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Donnerstag, 9. Februar 2012
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Grippewelle hat die Schweiz erfasst Bern - Die Grippewelle hat die Schweiz erfasst: Der Epidemie-Schwellenwert für Arztbesuche wurde in der vergangenen Woche erstmals in der Saison 2011/12 überschritten. Dies teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mit. Fortsetzung


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Nokia verlegt Produktion nach Asien An bisherigen Standorten werden 4 000 Mitarbeiter arbeitslos. Fortsetzung


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Mubarak-Gelder in der Schweiz weiterhin blockiert Bern - Die Schweiz hatte sich oft gerühmt, im Februar letzten Jahres die Gelder des Clans des früheren ägyptischen Machthabers Hosni Mubarak eine halbe Stunde nach dessen Rücktritt eingefroren zu haben. Ein Jahr später liegen die 410 Mio. Fr. noch immer in der Schweiz. Fortsetzung


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Konrad Hummler gibt sein Verwaltungsratspräsidium ab

Zürich - Der geschäftsführende Teilhaber der Bank Wegelin, Konrad Hummler, sistiert sein Mandat als Verwaltungsratspräsident der NZZ-Mediengruppe. Den Vorsitz übernimmt interimistisch der frühere FDP-Nationalrat Franz Steinegger, wie Hummler am Donnerstag mitteilte.

knob / Quelle: sda / Donnerstag, 9. Februar 2012 / 11:49 h

Zürich - Der Privatbankier Konrad Hummler hat vorübergehend sein Amt als Verwaltungsratspräsident der NZZ-Mediengruppe niedergelegt. Er will sich ganz auf die Auseinandersetzung mit den US-Steuerbehörden konzentrieren. Den Vorsitz übernimmt vorläufig Franz Steinegger. Die rechtlichen Auseinandersetzungen im Steuerstreit zwischen den USA und der Schweiz erforderten den Einsatz «sämtlicher physischer und intellektueller Kapazitäten», schreibt Hummler in einer Mitteilung vom Donnerstag. Um den nötigen Freiraum dafür zu gewinnen, habe er den Verwaltungsrat der AG für die Neue Zürcher Zeitung ersucht, das Amt des Präsidiums ad interim in andere Hände zu legen. Der Verwaltungsrat sei dieser Bitte nachgekommen. Bis auf Weiteres übernimmt der 68-jährige Verwaltungsrat Franz Steinegger den Vorsitz. Hummler habe den Entscheid zum temporären Rücktritt aus freien Stücken und ohne äusseren Druck getroffen, sagte Bettina Schibli, Sprecherin der NZZ-Mediengruppe, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Zeitlich nicht limitiert

Hummlers Verwaltungsratsmandat bei der NZZ-Gruppe bleibt von diesem Schritt unberührt. Der Bankier aus St. Gallen war im vergangenen Jahr von der Generalversammlung für vier Jahre gewählt worden. Der Verwaltungsrat habe die Situation eingehend diskutiert und sei zum Schluss gelangt, dass man an Hummler als VR-Mitglied festhalten wolle, sagte Schibli. Wie lange die Übergangslösung mit dem ehemaligen FDP-Nationalrat Franz Steinegger an der Spitze dauern soll, ist offen. Eine zeitliche Limitierung sei nicht beschlossen worden, erklärte die NZZ-Sprecherin. Je nach Ausgang des Steuerstreits mit den USA werde die Situation neu beurteilt.

Von US-Steuerbehörden bedroht

Konrad Hummler ist geschäftsführender Teilhaber der St. Galler Bank Wegelin & Co. Gegen die älteste Privatbank der Schweiz haben die US-Steuerbehörden Anklage wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung erhoben. Die Bank zog deshalb vor zwei Wochen die Notbremse. Sie verkaufte ihr gesamtes Geschäft mit Ausnahme der Kundenbeziehungen zu US-Amerikanern an die Raiffeisen Bank. Nach diesem Schritt wurde Hummlers Engagement bei der NZZ in Frage gestellt. Von einem Imageschaden für die NZZ will Franz Steinegger nichts wissen. Die Redaktion habe ihre Unabhängigkeit in den vergangenen Wochen bei der Berichterstattung über die Wegelin-Affäre unter Beweis gestellt. Mit der nun getroffenen Lösung habe der Verwaltungsrat dies auch nach aussen deutlich machen wollen, sagte Steinegger in einem Interview mit dem Regionaljournal Zürich-Schaffhausen von Radio DRS. Eine Rücktrittsforderung habe es im Verwaltungsrat nicht gegeben.

