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Die Armee untersucht den Gewaltvorfall in Bière

Bière VD - Ein Gewaltvorfall in einer Rekrutenschule erschüttert Bundesrat Ueli Maurers «beste Armee der Welt»: Sechs Rekruten sollen im waadtländischen Bière von ihren Vorgesetzten mit Eisenketten geschlagen worden sein. Die Armee untersucht den Vorfall.

fkl / Quelle: sda / Freitag, 27. August 2010 / 12:14 h

Publik gemacht hat den Vorfall der «Blick» am Freitag. Die Zeitung berichtete von der Szene, die ein Soldaten auf dem Waffenplatz auf Video aufnahm. Armeesprecher Christoph Burri bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, dass ein entsprechendes Video existiert und aus der Infanterie-Rekrutenschule 3 in Bière stammt. Zu sehen sind auf dem Video laut «Blick» sechs Armeeangehörige, die sich mit den Händen an eine Wand stützen. Kollegen schlagen sie derweil mit einem Gegenstand auf den Hintern.



Der «Blick» zeigte heute auf seiner Internetseite das Video, welches ein WK-Soldat filmte / Screenshot: Blick.ch

Die Armee hat vom Vorfall durch die Medien Kenntnis erhalten, wie Burri sagte.

Der Vorfall habe sich am vergangenen Freitag ereignet und werde derzeit untersucht, sagte Burri. Bei den Beteiligten handle es sich um Kaderanwärter. «Im Moment finden Befragungen statt.» Die Umstände müssten geklärt werden - etwa, ob die Rekruten freiwillig teilgenommen hätten oder ob es sich um einen Scherz handelte.

Inakzeptable Praktik

Die Armee nehme den Vorfall ernst, sagte Burri. «Die Armeeführung akzeptiert keine Rituale, die eine strafbare oder eine moralisch verwerfliche Handlung zulassen.» Geführt wird die Untersuchung von der Militärpolizei und dem Schulkommandanten, der auch über das Strafmass entscheidet. Wäre der Vorfall strafrechtlich relevant, müsste sich die Militärjustiz damit befassen.

Als disziplinarische Sanktion drohen den Armeeangehörigen maximal zehn Tage Arrest und eine Busse von bis zu 500 Franken. Je nach dem, was passiert ist, kann sich das Ereignis laut Burri auch auf die Militärkarrieren der Involvierten auswirken.

 


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