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«...dann werden wir eine zähe Equipe sein»Heinz Günthardts Premiere als Captain des Fedcup-Teams ist mit dem 4:1 gegen Weissrussland gelungen. Im Interview blickt der Erfolgscoach zurück und voraus.fest / Quelle: Si / Sonntag, 22. April 2012 / 21:23 h
Heinz Günthardt, mit dem 4:1-Sieg gegen Weissrussland hat das Schweizer Team bei Ihrer Premiere den Klassenerhalt in der Weltgruppe II geschafft. Trotz des klaren Schlussverdikts war es wie von Ihnen prognostiziert, eine ausgeglichene Angelegenheit. Was gab letztlich den Ausschlag?
Heinz Günthardt: «Es ist immer schwierig, zu sagen, das oder das, da sehr viele verschiedene Komponenten eine Rolle spielen. Der Geist in diesem Team war sehr gut und viele Leute haben dazu beigetragen, selbst jene, die keinen Ball geschlagen haben. Als unsere Girls rausliefen, hatten sie das Gefühl sie seien optimal vorbereitet, jeder steht hinter ihnen. Wieviel das dann bringt, ob man dann bei einem Breakball ein Ass schlägt, ist schwierig zu sagen, aber von dieser Seite her, also Umfeld und Vorbereitung waren optimal.» Was hat Ihnen besonders gefallen, wo sehen Sie noch Steigerungspotenzial? Günthardt: «Steigerungspotenzial gibt es immer und überall, vor allem bei einem so jungen Team, wo jede noch besser werden kann. Sehr gut hat mir aber wirklich der ganze Esprit gefallen, fast am besten hat sich dies im abschliessenden Doppel gezeigt. Sogar als unser Sieg feststand, haben sie (Belinda Bencic/Amra Sadikovic,. Red.) sich geweigert, zu verlieren. Heinz Günthardt, Captain des Fecup-Teams. /
![]() Sie haben zwei Matchbälle abgewehrt und zweieinhalb Stunden gespielt, um den Punkt auch noch zu holen. Falls dieser Esprit in die nächsten Partien gerettet werden kann, werden wir eine zähe Equipe sein...» Sie haben in Ihrer Karriere schon viel erlebt, wohl aber auch noch nie ein Fedcup-Doppel bis zum 7:5 im dritten Satz. Wie haben Sie insgesamt diese Erfahrung erlebt? Günthardt: "Es ist schon sehr anders. Man greift viel weniger ein als, wenn man persönlicher Spieler coacht und hat auch weniger Verantwortung für Technik und Taktik. Man formt ja die Spielerinnen in diesen fünf Tagen nicht, sondern übernimmt sie und versucht, aus dem Vorhandenen das Maximum herauszuholen. Das ist eine ganz andere Aufgabe." Ein Blick in die Zukunft: Diese vier Spielerinnen haben ihre Zukunftnoch vor sich, hinzu kommt auch Romina Oprandi. Sie müssen Grund zur Zuversicht haben. Günthardt: "Ja, absolut. Wir haben zwar noch keinen absoluten Superstar wie die Weissrussinnen gehabt hätten, wenn Asarenka gespielt hätte, aber wir haben ein sehr ausgeglichenes Team. 5,6 Spielerinnen in der Schweiz können auf diesem Niveau spielen und in Zukunft wird man sich in das Team reinspielen müssen. Ich finde dies grndsätzlich sehr gut, denn Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft."
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