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Schweden und Finnland kämpfen um den WM-TitelSchweden gegen Finnland lautet am Sonntag etwas überraschend der rein skandinavische Final an der WM in der Slowakei. Die Schweden setzten sich in Bratislava 5:2 gegen Titelverteidiger Tschechien durch, die Finnen bezwangen Russland gleich mit 3:0.bg / Quelle: Si / Freitag, 13. Mai 2011 / 23:02 h
Während sich die beiden skandinavischen Equipen zum vierten Mal in einem WM-Final begegnen werden, kommt es im Spiel um Rang 3 zwischen Tschechien und Russland zu einer Neuauflage des letztjährigen Finals.
Auf den ersten Blick kommt der erste Finaleinzug der Finnen seit 2007 überraschend. Doch die Skandinavier, oft im Schatten Schwedens, spielten im Gegensatz zu Russland bisher eine ausgezeichnete WM. In der Zwischenrunde hatten sie die «Sbornaja» bereits einmal bezwungen (3:2 n.P.). Nun setzten sie sich erneut durch - und dies völlig verdient.
Granlunds «Airhook» Zur grossen Figur der Partie gegen Russland avancierte der Kleinste. Mikael Granlund, der mit seinen 19 Jahren auch der jüngste Spieler seines Teams ist, erzielte in der 26. Minute mit dem wegweisenden 1:0 das «Tor des Turniers». Wie Servettes Thomas Déruns im Playoff-Final 2010 und Zugs Damien Brunner in diesem Februar traf er mittels «Airhook». Er lud die Scheibe hinter dem Tor auf den Stock und schaufelte sie oberhalb der Schulter des völlig verdutzten russischen Goalies Konstantin Barulin ins Tor. Mit seinem zweiten WM-Tor ist dem finnischen Erstrundendraft von 2009 der Eintrag in die Highlight-Zusammenfassungen sicher.Enttäuschende Russen Jani Lajunen (48.) und im Powerplay Jarkko Immonen (50.) sorgten im letzten Drittel für die Entscheidung. Finnland verdiente sich den Sieg mit einer kompakten Teamleistung. Russland, das zwar im letzten Drittel noch einmal alles versuchte, enttäuschte nicht zum ersten Mal an diesem Turnier. Mit Ausnahme des Viertelfinals gegen Kanada (2:1) vermochten sie nie zu überzeugen. Superstar Alexander Owetschkin blieb auch in seinem vierten Spiel an dieser WM ohne Skorerpunkt, sass dafür zweimal auf der Strafbank.Finnland jubelt über den Einzug ins WM-Final. / Foto: EQ Images
Das hochdekorierte Team von Trainer Slawa Bykow verpasste damit zum ersten Mal seit der Heim-WM 2007 den Final. Zum ersten Mal seit fünf Jahren (2:4 gegen Kanada) absolviert dafür Finnland wieder ein Spiel um die Goldmedaille. Ihren bislang einzigen WM-Titel gewannen die Finnen 1995 - ausgerechnet in Stockholm gegen Schweden. 1992, als erstmals eine WM mit einem Finalspiel entschieden wurde, und 1998 in der Schweiz hatten sie die Finals gegen Schweden jeweils verloren. Finnland - Russland 3:0 (0:0, 1:0, 2:0) Orange Arena, Bratislava. - 9272 Zuschauer. - SR Larkin/Orszag (Sd/Slk), Arm/Semjonow (Sz/Est). - Tore: 26. Granlund (Immonen) 1:0. 48. Lajunen 2:0. 50. Immonen (Granlund/Ausschluss Kowaltschuk) 3:0. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Finnland, 6mal 2 Minuten gegen Russland. Finnland: Vehanen; Lepistö, Salmela; Niskala, Välivaara; Vaananen, Puistola; Kukkonen, Jakkola; Pyörälä, Mikko Koivu, Ruutu; Aaltonen, Kapanen, Komarov; Granlund, Immonen, Pesonen; Pihlström, Nokelainen, Lajunen. Russland: Barulin; Atjuschow, Tjutin; Kornejew, Grebeschkow; Nikulin, Jemelin; Kulikow, Kalinin; Radulow, Sinowjew, Kowaltschuk; Kuljomin, Kaigorodow, Artjuchin; Afinogenow, Gorowikow, Owetschkin; Morosow, Tereschenko, Saripow. Bemerkungen: Russland ohne Nabokow (verletzt).
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