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Russland gewinnt Viertelfinal-Knüller gegen KanadaRekordweltmeister Russland hat bei der Eishockey-WM das «Giganten-Duell» gegen Kanada gewonnen und steht damit im Halbfinal.bg / Quelle: Si / Donnerstag, 12. Mai 2011 / 23:21 h
Der Viertelfinal zwischen Kanada und Russland war das erwartet hochstehende Spektakel. Die Kanadier gaben dabei eine Partie aus der Hand, die sie dominierten und nach einem Treffer von Jason Spezza (26.) bis zehn Minuten vor dem Ende auch anführten. Doch danach legten die Russen einen Zacken zu und drehten die Partie innerhalb von gut drei Minuten. Erst glich Alexej Kaigorodow in Unterzahl und nach einem wunderschönen Solo zum 1:1 aus, dann vollendete Ilja Kowaltschuk eine schöne Passstafette zum Siegtreffer.
Kaigorodow und Kowaltschuk, der wertvollste Spieler der WM 2009 in Bern, verhinderten damit, dass Trainer Slawa Bykow erstmals seit seinem Amtsantritt 2007 bereits nach den Viertelfinals von einer WM heimreisen muss. Die Russen wiederholten mit dem Sieg den Triumph aus dem Vorjahr, als sie sich in Köln erfolgreich für die Olympia-Niederlage revanchierten und die Kanadier in der Runde der letzten acht 5:2 bezwangen. Seit dem Olympiasieg 2010 scheiterten die Kanadier, die an dieser WM bisher ohne Niederlage geblieben waren, nun zweimal in den Viertelfinals.
Viele Emotionen Schnelle und spektakuläre Spielzüge, kernige Checks und viele Emotionen prägten den Klassiker. Immer wieder gerieten die Spieler aneinander, mehrere Spieler trugen gar blutende Nasen davon. Russland fand lange Zeit nicht ins Spiel. Erst im letzten Drittel drehte der Rekordweltmeister auf. Bereits vor den Treffern hatten die Russen erstmals gejubelt. Doch nach längerer Videokonsultation gab der Schweizer Schiedsrichter Danny Kurmann den vermeintlichen Treffer nicht. Ilja Nukulins Slapshot (42.) prallte vom Lattenkreuz zurück auf das Eisfeld.Vier «Grosse» in den Halbfinals In den Halbfinals sind damit einmal mehr vier «grosse» Teams unter sich. Und auch fortgesetzt wurde die Serie, dass sich keine der Topnationen in den Viertelfinals gegen einen «Kleinen» blamiert. Die letzte grosse Überraschung setzte es an den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City ab, als Weissrussland überraschend die Halbfinals erreichte. Titelverteidiger Tschechien und Schweden trafen seit der Jahrtausendwende dreimal in einem WM-Halbfinal aufeinander.Der Russe Kaigorodov Alexei erzielte den Anschlusstreffer zum 1:1. / Foto: EQ Images
Und jedes Mal setzten sich die Tschechen entweder in der Verlängerung oder wie vor einem Jahr in Deutschland nach Penaltyschiessen (3:2) durch. Die Tschechen gehen aber weniger wegen dieser Statistik, sondern vielmehr wegen der bisher überzeugenden Vorstellungen in das Duell gegen die Schweden. Der letzte WM-Halbfinal zwischen Russland und Finnland 2008 in Kanada war eine klare Sache. Auf dem Weg zum WM-Titel deklassierten die Russen die Finnen mit 4:0. Davor erlitten die Russen jedoch zweimal empfindliche Halbfinal-Niederlagen gegen die Skandinavier: 2006 an den Olympischen Spielen in Turin (0:4) und an der Heim-WM 2007 in Moskau (1:2 nach Verlängerung). Kanada - Russland 1:2 (0:0, 1:0, 0:2) Orange Arena, Bratislava. - 9300 Zuschauer. - SR Kurmann/Larking (Sz/Sd), Arm/Dedjulia (Sz/WRuss). - Tore: 26. Spezza (Pietrangelo) 1:0. 50. Kaigorodow (Ausschluss Artjuchin!) 1:1. 53. Kowaltschuk (Radulow, Kalinin) 1:2. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Kanada, 5mal 2 Minuten gegen Russland. Kanada: Bernier; Burns, Phaneuf; Schenn, Methot; Pietrangelo, Colaiacovo; Gragnani; Nash, Spezza, Neal; Clutterbuck, Zajac, Ladd; Eberle, Duchene, Kane; Tavares, Skinner, Stewart; Vermette. Russland: Barulin; Atjuschow, Tjutin; Nikulin, Jemelin; Kornejew, Kalinin; Kulikow; Radulow, Tereschenko, Kowaltschuk; Morosow, Sinowjew, Saripow; Kuljomin, Kaigorodow, Artjuchin; Afinogenow, Gorowikow, Owetschkin; Tarassenko. Bemerkungen: Kanada ohne Scalzo (überzählig), Russland ohne Nabokow (verletzt). Pfosten/Latte: Tavares (5.), Stewart (30.), Nikulin (42.).
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