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Bürgerliche getrennt gegen KomplementärmedizinBern - Die Annahme des Verfassungsartikels über die Komplementärmedizin brächte Mehrkosten von einer halben Milliarde Franken im Jahr. Davor warnen bürgerliche Gesundheitspolitiker, die sich für ein Nein in der Volksabstimmung vom 17. Mai einsetzen.ht / Quelle: sda / Dienstag, 21. April 2009 / 14:42 h
Ein überparteiliches Komitee gegen die populäre Vorlage «Zukunft mit Komplementärmedizin» hat sich nicht gebildet. Deshalb traten in Bern ein SVP-Nationalrat, eine CVP-Nationalrätin und ein FDP-Ständerat im Alleingang vor die Medien, um der breiten Pro-Kampagne die Stirn zu bieten.
Der Zürcher SVP-Nationalrat Toni Bortoluzzi wies auf die «massiven Kostenfolgen» nach einem Ja hin. Die heute von der Zusatzversicherung gedeckten Leistungen der Komplementärmedizin machten allein 200 bis 250 Mio. Franken jährlich aus.
Auch FDP-Ständerat Gutzwiler stellt sich gegen die Initiative. / Foto: EQ Images
Hinzu kämen auch die bisher von den Patienten selber berappten Kosten, die verstärkte Inanspruchnahme der Komplementärmedizin und die neuen Aufgaben für Bund und Kantone. Die Aargauer CVP-Nationalrätin Ruth Humbel wandte sich gegen die Illusion, die soziale Krankenversicherung könne als «Selbstbedienungsladen zu all inclusive-Bedingungen bei 90 Prozent Discount» jede Behandlung bezahlen. Komplementäre Leistungen hätten allenfalls in einem Managed-Care-Modell Platz. Gutzwiler: «Genügt Anforderungen nicht» Für den Zürcher FDP-Ständerat und Präventivmediziner Felix Gutzwiller ist entscheidend, dass eine Therapie die gesetzlichen Kriterien der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmässigkeit erfüllt. Was diesen Anforderungen nicht genüge, gehöre weiterhin in die Zusatzversicherung. Als problematisch erachtet er ferner die Forderung nach der Anerkennung von Diplomen für nichtärztliche Therapeuten.
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