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Meichtry im Halbfinal absolut chancenlosAm Schluss blieb Dominik Meichtry im Londoner Aquatics Centre nur die Enttäuschung. Der 15. Rang in den Halbfinals über 200 m Crawl war bei weitem nicht das Resultat, welches sich der Finalist von Peking bei seiner dritten Olympia-Teilnahme erhofft hatte.fest / Quelle: Si / Sonntag, 29. Juli 2012 / 20:59 h
In der für ihn höchst durchschnittlichen Zeit von 1:48,25 - mehr als 1,2 Sekunden über seiner Leistung von der letztjährigen WM in Schanghai (7. Platz im Final) - fand sein olympischer Traum ein unerwartet frühes Ende. Meichtry verpasste die Finalteilnahme überaus deutlich. Ihm fehlten fast eineinhalb Sekunden zum Australier Thomas Fraser-Holmes, der als Achter und Letzter im Finalfeld Unterschlupf fand. Der Schnellste im Halbfinal war der Chinese Sun Yang in 1:45,61, der am Vortag Gold über die doppelte Distanz gewonnen hatte. «Es ist herbe Enttäuschung, dass ich nicht an meine Zeit von Schanghai herangekommen bin. Das war nicht das Rennen, das ich erwartet und erhofft habe. Ich bin überzeugt, dass ich mehr im Körper hätte», sagte Meichtry. Der 27-jährige St. Galler war im olympischen Becken auch nur gerade einen Zehntel schneller als im Mai in Ungarn, als er keineswegs in absoluter Bestform angetreten war.
Nur 16. im Vorlauf Bereits im Vorlauf am Morgen hatte sich angedeutet, dass es wohl für Meichtry keinen neuerlichen Glanztag geben wird wie vor vier Jahren. Im Gegensatz zu Peking, wo er im Vorlauf über 200 m Crawl noch vor dem späteren Olympiasieger Michael Phelps der schnellste Schwimmer gewesen war, musste Meichtry in London schon um die Halbfinalteilnahme bangen. Dominik Meichtry. / Foto: EQ Images
Zwar startete der Wahl-Kalifornier überzeugend. Nach 150 m lag er gar auf Kurs für eine Zeit unter 1:47. Dann aber erwischte Meichtry die dritte und letzte Wende nicht gut und auf den letzten 50 m wars ein sichtlicher K(r)ampf. Im Halbfinal schliesslich war beim Vorlauf-16. - nur 17 Hundertstel fehlten zum noch früheren Ausscheiden - sah man ebenfalls nichts mehr vom gewünschten 'Easy Speed', wie Meichtry den anzustrebenden Zustand des lockeren Gleitens durch das Wasser beschreibt. Noch zwei Einsätze «Der Sport kann manchmal hart zu einem sein. Ich muss vorausblicken, denn ich habe hier noch zwei Rennen, in welchen ich möglichst gut abschneiden will.» Selbst ein gutes Abschneiden über 100 m Crawl (am Dienstag) und 100 m Delfin (Donnerstag) wird Meichtry allerdings kaum für die Enttäuschung auf seiner Lieblingsstrecke entschädigen. Selbst mit einem unwahrscheinlichen Exploit wird er kaum die Vorläufe überstehen. «Im Nachhinein realisiere ich mittlerweile immer wie mehr, wie wahnsinnig das ist, was ich vor vier Jahren geleistet habe», so Meichtry. Einen Rücktritt schloss er aus: «Ich habe auch nach London noch weitere Pläne. Dieser Zweihunderter war nicht der letzte und bedeutet sicher nicht das Ende meiner Karriere.» Olympia-Debüt von Liess Noch vorher stehen morgen, Montag in London zwei andere Schweizer im Einsatz. Zunächst bestreitet Danielle Villars ihr zweites (und letztes) Olympia-Rennen. Die 19-jährige Zürcherin steht über 200 m Crawl im Einsatz. Am Samstag hatte sie über 100 m Delfin mit Schweizer Rekord überzeugt. Zu seinem Olympia-Debüt gelangt Alexandre Liess (21), der über 200 m Delfin an den Start geht.
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