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Djokovic: «Der Davis Cup hat Priorität»Im Vorjahr verdarb er im Final den erfolgreichen Ausgang der «Roger-Federer-Festspiele». Diese Rolle könnte Novak Djokovic auch diese Woche einnehmen. Er schaut aber, auch wegen der Schwierigkeit seiner Startaufgabe (Ernests Gulbis) nicht so weit voraus: «Ich nehme ein Spiel nach dem anderen.»Marco Keller, Basel / Quelle: Si / Dienstag, 2. November 2010 / 09:44 h
Novak Djokovic hätte ohnehin ein chargiertes Programm. Der Serbe muss in den kommenden Wochen die Titel in Basel und Paris-Bercy verteidigen und danach die Punkte vom Masters in London, wo er immerhin Nikolai Dawydenko und Rafael Nadal schlug. Überstrahlt wird aber alles vom historischen Davis-Cup-Final, den der «Djoker» (zusammen mit seinen in Basel ebenfalls anwesenden Teamkollegen Janko Tipsarevic, Viktor Troicki und Nenad Zimonjic) Anfang Dezember in Belgrad gegen Frankreich bestreiten wird. Dementsprechend ambitiös sind seine Ziele: «Ich will den Davis Cup gewinnen und hier in Basel sowie bei den nächsten Turnieren gut spielen.»
Der Hauptfokus, das ist klar, liegt auf dem Rendezvous in Belgrad. Falls Serbien die Franzosen besiegen sollte, wäre dies «zweifelsfrei der grösste Erfolg im serbischen Sport in diesem Jahr». Auch für ihn persönlich wäre ein Davis-Cup-Triumph das Allergrösste: «Das ist mein absolutes Hauptziel. Ich habe noch nie Gefühle erlebt wie im Davis Cup, nicht einmal, als ich 2008 das Australian Open gewonnen habe.»
«Man kann die Sportarten nicht miteinander vergleichen» Fast 20'000 Fans werden in Belgrad an allen drei Tagen für eine «Gänsehaut-Atmosphäre» sorgen. Nach den absurden Vorkommnissen beim Fussball-EM-Qualifikationsspiel Italien - Serbien fragen sich aber viele objektive Betrachter, ob Ähnliches droht.Novak Djokovic. / Foto: EQ Images
Djokovic verneint extensiv: «Man kann diese beiden Sportarten nicht miteinander vergleichen. Es sind unterschiedliche Zuschauer, eine andere Kultur. Ich war sehr traurig für die Fussballer, die das nicht verdient hatten und für das ganze Land, das nun darunter leidet. Ich kann aber allen garantieren: Es wird nichts passieren, Belgrad ist eine der schönsten Städte in Europa mit vielen internationalen Besuchern.» Zuerst gehört sein Fokus nun aber Basel. Wie im Vorjahr hat sich Djokovic fast eine Woche in Genf vorbereitet, wo er Verwandte hat. «Das ist praktisch die einzige Möglichkeit im Jahr, ein paar Tage mit den Verwandten zu verbringen», so Djokovic. Ironie des Schicksals, dass er dort auch zweimal mit Ernests Gulbis trainiert hat, jenem Letten, auf den er heute trifft. «Ich war schon erstaunt, als ich das Tableau gesehen habe», lachte Djokovic.
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