten lockern

Ermittlung gegen Schweizer Privatbank Coutts

Die grössten Fehler beim Stockwerkeigentum-Kauf

Allianz schüttet Rekorddividende aus

Ausland

Kurden sollen Araber an der Rückkehr in den Irak hindern

IS zerstört einzigartige Kulturgüter aus assyrischer Zeit

Autonome wüten im Zentrum Athens gegen Sparprogramm

Anschläge auf Busbahnhöfe in Nigeria

Sport

YB von Evertons Belgiern abgeschossen

Xhaka zentrale Figur bei Gladbachs Out

Pius Schwizers letzte Chance

Massa der Schnellste, Sauber-Pilot Ericsson der Fleissigste

Kultur

SCOTT MATTHEW - This Here Defeat

Kardashians: Mega-Deal mit 'E!'

Rekorderlös bei Kunst-Auktionen

Egli für Echo nominiert

Kommunikation

Weltweites Hackernetz zerschlagen

Apple muss wegen Patentverletzung zahlen

Stellenabbau bei UPC Cablecom

«Internetarmee» der Ukraine gegen Russland

Boulevard

Shailene Woodley hatte kein Interesse an '50 Shades'

Zelda Williams Welt ist so traurig

Alice Temperley hat Nervenflattern wegen der Queen

Monaco: Drei Schweizer wegen Betrugsverdachts in Polizeigewahrsam

Wissen

Wissenschaftler entdecken Gene für Fettleibigkeit

Neuer Hauttest erkennt Alzheimer und Parkinson

HIV-Pille wirkt auch bei punktueller Einnahme

Erdnüsse: Früher Konsum beugt Allergie vor

Wetter


Kolumne


Internes

Impressum


Werbung


Publireportagen


Newsfeed


Die veröffentlichten Inhalte sind ausschliesslich zum persönlichen Gebrauch bestimmt. Die Vervielfältigung, Publikation oder Speicherung in Datenbanken, jegliche kommerzielle Nutzung sowie die Weitergabe an Dritte sind nicht gestattet.

Nachrichten.ch (c) Copyright 2015 by news.ch / VADIAN.NET AG

Kolumne


Romneys Kernkompetenz

Patrik Etschmayer / Montag, 16. Januar 2012

Soeben hat John Huntsman seinen Versuch, Kandidat der Republikaner für den kommenden Präsidentschaftswahlkampf zu werden, aufgegeben. Damit hat der einzige Kandidat, der irgend etwas ähnliches wie einen Funken Anstand und ein halbwegs der Realität entsprechendes Weltbild hatte, das Handtuch geworfen. Übrig bleiben religiöse und politische Fundamentalisten, ein grössenwahnsinniger Moralapostel und ein notorischer Lügner. Und da Huntsman scheinbar denkt, dass es Zeit ist, einen zu unterstützen, der ein zentrales Handwerk des Politgeschäftes beherrscht, hat er sich entschlossen, dem notorischen Lügner Mitt Romney den Rücken zu stärken. Wobei dies vermutlich einer Wahl zwischen Pest, Cholera, Ebola und einer Infektion mit fleischfressenden Bakterien gleichgekommen sein dürfte.

So unterstützt Huntsman denn einen Kandidaten, über den der Star-Ökonom Paul Krugman meint, dass bis jetzt noch kein Kandidat je so freimütig und so bedenkenlos gelogen habe und auch sein moralisierender Mitkandidat Newt Gingrich (Cholera) bezeichnete Romney gerade raus als Lügner. Mit Recht.

Es beginnt mit der Behauptung, dass er als Chef bei der Investment-Firma Bain Capital 100'000 Jobs geschaffen habe. Sogar die konservative «Washington Post» sagt eindeutig, dass diese Zahl unhaltbar sei, da Romney scheinbar nicht jene verlorenen Jobs einrechnete, die bei jenen 22% der Firmen statt fanden, welche innert acht Jahren nach dem Einstieg von Bain pleite gingen oder sonst ihre Türen schlossen, was den Konkurrenten Rick Perry (Ebola) dazu brachte, Romneys damalige Firma als Aasgeier zu bezeichnen.

Dass er seine verdrehte Logik sehr selektiv einsetzt, zeigt sich daran, dass er behauptet, Obama habe keine Jobs geschaffen. Das stimmt zwar beinahe, aber nur, wenn man die am Anfang von Obamas Amtszeit (als er den Laden von Bush übernommen hatte, können Sie sich erinnern?) verlorenen 3 Millionen Arbeitsplätzen im privaten Sektor mit den 3,2 Millionen neu geschaffenen aufrechnet. Also... entweder lügt er bei sich, oder bei Obama. Die meisten netto verlorenen Jobs sind übrigens jene 600'000 im öffentlichen Sektor, die unter dem Druck des republikanischen Budget-Terrors gestrichen wurden und mithin auf Romneys und seiner Kollegen Kappen gehen.

