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Djokovic zu stark für Federer

Roger Federer hat am Masters-1000-Turnier in Rom seinen dritten Finaleinzug nach 2003 und 2006 verpasst. Der Schweizer blieb im Halbfinal gegen Novak Djokovic ohne grosse Chance und verlor 2:6, 6:7 (4:7).

bg / Quelle: Si / Samstag, 19. Mai 2012 / 22:31 h

Die Weltnummer 1 aus Serbien trifft nun morgen Sonntag in der Neuauflage des letztjährigen Finals auf Rafael Nadal. Der Mallorquiner, der mit einem Turniersieg Federer wieder als Nummer 2 des Rankings ablösen könnte, sicherte sich dank einem 7:6 (8:6), 6:0 gegen seinen Landsmann David Ferrer seine 70. Finalteilnahme auf der ATP-Tour. «No Roger, no Party» stand auf einem Plakat geschrieben, als Djokovic und Federer, die Nummern 1 und 2 der Weltrangliste, gestern Abend kurz nach 20 Uhr den mit 10'500 Zuschauern ausverkauften Centre Court des Foro Italico betreten hatten. Federer war zwar da, zu feiern hatte er im 25. Duell mit Djokovic am Ende aber nichts. Der Serbe erwies sich gestern einmal mehr als zu stark für den Schweizer.

Kleiner Zwischenspurt von Federer

Erst gegen Ende des zweiten Satzes wurde das mit viel Spannung erwartete Duell zu einer hochklassigen und ausgeglichenen Angelegenheit. Nachdem Federer lange wie der klare Verlierer ausgesehen hatte, fand der Baselbieter mit einem kleinen Zwischenspurt zurück in die Partie. Zuerst wehrte er beim Stand von 4:5 und Aufschlag Djokovic einen Matchball bravourös ab und nutzte danach die erste sich bietende Breakchance der Partie und glich zum 5:5 aus. Im Tiebreak gab letztlich ein Mini-Break den Ausschlag zugunsten Djokovics.



Roger Federer scheidet im Halbfinale in Rom aus. (Archivbild) / Foto: EQ Images

Nach 1:38 Stunden beendete ein Rückhandfehler Federers die Partie. Djokovic war bis zum vergebenen Matchball sehr dominant aufgetreten. Der Titelverteidiger beging kaum einen Fehler und war von der Grundlinie lange Zeit der klar bessere Spieler. Was Federer auch versuchte, die Weltnummer 1 blieb unbeeindruckt und hatte fast immer eine Antwort bereit. Hinzu kam, dass dem Schweizer zu viele Fehler unterliefen. Insgesamt produzierte Federer 42 unerzwungene Fehler, knapp die Hälfte davon mit der Vorhand. Und bei der Rückhand fehlte dem Baselbieter in den langen Grundlinienduellen oftmals die nötige Sicherheit.

Bilanz spricht Bände

Federer zog somit im ersten Aufeinandertreffen mit Djokovic seit der bitteren Halbfinal-Niederlage am US Open in New York im letzten September einmal mehr den Kürzeren. Es war bereits die fünfte Pleite des Schweizers gegen den Serben in den letzten eineinhalb Jahren. Nur einmal verliess der 16-fache Major-Sieger in dieser Zeitspanne den Platz gegen die Weltnummer 1 als Sieger. Im Halbfinal des French Open im letzten Juni in Paris war es Federer gelungen, die fulminante Siegesserie Djokovics zu stoppen.

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