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Schnee und Lawinen



250 Personen sitzen im Valle Malvaglia TI fest

Bern - Heftige Gewitter haben in der Nacht auf Sonntag in Teilen der Schweiz zu Überflutungen und Stromausfällen geführt. Im Tessin mussten nach heftigen Gewittern am Samstagabend Strassen wegen Erdrutschen gesperrt werden.

cam / Quelle: sda / Sonntag, 29. Mai 2016 / 17:44 h

Im Valle Malvaglia sitzen 250 Personen im oberen Talbereich fest. Die Strasse zwischen Madra und Dandrio ist wegen eines Erdrutsches blockiert. Die Tessiner Polizei bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur sda Meldungen des Verkehrsinformationsdienstes ViaSuisse. Die betroffenen Personen, die die Brückentage an Fronleichnam in ihren Ferienhäusern verbrachten, können nun nicht zurück ins Tal. Mit einer Öffnung der Strasse war laut Polizeiangaben vom Sonntag frühestens am Abend zu rechnen.

Auch die Strasse durch das Tal Valle di Blenio wurde wegen eines Erdrutsches gesperrt. Zwischen Ghirone und Cozzera setzte ein Erdrutsch in der Höhe von 2000 Metern etwa 80'000 Kubikmeter Material in Bewegung. Die Strasse wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt, für die Bevölkerung besteht laut der Polizei aber keine Gefahr. Bereits am 22. März hatte es einen Erdrutsch in dieser Region gegeben.

Vier Blitzeinschläge

Vom Unwetter besonders betroffen war neben dem Tessin die Region Bern. In der Nacht kam es zu zwischenzeitlichen Stromausfällen.



Die Strasse zwischen Madra und Dandrio ist wegen eines Erdrutsches blockiert. (Symbolbild) /

Auch die Fahrleitung des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS) wurde an zwei Stellen beschädigt.

Während der Bahnverkehr zwischen Fraubrunnen und Jegenstorf schon im Verlauf des Vormittags wieder aufgenommen werden konnte, dauerte es bis zum Mittag, bis die Störung zwischen Schönbühl und Jegenstorf behoben wurde.

Vielerorts wurden Keller sowie vereinzelt Strassen überflutet. Die Kantonspolizei erhielt insgesamt 80 Schadenmeldungen, vor allem aus dem Raum Bern und der Region Krauchthal.

In den meisten Fällen handelte es sich um Wassereinbrüche in Gebäude, wie Mediensprecher Christoph Gnägi am Sonntagmorgen auf Anfrage sagte. Doch es kam auch zu vier Blitzeinschlägen in Murzelen (Gemeinde Wohlen), Schwarzenburg, Liebefeld und Neuenegg. In Liebefeld löste der Blitz einen Dachstockbrand aus, doch konnte die Feuerwehr von Köniz diesen rasch löschen. Auch traten vereinzelt Bäche über die Ufer und Bäume kippten um.

Mässige Hochwassergefahr

Die Regenfälle führten auch zu einem Anstieg der Aare. In der Stadt Bern warnte die Berufsfeuerwehr deswegen vorsorglich die Aareanrainer. Sie erhielten per SMS die Aufforderung, ihre Keller im Auge zu behalten, wie Walter Kunz, Sprecher der Berufsfeuerwehr, am Sonntagmorgen auf Anfrage sagte.

Zudem hat die Berufsfeuerwehr vorsorglich Pumpen installiert, um allfälliges, in die Kanalisation eindringendes Aarewasser in den Fluss zurückzupumpen. Hochwassergefahr drohe aber nicht, sagte Kunz weiter.

Gemäss dem Naturgefahrenbulletin des Bundes herrscht mässige Hochwassergefahr auf Gefahrenstufe 2 in den westlichen Landesteilen und im Tessin. Das heisst, lokale Überflutungen sind zwar unwahrscheinlich, aber nicht auszuschliessen. Betroffen von der Warnung sind neben der Aare etwa der Thunersee, das Genferseebecken, die Maggia, die Saane, die Reuss und der Vierwaldstättersee.

Ab Mitternacht soll der Regen aber abnehmen. Die Lage dürfte sich daher ab Montag entspannen, wie Robert Diezig von der Abteilung Hydrologie des Bundesamts für Umwelt (BAFU) auf Anfrage sagte.




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 Kommentare lesen (37 Beiträge) 
· naja, liebe Tessiner ...QuerschleegerSo, 02.03.2014 11:24
· Der Schmee schmilztKassandraSo, 02.03.2014 10:49
· Die biblische UrsachelectorSa, 11.01.2014 12:22
· AKWs sind Vergangenheit!...KassandraFr, 06.07.2012 15:03
· Warm anziehen!shimanoMi, 04.01.2012 23:06
· Im EinklangRoland71Mo, 19.12.2011 20:47
· Ich habe den Artikel...StesonMo, 03.01.2011 11:01
· nun jakuwilliMo, 03.01.2011 02:12
· nein, StesonHeidiMo, 03.01.2011 01:29
· Hmm...StesonMo, 03.01.2011 00:15
· nichts, gar nichtsHeidiMo, 03.01.2011 00:04
· Was für KommentareStesonSo, 02.01.2011 23:53
· wo dennHeidiSo, 02.01.2011 22:41
· GrottenschlechtshaggabraddaSo, 26.12.2010 15:02
· Doch, doch HeidikubraSa, 25.12.2010 01:27
· keine Ursache, kubra,HeidiFr, 24.12.2010 18:40
· Und eine EntschuldigungkubraFr, 24.12.2010 16:57
· Eine gesegnte WeihnachtkubraFr, 24.12.2010 16:41
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