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Umfrage: Soll Organspenden obligatorisch werden?

Die Organspende-Kampagne des Bundesamtes für Gesundheit ist aufwendig und kostet jährlich rund 800'000 Franken. Wäre ein Modell mit einer obligatorischen Organspendepflicht mit späterem Widerspruchsrecht sinnvoller, wie es etwa in Österreich gilt? news.ch befragte Passanten.

Harald Tappeiner / Quelle: news.ch / Montag, 14. Dezember 2009 / 07:17 h

Martin Huber, 29, Mediziner, Österreich

Ich halte die österreichische Regelung zum Organspenden mit Widerspruchsrecht besser. Das heisst, dass die Organe prinzipiell von jedem verwendet werden können, ausser er will das explizit nicht. Ich denke, damit ergibt sich eine bessere Kosten-/Nutzen-Rechnung. Häufig werden die Organe junger Unfallopfer verwendet, womit vielen Menschen geholfen werden kann.

Beat Arbenz, 44, Corporate Finance Berater, Zürich

Ich würde es begrüssen,wenn man etwas mehr Druck ausüben würde, weil offensichtlich zu wenig Organe gespendet werden.



Martin Huber befürwortet Österreichs Regelung. /



Beat Arbenz würde einem Systemwechsel zustimmen. /



Mirella Gimmi wäre bereit, einen Organspende-Ausweis zu beantragen. /



Alex trägt den Ausweis immer bei sich. /

Deshalb wäre eine Regelung, mit der ein Ja zum Organspenden gilt, bis ein explizites Widerspruch erfolgt, eine gute Sache. Ich selbst bin Organspender und besitze einen Ausweis.

Mirella Gimmi, 17, Hausen a/A

Ich halte Organspenden für etwas Gutes und würde das auch selber tun. Einer obligatorischen Lösung möchte ich allerdings nicht unbedingt zustimmen. Ich besitze keinen Organspende-Ausweis, wäre aber bereit einen zu beantragen.

Alex, 28, Buchhalterin, Zürich

Ich erachte einen Systemwechsel sehr gut, weil viele Leute nicht einmal wissen, dass es einen solcher Ausweis gibt. Ich bin auch Organspender und trage meinen Ausweis immer bei mir. Ich finde, dass jeder Hausarzt verpflichtet sein sollte, die Leute darauf aufmerksam zu machen, dass ein Ausweis dort bezogen werden kann.

 


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