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Federer in 80 Minuten eine Runde weiter

Roger Federer übersteht die 1. Runde beim French Open ohne Mühe. Der Baselbieter setzt sich gegen den Qualifikanten Pablo Carreño Busta 6:2, 6:2, 6:3 durch.

fest / Quelle: Si / Sonntag, 26. Mai 2013 / 16:17 h

Nach 80 Minuten beendete Federer die einseitige Partie. Sein der Linie entlang geschlagener Rückhand-Ball war für Carreño Busta unerreichbar. Dem 21-jährigen Spanier wurden nicht nur in diesem Ballwechsel die Grenzen aufgezeigt. Er stand auf dem Court Philippe Chatrier von Beginn weg auf verlorenem Posten und konnte zu keinem Zeitpunkt auf Besserung hoffen. "Ich bin sehr zufrieden", meinte Federer. "Ich habe die Sätze jeweils sehr gut begonnen, was wichtig war gegen einen solchen Gegner."

In der ungewohnten Umgebung eines fast 15'000 Zuschauer fassenden Stadions war Carreño Busta die Nervosität anzumerken, zumal er auch noch seine Grand-Slam-Premiere feierte. Nach 20 Minuten lag er schon 0:5 zurück. Danach nahm er Federer zum einzigen Mal den Service ab, was am Spielszenario allerdings nichts änderte. Im zweiten Umgang führte der Schweizer rasch 4:0 und im auch im dritten gelang ihm ein frühes Break. Der French-Open-Sieger von 2009 nutzte alle seine sieben Breakchancen.

Auch ansonsten las sich die Matchstatistik aus Sicht von Federer gut: 33 Winner, 19 unerzwungene Fehler, 10 Asse, 80 Prozent gewonnene Punkte bei eigenem Aufschlag. Darüber hinaus machte der Weltrangliste-Dritte aber vor allem optisch einen exzellenten Eindruck. Er war konzentriert, selbstbewusst und präzis in seinen Aktionen. Mehr kann man bei einem ersten Turnierauftritt nicht verlangen. So betraf die "unangenehmste" Frage, die Federer nach seinem Sieg, dem 55.



Lockerer Arbeitstag für Roger Federer. / Foto: EQ Images

in Roland Garros, beantworten musste, seine Hose, die er schon zu Beginn des ersten Satzes gewechselt hatte. "Irgendwas stimmte nicht mit der Hose. Ich weiss auch nicht genau was", meinte Federer schmunzelnd.

Nun gegen den Inder Devvarman

Federer erfüllte seine Favoritenrolle auf den Tag genau zehn Jahre nach seinem letzten Erstrunden-Out bei einem Grand-Slam-Turnier (gegen den Peruaner Luis Horna) ohne Wenn und Aber. Nur der Forderung eines Fans im Publikum, er solle nicht zu schnell gewinnen, kam er nicht nach. Zu "Spielereien" war Federer nicht aufgelegt. Dafür war das Wetter mit Wind und Kälte zu garstig, und der Gegner verlangte aufgrund seiner diesjährigen Resultate Respekt. "Er hat zuletzt viele Matches gewonnen. Ich wusste, dass ich aggressiv auftreten und auf einem konstant hohen Niveau spielen musste, um nicht in die Falle zu tappen." Anfang Jahr hatte Carreño Busta, die Nummer 164 der Welt, auf dritthöchster Turnierstufe 35 Partien in Folge und sieben Titel gewonnen. Beim ATP-Event in Estoril hatte er vor drei Wochen die Halbfinals erreicht und dort erst nach drei Sätzen gegen Stanislas Wawrinka verloren.

Weiter geht es für Federer in Paris am Mittwoch gegen Somdev Devvarman, einen weiteren Qualifikanten. Der 28-jährige Devvarman (ATP 188) überstand zum ersten Mal in seiner Karriere in Roland Garros eine Runde und feierte mit dem Dreisatzsieg gegen den Spanier Daniel Muñoz-De La Nava seinen 50. Sieg auf ATP-Niveau. Federer steht mittlerweile bei 897 Erfolgen auf der Tour. Auf den ersten Top-20-Spieler könnte Federer im Achtelfinal treffen. Sein potenzieller Gegner dort, der Franzose Gilles Simon (ATP 18), musste in der 1. Runde gegen Lleyton Hewitt (ATP 86) über drei Stunden lang kämpfen. Simon verlor die ersten beiden Sätze und gab im fünften einen 5:0-Vorsprung noch her, ehe er mit 3:6, 1:6, 6:4, 6:1, 7:5 doch noch das bessere Ende auf seiner Seite hatte.

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