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· Kluger Mann...zombie1969heute 12:57
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Kolumne
«Stirb früh, kassier mehr»- die Deutsche Bank wettet mit dem Tod

Regula Stämpfli

Während wir in der Kälte fast draufgehen, die Griechen ihre Strassen mit dem Müll, den sie nicht mehr transportieren wollen, anzünden, spielt die Deutsche Bank nicht nur mit unserem Wirtschaftssystem Roulette, sondern sie wettet auch mit dem Tod. Wäre es nicht so traurig, wir würden uns zu Tode lachen. Gleichzeitig könnten unsere Angehörigen eine höhere Prämie kassieren. Das Geschäftsmodell ist genial: Je früher Papa stirbt, umso höher die Rendite. Die Deutsche Bank handelt seit vier Jahren mit einem mephistophelischen Fonds namens «Kompass Life 3». Der Fonds belohnt Kleinanleger mit ihrem frühen Ableben. Nun erst wandte sich ein Betroffener an die unabhängige Ombudsstelle des Bankenverbands. Der stellte etwas erstaunt fest, dass der Fonds mit Wetten auf ein frühes Ableben der Anleger seit Jahren Geld verdiente. Der Tod ist im Kapitalismus wie alles andere auch: Business as usual, respektive eigentliche Voraussetzung für einen Profit. Die Ombudsstelle, die zum privaten Bankenverband gehört, meinte etwas verdruckt, dass es tatsächlich gewöhnungsbedürftig sei, mit frühem Ableben hohe Renditen zu erwirtschaften. Es sei «mit der Werteordnung, insbesondere der in ihrem Mittelpunkt stehenden Unantastbarkeit der menschlichen Würde, kaum in Einklang zu bringen.» Süss. Doch müsse, so die Ombudsstelle, sich selber entlastend, ein Gericht und nicht sie, die Frage klären, ob die Wette auf die Lebensdauer eines ausgewählten Personenkreis sittenwidrig sei. Sittenwidrig, welch schöner deutscher Begriff! Stellen Sie sich vor, ich würde ein Wettbüro einrichten, in welchem Geld auf das fiktive Ableben einiger Personen gewettet werden könnte. Auf meiner Liste würde das möglichst sofortige Ableben von Joe Ackermann, A. Brevik, Lloyd Blankfein, Larry Summers, Michelle Bachmann (nur damit ich auch ne Frau habe) und die Frau, die meine Professur verhindert hat, die Höchstrendite einbringen. Ich würde das Spiel als ordentlichen Fonds registrieren und die Kleinanleger während vier Jahren versicherungstechnisch ins Renditennirvana hineinlügen. Denn, ausser ich würde einen Killerdienst für Ackermann und Co. bestellen, ist mit dem verfrühten Ableben genannter Personen nicht zu rechnen. Stellen Sie sich ein solches Geschäft vor! Sittenwidrig wäre wohl der anständigste Begriff, der mir von Presse, Rechtsstellen und Klugscheissern entgegengeschleudert würde. Doch hey, wenn dies die Deutsche Bank tut, dann fühlt sich die Ombudsstelle des privaten Bankenverbands etwas «unordentlich» beim Gedanken, ständig auf das Ableben von Menschen zu wetten. Doch verbieten will sie den eigenen Reihen das morbide, aber lukrative Geschäft sicher nicht und verweist an das höhere Recht. Mathematiker mit dem emotionalen Sachverstand einer Tsetsefliege haben diese Papiere entwickelt, um das Nichts als mathematische Formel in Anleihegeschäften zur klingenden Münze zu machen. The Usual Suspect namens Deutsche Bank tat ihr Weiteres zum florierenden Geschäft, indem sie das Nichts auch noch auf veralteten Sterbetafeln basieren liess. Toll. So konnten die Anleger nur verlieren, denn auf alten Sterbetafeln nehmen Menschen früher Abschied als auf aktuellen. Den Anlegern wurde aufgrund falscher Verheissungen also Rendite versprochen, wo nie eine Sicht war.ausser ein netter Autounfall erledigte das Geschäft wie vorgesehen. Der Anwalt Tilman Langer hat im Auftrag von 30 Fondsanlegern Klage eingereicht. Kommt die Klage durch, muss die Bank zahlen. Zwar keinen Schadenersatz, doch muss sie das Geld, das auf diese Todeswetten eingezahlt wurde, wieder zurückerstatten. Die Moral der Geschicht'? Dem Satz: «Die Deutsche Bank betreibt ehrliche Geschäfte» kann man ebenso trauen wie Homer Simpson, der plötzlich behauptet, keine Donuts zu mögen.

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