Weiter behauptet Romney, Obama kreiere eine sozialistische Umverteilungsgesellschaft, in der jeder einfach gleichviel bekomme, egal wie viel und wie gut er oder sie arbeite. Diese auf keinen Fakten basierende Schwachsinnsrhetorik kommt direkt aus den Büchern der Tea-Party, bei der sich Romney anbiedert, um bei den Vorwahlen durchzukommen und entspricht absolut nicht der Wahrheit.

Ebenso wie die Behauptung, dass unter Obama das Militärbudget gekürzt worden sei, während in der Realität das Gegenteil der Fall ist: Wurden 2008 noch 594 Milliarden für Rüstung und Armee ausgegeben, waren es 2011 666 Milliarden (von 739 Milliarden, die das Militär gerne gehabt hätte).

Zudem behauptet Romney, zusammen mit anderen konservativen, dass sich Obama in der Welt für die US-Politik entschuldigt habe (etwas, das mitunter durchaus angebracht wäre...). Doch auch das ist reine Fiktion, basierend auf aus dem Kontext gerissenen Zitaten, einem der Lieblingswerkzeuge eines jeden schamlosen Lügners.

Ein absoluter Spitzenrang - nicht zuletzt wegen der Banalität - auf der Lügen-Liste von Romney dürfte allerdings die mit seinem Vornamen sein. Als er im November vom CNN-Moderator Wolf Blitzer unter anderem mit den Worten begrüsst wurde, dass «Wolf» sein echter erster Vorname sei, antwortete Romney, dass sein erster Vorname «Mitt» sei. Was nicht stimmt - Romneys erster Vorname ist «Willard». Kann er einfach nicht anders ... wächst seine Nase womöglich, wenn er die Wahrheit sagt?

Sollte Romneys Umgang mit der Wahrheit weiterhin so locker-flockig sein, können wir uns ja auf was gefasst machen. Andererseits: Lügen - man sieht es ja auch in der Schweiz - ist eine der Kernkompetenzen eines Politikers; betrachtet es man so, gibt es kaum jemanden, der besser für das Präsidentenamt geeignet wäre als Romney.




nachrichten.ch 1

«Ausländer-Kredit» für Investitionen in der Heimat? Immer öfter - gerade auch vor den Ferien - wird das Beratungsteam von kredit.ch angefragt, ob auch in der Schweiz lebende Ausländer die Möglichkeit haben, einen günstigen, fairen Kredit zu erhalten. Fortsetzung




Archiv

Regula Stämpfli
TTIP: Das Ermächtigungsgesetz Europas


Patrik Etschmayer
Das Winter-Kicker-Kalkül


Peter Achten / Peking
«Das Leben respektieren»


Regula Stämpfli
Die Relevanz der Ombudsstelle


Patrik Etschmayer
Fertig mit dem Lavieren


Peter Achten / Peking
Die Holz-Ziege


Regula Stämpfli
Politik geht durch den Magen


Patrik Etschmayer
Das Diktatoren-Problem


Peter Achten / Peking
Wie rot ist China?


Regula Stämpfli
Du Pornopuppe, ich Imam


Peter Achten
China-Rösti


Regula Stämpfli
Algorithmen verhaften! Now!


Patrik Etschmayer
Gesundheit!


Peter Achten / Peking
«Prinzipienlose Satire - Nein»


Regula Stämpfli
Tells globales Luxusprodukt: Schweizer Franken


Patrik Etschmayer
Der Teer ist schnell aufgewärmt...


Peter Achten/Peking
Kalender-Geschichten


Regula Stämpfli
Das Bild ist nicht unschuldig


Patrik Etschmayer
Charlie, Lassana und ein Trostpreis (der nicht kommen dürfte)


Peter Achten / Yangon
Politischer Kampf auf dem Teak-Parkett


Regula Stämpfli
Gelebter Koran? Nur in Europa und Israel!


