Das Labor des Kantons Zürich warnt Privatanwender vor Mäusegiften, die ihre Wirkung durch die Freisetzung des gasförmigen Wirkstoffes Phosphin entfalten.
ht / Quelle: pd / Mittwoch, 17. März 2010 / 14:44 h
Versehentlich waren die Produkte «Polytanol», «Mauskiller U2» und «Kobra Wühlmaus-Pellets» im Einzelfall auch für Privatpersonen erhältlich, insbesondere in Apotheken, Drogerien und im Fachhandel für Landwirschaft und Gärtnerei, wie Martin Brunner, stv.
Neun Feuerwehrleute mussten wegen des Giftes in Spitalpflege. /


Kantonschemiker erklärt.
Die gefährlichen Produkte dürfen nur von ausgebildeten Fachpersonen verwendet werden, warnt das Kantonale Labor.
Gefährlich für Kehrichtabfuhr-Mitarbeiter
Das Kantonale Labor ruft Privatanwender deshalb auf, diese Produkte umgehend an die Verkaufsstelle oder an eine Sonderabfallsammelstelle zurückzugeben. Die Phosphin abspaltenden Mäusegifte sind bei falscher Anwendung, Aufbewahrung oder Entsorgung sowohl für den Anwender als auch für unbeteiligte Dritte wie Nachbarn, Passanten oder Mitarbeitende der Kehrichtabfuhr äusserst gefährlich.
Mitte Februar 2010 mussten beispielsweise in Meilen neun Feuerwehrleute in Spitalpflege gebracht werden, nachdem eine Privatperson in Meilen das Mäusegift falsch angewendet und sich das giftige Gas sich Freien ausgebreitet hatte.