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Sarah Meiers nächster SchrittSarah Meier bestreitet beim Grand Prix in Kingston (Ka) den ersten «richtigen» Wettkampf der Saison. Das Kurzprogramm findet heute statt, die Kür in der Nacht auf Sonntag.Sascha Fey / Quelle: Si / Donnerstag, 28. Oktober 2010 / 21:45 h
Im schlimmsten Fall könnte «Skate Canada» Meiers Karriereende bedeuten. Die 26-jährige Bülacherin zieht nach jedem Start Bilanz und entscheidet dann, ob es Sinn macht weiterzulaufen. Nach Möglichkeit - jedoch nicht um jeden Preis - will sie bei den Europameisterschaften in Bern (24. bis 30. Januar) dabei sein. Denn diese Titelkämpfe sind der Hauptgrund dafür, dass sie nochmals eine Saison anhängt. «Ich hoffe, dass es geht, aber ich weiss es nicht wirklich. Es ist noch ein langer Weg bis dorthin», sagte Meier. Es sei ganz sicher ein spezielles Gefühl, an Heim-Europameisterschaften teilzunehmen. Sie sei sehr gespannt, wie alles werde.
Die Zürcher Unterländerin blickt gemäss Trainerin und Tante Evi Fehr auf einen sehr guten Sommer zurück, in dem sie das Ganze in aller Ruhe angegangen. Während vier Wochen trainierte sie in Flims. Sie sei Ende Sommer selten so gut «zwäg» gewesen, erklärte Fehr. Doch als die EM-Zweite von 2007 und 2008 im Hinblick auf die Wettkampfsaison das Training intensivierte, ging es wieder los mit den gesundheitlichen Problemen, tat es ihr an diversen Stellen weh.
Sarah Meier in Japan. / Foto: EQ Images
Der Frust war dermassen gross, dass sie sich fragte: «Will ich das noch?» Fehr war allerdings der Meinung, dass sie erst nach einem Wettkampf sagen solle, dass es das gewesen sei. Ein solcher Entscheid müsse von innen heraus kommen, sagte Fehr. So startete Meier Anfang Oktober am Japan Open in Saitama, einem Einladungsevent, in dem sich Japan, Europa und Nordamerika in einem Teamwettbewerb messen. Dabei wurde lediglich eine Kür gelaufen. Die siebenfache Schweizer Meisterin erreichte zwar mit ihrem neuen Programm «nur» eine Punktzahl von 92,73 - ihre Bestleistung beträgt 113,00. Dennoch war sie zufrieden. «Es war kein Highlight. Ich vermochte mich aber gegenüber dem Training zu steigern. Darauf kann ich aufbauen», so Meier. In Kanada wird sie erstmals ihr neues Kurzprogramm zeigen. Es ist wieder ein Samba, «aber ganz anders als in der letzten Saison, mehr Richtung Jazz.» Gelingen Meier zwei gute Auftritte, ist eine Topplatzierung durchaus möglich, denn die Konkurrentinnen sind keineswegs übermächtig. Auf Grund der Resultate der vergangenen Saison ist die kanadische WM-Fünfte Cynthia Phaneuf die Topfavoritin. Fumie Suguri gewann zwar 2006 WM-Silber, doch ihre beste Zeit scheint vorbei zu sein. Für Meier steht allerdings nicht eine gute Klassierung im Vordergrund. Sie will mit zwei soliden Leistungen weiteres Selbstvertrauen tanken, um ihrem Fernziel EM und damit einem «schönen Abschluss» der Karriere einen weiteren Schritt näher zu kommen.
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