Patrik Etschmayer
Leben in der Economy-Class


Peter Achten / Peking
Das «Gelbe Buch der Weltwirtschaft»


Regula Stämpfli
Hollywood und Folter


Patrik Etschmayer
Nicht KI sollte uns fürchten machen, sondern KB


Peter Achten / Peking
Pekinger Metro: Schön und etwas teurer


Regula Stämpfli
2014: Aussitzen ersetzt Verantwortung


Patrik Etschmayer
Annus horribilis - und wie


Peter Achten/ Peking
In Vino Veritas


Regula Stämpfli
Der Börsencrash und seine Folgen in Europa


Patrik Etschmayer
Frohes Explodieren



Träume und Albträume


Regula Stämpfli
Der neoliberale Mopedfahrer


Patrik Etschmayer
Der rutschige Hang


Peter Achten / Peking
Das Buch der Bücher aus China


Regula Stämpfli
Von Plankton, Diven und politischer Macht


Patrik Etschmayer
Zeit für eine Abwechslung


Peter Achten / Peking
7 Prozent plusminus


Regula Stämpfli
Vampirismus im Europäischen Parlament


Patrik Etschmayer
Die verdammte Moral


Peter Achten/ Mandalay
Realpolitik in Myanmar


Regula Stämpfli
Gewalt und Geist


Patrik Etschmayer
Die verdammten Fakten


Peter Achten
Whatsapp Müller - Blüemlisalp Widmer


Regula Stämpfli
Rumänin pfui, Luxemburg hui


Patrik Etschmayer
Die erste Geige im Steuerfluchtkonzert


Peter Achten
«Arbeitet, arbeitet, arbeitet!»


Regula Stämpfli
Wissenschaft? Lobbyismus!


Patrik Etschmayer
Nachhaltigkeitshelfer im Shopping-Center


Peter Achten
Dicke Luft in Peking: Durchatmen!


Regula Stämpfli
Die Stadt Bern und das Blut der Demonstranten


Patrik Etschmayer
Das Kalifat des Kapitals


Peter Achten
Der lange Weg zur «Herrschaft des Rechts»


Regula Stämpfli
Die Kritik der zynischen Kafferahmdeckeli


Patrik Etschmayer
Wettbewerbs-bevorteilender Selbstmord


Peter Achten
«Rechtsstaatlichkeit ist ein Muss»


Regula Stämpfli
Vom Apple zum Ei


Patrik Etschmayer
Erdogan und die Brandstifter


Peter Achten
Ascot in China?


Regula Stämpfli
Schawinquisition light


Patrik Etschmayer
Marode Fassade eines verfallenden Hauses


Peter Achten
Ordnung, Chaos, Liebe und Frieden


Regula Stämpfli
Demokratie geschüttelt, nicht gerührt


Patrik Etschmayer
iToast als Hoffnungsspender


Peter Achten
Zwerg mit Ausstrahlung


Regula Stämpfli
Freihandel mit Folterwerkzeugen


Patrik Etschmayer
Der Niedergang der Pfuftaler Tageszeitung


Peter Achten
Xi und Franz: Optimismus Urbi et Orbi


Regula Stämpfli
Wenn die Ukraine in «Afrika» läge...


Patrik Etschmayer
Die irre Mörderbande und ihr Publikum


Peter Achten
Pilcher politisch


Regula Stämpfli
Was Isis und Schwyz gemeinsam haben


Patrik Etschmayer
Die Megadürre und der Hedgefonds


Peter Achten
Demokratie mit chinesischen Besonderheiten


Regula Stämpfli
Wann beginnt das Barbarentum?


Patrik Etschmayer
Das alternative Wissen der JSVP


Peter Achten
Gaotie - Träumende Ingenieure


Regula Stämpfli
Voltaire gegen Die Früchte des Zorns


Patrik Etschmayer
Distanzieren, was das Zeug hält


Peter Achten
English First - wirklich?


Regula Stämpfli
Wenn Penisse sprechen, verstummt die Demokratie


Patrik Etschmayer
Lockere Hosenladen und digitale Inkompetenz


Peter Achten
Der letzte Sargnagel?


Regula Stämpfli
Landesrecht vor Freihandel



Gesunde Distanz


Peter Achten
Meister Kang im freien Fall


Regula Stämpfli
Globales Vorbild: Argentinische Mütter und Grossmütter


Patrik Etschmayer
Der Tod des Sommerlochs


Peter Achten
«Nationale Schande»


Regula Stämpfli
Wie dem Land die Kuhschweizer ausgehen


Peter Achten
Marxist, Muslim, Hindu: Asiatische Experimente


Reta Caspar
Caritas-Legende


Regula Stämpfli
Einige Tote sind gleicher als andere ...


Peter Achten
Marxismus hin, Marxismus her


Regula Stämpfli
Die EU-Kommission des Schreckens


Patrik Etschmayer
Von der Kindersarg-Lobby


Peter Achten
Ohne Guanxi: Banca Rotta


Regula Stämpfli
Fussballtaugliches Jodeln


Peter Achten
«Jokowi» und der General


Regula Stämpfli
(Un)Sichtbarkeit von Frauen