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Kein Exploit von Flori Lang im WM-FinalFlori Lang blieb bei seiner Finalpremiere an Weltmeisterschaften ohne Chance auf eine Medaille. Der Zürcher klassierte sich am letzten Wettkampftag in Schanghai über 50 m Rücken nur als Achter. Zur erträumten Top-3-Platzierung fehlte ihm eine halbe Sekunde.bg / Quelle: Si / Sonntag, 31. Juli 2011 / 15:12 h
Flori Lang hatte sich am Samstag in Hochstimmung nach der geschafften Finalpremiere einiges erhofft: «Alles ist möglich, mit Glück selbst die Goldmedaille. Ich habe für den Final noch Reserven. Gerne käme ich unter 25 Sekunden.» Dies sollte dem 28-Jährigen, der dies bisher erst in der Phase der High-Tech-Anzüge dreimal schaffte, 24 Stunden später nicht gelingen. Lang schlug gar nur in der Zeit von 25,15 an, womit für ihn im Final die schlechteste Zeit resultierte. Sowohl im Vorlauf (25,12) wie im Halbfinal (25,07) war der EM-Zweite von 2008 leicht schneller gewesen: «Das ist eine negative Überraschung. Erhofft hatte ich mir das natürlich anders.»
Doch nicht einmal sein Schweizer Rekord, der seit August 2009 und der WM in Rom bei 24,75 steht, hätte dem ältesten Starter des Finalfeldes zu einer Medaille, geschweige denn zur goldigen, gereicht. Zum drittklassierten Südafrikaner Gerhard Zandberg fehlten ihm 0,49 Sekunden. Gold im (nicht-olympischen) Rücken-Sprint ging an den britischen Weltrekordhalter und Titelverteidiger Liam Tancock, der in 24,50 um sieben Hundertstel vor 100-m-Rücken-Weltmeister Camille Lacourt (Fr) blieb. «Alles in allem war mein erster WM-Final trotzdem ein schönes Ereignis», bilanzierte Lang.
Im vierten Anlauf geschafft Für Lang ist Platz 8 in Schanghai ähnlich hoch zu werten wie der Gewinn der Silbermedaille über diese Distanz an der Langbahn-EM in Eindhoven, denn lange musste er auf seine WM-Finalpremiere warten. Schon 2005 in Montreal hatte der Zürcher auf seiner Paradestrecke die Top 8 knapp verpasst. Zwei Jahre später in Melbourne sowie auch 2009 in Rom hatten Lang jeweils als Neuntem gar nur fünf respektive zwei Hundertstel zum ersehnten Vorstoss in den Final gefehlt. In Schanghai nun war das Hundertstelglück erstmals auf Langs Seite. Auf den Neunten, den Japaner Koga, betrug die Reserve im Halbfinal 0,07 Sekunden. «Es wurde eng, eigentlich wie immer im Sprint über 50 Meter. Da braucht es Können und Glück. Wobei ich dieses Mal nicht das Gefühl habe, dass ich das Glück beanspruchen musste», sagte Lang.Glücklich in Graz Lang hat seine Zelte seit vergangenem September in Graz aufgeschlagen. In der steirischen Landeshauptstadt wird er von Ingrid Flöck, einer ehemaligen österreichischen Spitzenschwimmerin, trainiert. Seit Januar verlief Langs Training am neuen Standort ohne grössere Störung, zuvor verspürte er immer Schmerzen, da eine Entzündung im linken Ellbogen nicht abklingen wollte. Dieses Problem hat der Routinier mittlerweile aber in den Griff gekrieft. Nach dem positiven Erlebnis in Schanghai ist für ihn klar, dass «ich meinen Weg in Graz und mit dem bisherigen Trainingsprogramm weitergehe. Nun geht es darum, nächsten Frühling die Olympia-Limite zu