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Genfer genossen den 4:3-Erfolg gegen SpartaTurnier-Debütant Genéve-Servette kam am zweiten Tag beim Spengler-Cup zum ersten Erfolg. Die Romands besiegten den tschechischen Vertreter Sparta Prag 4:3. Luganos Leihgabe Josh Hennessy betrieb mit zwei Skorerpunkten und einer starken Leistung Werbung in eigener und Genfer Sache.Sven Schoch, Davos / Quelle: Si / Dienstag, 28. Dezember 2010 / 00:00 h
In Lugano hat der US-Stürmer Hennessy Wochen des Zerfalls hinter sich. Für ihn muss es nach dem Tessiner Absturz einer Wohltat gleichkommen, in Davos während ein paar Tagen in einem positiven Umfeld arbeiten zu dürfen. Bei zwei Treffern war der Amerikaner hauptbeteiligt: Das 1:1 bereitete er vor, beim 3:3 in der 44. Minute traf er mit einem gekonnten Heber aus spitzem Winkel nach Vorarbeit von Tony Salmelainen. Den Siegtreffer von Savary drei Minuten später bereitete erneut Salmelainen im Stile eines Regisseurs vor.
Prag stemmte sich im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten lange gegen den Fehlstart. Das Team mit mehreren Weltmeistern ist vor dem Trip in die Schweiz in der Extraliga in eine schwere Krise geschlittert und ist derzeit ausserhalb der Playoff-Ränge klassiert. Der europäische Meistercup-Finalist von 2008 dürfte in Davos kaum eine entscheidende Rolle spielen -- dazu fehlen Form und wohl auch Format.
Hohes Personenaufkommen Aus der Garderobe drang Applaus nach aussen. Der Stolz und die Freude, die Einladung zum begehrten Hockey-Event nun auch erstmals resultatmässig gerechtfertigt zu haben, waren im engen Kabinentrakt der Westschweizer greifbar. Sponsoren, jugendliche Anhänger, Offizielle -- alle schüttelten die Hände der glücklichen Sieger. «Die Ambiance ist schon enorm speziell. Und wir wollen unseren Fans ja auch etwas zurückgeben.» Flurin Randegger störte sich nicht im Geringsten am unüblich hohen Personenaufkommen in der im Normalfall privaten Spieler-Zone. Der Verlauf der Partie verbesserte seine Laune zusätzlich: Mit seinem sehenswerten Schlenzer in die hohe Ecke sandte der Stürmer von der dritten Power-Linie der Grenats in der 34. Minute das richtige Signal. Fritsche, der trotz angerissenem Handknochen spielte, fälschte bereits im nächsten guten Angriff den Puck zum 2:1 ab.Der Dank von McSorley Unmittelbar vor- und nachher gerieten die Genfer aber erneut in Rücklage. Zunächst hatte der frühere GSHC-Stürmer Treille die Scheibe mit dem Schlittschuh unhaltbar abgelenkt, ehe Félicien Du Bois ein erstes Mal (positiv) im Brennpunkt stand. Klotens Verteidiger traf mit einem wunderbaren Slapshot. «Auch der zweite Rückstand war unnötig. Wir hätten gar nie in eine solche Situation kommen dürfen», ärgerte sich Perfektionist Chris McSorley über die zwischenzeitlichen Schwächeperioden. In seiner Analyse überwand aber der Stolz, zweimal das Comeback erzwungen zu haben: «Wir haben uns zurückgekämpft. Das beweist mir, wieviel Charakter im Team steckt.» Und in der Jubelstunde vergass der Kanadier nicht, dem HC Lugano ein Lob zu übermitteln: «Ich bin dankbar, dass Lugano uns Josh Hennessy zur Verfügung gestellt hat. Er ist ein sehr cleverer Spieler, der oft im richtigen Moment das Richtige tat.» Sparta Prag - Genève-Servette 3:4 (0:0, 2:2, 1:2)Vaillant-Arena. Leider nur geliehen: Servettes Josh Hennessy jubelt über sein Tor zum Ausgleich von 3:3. / Foto: EQ Images
- 5782 Zuschauer. - SR Baluska (Slk)/Hebert (Ka), Kohler/Küng. Tore: 30. Kurka (Vyborny) 1:0. 34. Randegger (Hennessy) 1:1. 37. Fritsche (Bezina, Park/Ausschluss Macholda) 1:2. 40. (39:03) Treille 2:2. 42. Du Bois (Ton, Kratena/Ausschluss Pothier) 3:2. 44. Hennessy (Salmelainen, Gobbi/Ausschluss Treille) 3:3. 47. Savary (Salmelainen) 3:4. - Strafen: Je 4 mal 2 Minuten. Sparta Prag: Pöpperle; Vykoukal, Gulasi; Du Bois, Hanzlik; Macholda, Philipp; Husak; Kurka, Vyborny, Kafka; Ton, Kratena, Hromas; Treille, Bros, Lunak; Bartanus, Peter, Smolenak; Karpov. Genève-Servette: Stephan; Vukovic, Bezina; Gobbi, Breitbach; Pothier, Höhener; Mercier; Walsky, Savary, Salmelainen; Toms, Park, Fritsche; Randegger, Trachsler, Conz; Pivron, Hennessy, Cadieux. Bemerkungen: Genève-Servette ohne Déruns (privat abwesend), Rivera, Rubin (beide verletzt), Berthon (überzählig). 50. Pfostenschuss von Park. Prag ab 60. ohne Goalie.
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