Viele Reisende bleiben nach Kreuzfahrt-Katastrophe weg

Miami - Die Tragödie auf dem italienischen Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia» schreckt viele Reisende ab. Nach dem Marktführer Carnival, dem Eigner der «Costa Concordia», vermeldete auch das zweitgrösste Kreuzfahrtunternehmen Royal Caribbean deutliche Buchungsrückgänge.

alb / Quelle: sda / Freitag, 3. Februar 2012 / 16:52 h

In Nordamerika seien die Buchungen im Vergleich zum Vorjahr um 10 bis 15 Prozent gesunken, in Europa sei der Rückgang sogar noch höher ausgefallen, teilte der US-Konzern mit. Es gebe derzeit eine grosse Unsicherheit, hiess es.
Royal-Caribean-Chef Richard Fain erklärte am Donnerstagabend (Ortszeit) in Miami, jeder in der Branche sei am Boden zerstört. «Unsere Gedanken sind bei den Passagieren, Crewmitgliedern und Familien, die von der Tragödie heimgesucht wurden.» Nach dem Unglück vom 13. Januar vor der italienischen Küste wurden bislang 17 Todesopfer geborgen.
Angesichts der Angst vieler Reisenden, ein Schiff zu betreten, rechnet Royal Caribbean im ersten Quartal damit, dass der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um bis zu 76 Prozent einbricht. Die hohen Spritpreise machen die Lage für die erfolgsverwöhnten Reedereien noch prekärer. Im vergangenen Jahr war der Gewinn noch deutlich gestiegen.
Allerdings geht der Reederei-Chef davon aus, dass im Laufe des Jahres - je länger das Unglück zurückliegt - die Kunden zurückkehren. Es gebe bereits eine leichte Erholung bei den Buchungen, merkte die Reederei an.
Durch Costa Concordia besitzen die Kreuzfahtschiffe wenig Reisende. / 

Im Gesamtjahr rechnet Royal Caribean deshalb noch mit einem Gewinnrückgang von maximal 20 Prozent.
Hohe Kosten bei Carnival
Auch der weltgrösste Kreuzfahrt-Konzern, die US-Reederei Carnival, hatte zu Wochenbeginn von Buchungsrückgängen berichtet. Carnival ist der Mutterkonzern der italienischen Unglücksreederei Costa Cruises. Die Buchungen bei der italienischen Reederei seien «deutlich» zurückgegangen, hiess es.
Durch zahlreiche Umbuchungen sei es aber schwer, genaue Zahlen zu nennen. Bei allen anderen Tochtergesellschaften bezifferte Carnival den Rückgang auf rund 15 Prozent. Den grössten Einbruch habe es drei Tage nach dem Unglück gegeben. Seitdem scheint es wieder aufwärts zu gehen.
Carnival rechnet alleine im laufenden Geschäftsjahr mit Kosten von 155 bis 175 Mio. wegen des Unglücks. Das Schiff selbst war zwar mit einer halben Milliarde Dollar versichert, doch Carnival muss den Einnahmeausfall verkraften. «Trotz der jüngsten Entwicklungen rechnen wir nicht damit, dass der Vorfall auf lange Sicht einen merklichen Einfluss auf unser Geschäft haben wird.»





| Kommentare lesen (109 Beiträge) | | | · Bezahlbarer ÖV | Midas | Sa, 04.02.12 12:55 | | · Ich denke auch so: | thomy | Fr, 03.02.12 17:41 | | · JasonBond, Du sprichst... | shimano | Fr, 03.02.12 17:30 | | · ... Pendeln ist Luxus ... | borisxl | Fr, 03.02.12 15:48 | | · Pendeln wird zum Luxus | JasonBond | Fr, 03.02.12 14:19 | | · Halb so schlimm¨! | zombie1969 | Mi, 01.02.12 13:49 | | · Was passiert | zombie1969 | Mi, 18.01.12 16:51 | | · Wirklich sehr schade. | Kassandra | Fr, 25.11.2011 19:45 | | · Schade! | JasonBond | Fr, 25.11.2011 15:47 | | · Und die restlichen 75% . . . | Pacino | Di, 22.11.2011 20:12 | | · Um in die | zombie1969 | Di, 22.11.2011 15:02 | | · Klar doch | Midas | Di, 08.11.2011 13:30 | | · Richtig so! | zombie1969 | Di, 08.11.2011 13:09 | | · Dito, JasonBond, | shimano | Do, 07.07.2011 13:36 | | · Die SBB fährt ins totale... | JasonBond | Di, 05.07.2011 11:32 | | · Eine Super Sache | JasonBond | Mo, 04.07.2011 10:44 | | · Vorschlag | Midas | Mi, 01.06.2011 02:48 | | · Es muss zuerst Tote geben | JasonBond | Di, 31.05.2011 17:40 | | · Grobe Nachbarn | zombie1969 | Do, 12.05.2011 11:25 | | · Irgendwas läuft schief | JasonBond | Do, 31.03.2011 11:53 | | » 89 weitere Beiträge | | » Mitreden |
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