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Doch kein Beweis für Chemiewaffen in Syrien?

Genf - Für den von Frankreich behaupteten Einsatz von Nervengas in Syrien gibt es nach Ansicht des zuständigen UNO-Experten bislang keinen Beweis. Die Aussagekraft der französischen Erkenntnisse reiche nicht aus, erklärte der schwedische Chemiewaffenexperte Åke Sellström.

bert / Quelle: sda / Donnerstag, 6. Juni 2013 / 11:01 h

Sellström war im März von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zum Leiter einer Expertengruppe ernannt worden, die Vorwürfe des Einsatzes von weltweit geächteten Chemiewaffen in Syrien prüfen soll. Der Schwede hatte in den 90er Jahren im UNO-Auftrag die Vernichtung von C-Waffen im Irak überwacht. Sellström habe am Dienstag in Paris Informationen der französischen Regierungen zu Berichten über den angeblichen Einsatz von Chemiewaffen in Syrien erhalten, teilte die UNO am Donnerstag in Genf mit. Er habe daraufhin erneut erklärt, dass Vor-Ort-Inspektionen erforderlich seien, um Fakten zu ermitteln. Auch Ban Ki Moon habe die Notwendigkeit von Untersuchungen im Kriegsgebiet betont.



Åke Sellström und UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon fordern Untersuchungen im Kriegsgebiet. /

Die syrische Regierung verweigere einer entsprechenden UNO-Mission jedoch den Zugang. Aussenminister Laurent Fabius hatte am Dienstag erklärt, bei Tests von Proben aus Syrien sei in französischen Labors das Nervengas Sarin nachgewiesen worden. Er machte keine Angaben, wo und von wem der Kampfstoff eingesetzt worden sein soll. Die britische Regierung doppelte später nach. Beim Test von Proben aus Syrien seien Spuren von Sarin festgestellt worden, sagte ein britischer Regierungssprecher am Mittwoch in London.

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