unterbieten.» Die besseren Chancen als über 100 m Rücken hat Lang, der in Peking erstmals an Olympischen Spielen dabei war, allerdings über 50 und 100 m Crawl. Dazu will er auf den nicht-olympischen 50 m Rücken im kommenden Mai an der Langbahn-EM in Antwerpen (Be) nochmals brillieren. «Die EM ist schon auch ein wichtiges Ziel für mich. Es könnte gut sein, dass es meine letzte auf der Langbahn ist», sagt Lang, der aber offenlässt, ob er bereits nach London den Rücktritt geben wird. «So lange ich Spass habe, schwimme ich weiter.»Endstation Vorlauf Brustschwimmerin Stéphanie Spahn (20) zeigte sich am Samstag nach ihrem Einsatz über 50 m unzufrieden. Die Zürcherin blieb in 32,14 um zwei Zehntel über ihrer persönlichen Saisonbestzeit. Als 18. fehlten ihr schliesslich nur 14 Hundertstel zur angestrebten Qualifikation für die Top 16. Dieses Ziel hatte Spahn zuvor schon über 100 m Brust (deutlich) verpasst. Marina Ribi schied am letzten Tag über 400 m Lagen ebenfalls in den Vorläufen aus. Die 23-jährige Schaffhauserin blieb in 4:52,49 um mehr als vier Sekunden über ihrem Schweizer Rekord. Ribi belegte damit nur Platz 30 unter 36 Teilnehmerinnen.Resultate: Schanghai. Langbahn-WM. Finals. Sonntag. Männer. 1500 m Crawl: 1. Sun Yang (China) 14:34,14 (Weltrekord, zuvor Grant Hackett/Au in 14:34,56 am 29. Juli 2001 in Fukuoka/Jap). 2. Ryan Cochrane (Ka) 14:44,46. 3. Gergo Kis (Un) 14:45,66. 4. Pal Joensen (Färöer) 14:46,33. 5. Chad La Tourette (USA) 14:52,36. 6. Peter Vanderkaay (USA) 15:00,47. 50 m Rücken: 1. Liam Tancock (Gb) 24,50. 2. Camille Lacourt (Fr) 24,57. 3. Gerhard Zandberg (SA) 24,66. 4. Aschwin Wildeboer (Sp) 24,82. 5. David Plummer (USA) 24,92. 6. Nicholas Thoman (USA) und Guy Barnea (Isr), je 25,01. Flori Lang gelang an der WM nicht das erhoffte Ziel. / Foto: Osports EQ Images
8. Flori Lang (Sz) 25,15. 400 m Lagen: 1. Ryan Lochte (USA) 4:07,13. 2. Tyler Clary (USA) 4:11,17. 3. Yuya Horihata (Jap) 4:11,98. 4. Huang Chaosheng (China) 4:13,62. 5. Ioannis Drymonakos (Grie) 4:14,62. 6. David Verraszto (Un) 4:15,67. 4x100 m Lagen: 1. USA (Nicholas Thoman, Mark Gangloff, Michael Phelps, Nathan Adrian) 3:32,06. 2. Australien (Hayden Stoeckel, Brenton Rickard, Geoff Huegill, James Magnussen) 3:32,26. 3. Deutschland (Helge Meeuw, Hendrik Feldwehr, Benjamin Starke, Paul Biedermann) 3:32,60. 4. Japan 3:32,89. 5. Holland 3:34,11. 6. Grossbritannien 3:36,58. Frauen. 50 m Crawl: 1. Therese Alshammar (Sd) 24,14. 2. Ranomi Kromowidjojo (Ho) 24,27. 3. Marleen Veldhuis (Ho) 24,49. 4. Francesca Halsall (Gb) 24,60 . 5. Alexandra Herasimenia (WRuss) 24,65. 6. Jeanette Ottesen (Dä) 24,67. 50 m Brust: 1. Jessica Hardy (USA) 30,19. 2. Julia Jefimowa (Russ) 30,49. 3. Rebecca Soni (USA) 30,58. 4. Leiston Pickett (Au) 30,74. 5. Jennie Johansson (Sd) 30,89. 6. Leisel Jones (Au) 31,01. 400 m Lagen: 1. Elizabeth Beisel (USA) 4:31,78. 2. Hannah Miley (Gb) 4:34,22. 3. Stephanie Rice (Au) 4:34,23. 4. Mireia Belmonte (Sp) 4:34,94. 5. Ye Shiwen (China) 4:35,15. 6. Li Xuanxu (China) 4:35,78. - Im Vorlauf ausgeschieden: 30. Marina Ribi (Sz) 4:52,49. - 36 Teilnehmerinnen.
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