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Deutsche protestieren gegen Biodiesel-Anlage im AargauBad Zurzach - Die geplante Anlage zur Biodiesel-Produktion in Bad Zurzach AG hat den Protest der deutschen Umweltorganisation «Rettet den Regenwald» auf sich gezogen. Die Standortgemeinde, die eine Baubewilligung erteilte, und ein Regierungsrat werden mit Mails eingedeckt.pad / Quelle: sda / Donnerstag, 14. Januar 2010 / 13:16 h
Die Verwendung der Pflanze Jatropha aus Mozambik in Afrika für die Herstellung von Biodiesel dränge den Anbau von Lebensmitteln zurück, heisst es im von der Organisation vorbereiteten Mail-Text. Das Land leide bereits unter Lebensmittelunsicherheit.
Nach Angaben der Organisation mit Sitz im Hamburg schickten seit Anfang Jahr mehr als 11'500 Personen ein Mail an Baudirektor Peter C. Beyeler und an Mitglieder des Gemeinderates.
Sie werden aufgefordert, die der Firma Green Bio Fuel Switzerland AG (GBF) Ende Dezember erteilte Baubewilligung zu überdenken und zurückzunehmen.
Kritik zurückgewiesen Die GBF plant, auf einem ehemaligen Industriegelände in Bad Zurach eine Anlage zur Produktion von 130 Millionen Liter Biodiesel pro Jahr zu bauen. Die Investitionen betragen 80 Millionen Franken.Die GBF plant eine Anlage zur Produktion von 130 Millionen Liter Biodiesel pro Jahr zu bauen. (Symbolbild) /
![]() Die GBF will aus der buschartigen Pflanze Jatropha und Schweizer Raps Argotreibstoff herstellen. Das Unternehmen weist die Kritik der Umweltorganisation zurück. Die Pflanze Jatropha sei «keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion», sagte GBF-Mediensprecher Ulrich Frei auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Weder die Früchte noch das Öl seien essbar. Die Anpflanzung wirke sich positiv auf die lokale Wirtschaft in Entwicklungsländern aus. Frei bezeichnete die im Internet lancierte Protestaktion als «rufschädigend».
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