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Allseits Hochachtung für die verstorbene Emilie LieberherrBern - Zahlreiche Politiker und Politikerinnen und seinerzeitige Weggefährten Emilie Lieberherrs haben sich über den Tod der Politikerin bestürzt gezeigt.fest / Quelle: sda / Dienstag, 4. Januar 2011 / 18:31 h
SP-Urgestein Helmut Hubacher bezeichnete sie als «absolut bundesratsfähig» - wäre die Zeit damals schon reif gewesen. Emilie Lieberherr war eine starke Persönlichkeit, sagte Hubacher gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. «Wo sie war und stand, war sie im Mittelpunkt». Eine Nebenrolle habe Lieberherr nicht gespielt.
Als Zürcher Stadträtin war sie dominanter als im Ständerat, wie Hubacher weiter sagte. Auf jeden Fall gehörte Lieberherr laut Hubacher zu den «Frauen der ersten Stunde, die dann auch Erfolg hatten».
Der Zürcher alt Stadtpräsident Thomas Wagner (FDP) lobte die einstige Kollegin als unkonventionelle Frau mit Pioniergeist, der die Gesellschaft Dank schulde.
Laut Wagners Nachfolger im Stadtpräsidium, Josef Estermann (SP), hat Lieberherrs Politik überall Spuren hinterlassen, und zwar nicht, um sich selbst zu profilieren.
Emilie Lieberherr habe nie ein Nebenrolle gespielt: «Wo sie war und stand, war sie im Mittelpunkt.» / Foto: EQ Images
Ihre Meinung habe sie nie zurückgehalten. Stadtpräsidentin Mauch: tatkraft und Streitbarkeit Und die aktuelle Stadtpräsidentin Corine Mauch, die erst lange nach Lieberherrs Rückzug aus der Politik in die Regierung gewählt wurde, bezeichnete sie als «grosse Persönlichkeit und prägende Figur». Bis ins hohe Alter habe sie sich durch Tatkraft und Streitbarkeit ausgezeichnet. Der ehemalige Präsident der SP Stadt Zürich, Koni Loepfe, attestierte Lieberherr Stärke und einen ausgeprägten Machtinstinkt. Dies habe ihr ermöglicht, ihre politischen Ziele zu erreichen. Und Walter Schmid, unter Lieberherr Amtschef im Sozialdepartement, charakterisierte seine ehemalige Chefin als «sehr souveräne Stadträtin mit eigenem Charakter und grossem Gestaltungswillen». Calmy Rey bestürzt Mit Bestürzung reagierte Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey auf den Tod Lieberherrs. In einer Mitteilung sprach sie den Angehören ihr «herzliches Beileid» aus. Mit Emilie Lieberherr sei eine grosse Menschenfreundin gestorben, stellte die Bundespräsidentin fest. Lieberherr habe sich unermüdlich und erfolgreich für eine sozialere und gerechtere Welt eingesetzt - nicht nur mit Worten, sondern mit konkreter politischer Arbeit. Mit ihrer Persönlichkeit, ihrer Kompetenz und ihrem kämpferischen Engagement sei Lieberherr auch für die Frauen und für die Gleichstellung ein leuchtendes Vorbild gewesen.
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