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Tram soll der Region Bern schmackhaft gemacht werden

Bern - Viel Mehrwert zu einem attraktiven Preis: Unter diesem Motto soll den Stimmberechtigten von Ostermundigen, Köniz und Bern das Tram Region Bern schmackhaft gemacht werden. Die drei Gemeindeabstimmungen finden am 28. September 2014 statt.

fest / Quelle: sda / Montag, 10. Juni 2013 / 16:50 h

Das definitive Bauprojekt weist Gesamtkosten von 495 Millionen Franken aus, wie die kantonale Baudirektorin Barbara Egger am Montag vor den Medien bekanntgab. Vors Volk kommen allerdings nur die drei Gemeindebeiträge in der Höhe von insgesamt rund 93 Millionen Franken. Den Rest übernehmen Bund und Kanton. Bereits ab diesem Mittwoch werden die Pläne für die Strecke in Bern und Ostermundigen für einen Monat öffentlich aufgelegt. Das Plangenehmigungsverfahren für den Könizer Teil folgt später. Im Idealfall werden die notorisch überfüllten 10er-Busse ab dem Jahr 2022 durch Trams ersetzt.

Die drei zuständigen Gemeinderätinnen hoffen, dass die Bürger die Chance beim Schopf packen werden. Denn vom Tram Region Bern profitieren nach ihrer Überzeugung alle. Und mit dem Bau könnten auch gleich Arbeiten günstig erledigt werden, die ohnehin anfallen - beispielsweise die Erneuerung von Werkleitungen.

Zweite Tramachse in Bern

Der Anteil der Stadt Bern beläuft sich auf knapp 48 Millionen Franken. Bern profitiere auch am meisten, betonte Gemeinderätin Ursula Wyss: Der Zehnerbus sei heute vor allem auf Stadtgebiet oft überfüllt, zudem lasse eine Tramlinie den Wohn- und Wirtschaftsraum prosperieren. Das habe sich auch in Bern-West gezeigt.

Im Abstimmungskampf wird Wyss wohl vor allem Ängsten entgegentreten müssen, dass die zusätzlichen Trams zu einem Kollaps in der Innenstadt führen.



Die Gesamtkosten für Tram Region Bern werden mit 495 Millionen Franken veranschlagt. / Foto: bernmobil.ch

Der Gemeinderat wolle deshalb bereits im ersten Halbjahr 2014 den Projektierungskredit für eine zweite Tramachse vorlegen, bekräftigte die Tiefbau- und Verkehrsdirektorin.

"Gutes Kosten-Nutzen-Verhälntis"

Am wenigsten Widerstand ist in Ostermundigen zu erwarten, wo sich die Abstimmung um rund 28 Millionen Franken drehen wird. Gemeinderätin Regula Unteregger betonte, das Projekt habe ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Auch ohne Tram Region Bern wären Sanierungen im Zentrum nötig.

Offene Fragen gibt es in Köniz, wo die Stimmberechtigten einen Gemeindeanteil von 17 Millionen Franken für den Ast Eigerplatz bis Schliern freigeben sollen. Das zweite Teilprojekt, die Verlängerung des Neunertrams bis Kleinwabern, steht noch nicht zur Debatte. "Ein starkes Volks-Ja 2014 zum Tram Region Bern wäre aber ein wertvolles Signal", sagte Gemeinderätin Katrin Sedlmayer.

Sollte Köniz oder Ostermundigen nächstes Jahr Nein sagen, dann ist es laut Regierungsrätin Egger trotzdem möglich, den anderen Ast zu realisieren. Falls hingegen Bern Nein sagt, "dann müssen wir die Lage neu prüfen". Sie sei aber überzeugt, dass sich die Stadtberner ihrer regionalen Zentrumsfunktion bewusst seien.

Drei Teilprojekte nicht mitgerechnet

Die Gesamtkosten für Tram Region Bern werden mit 495 Millionen Franken angegeben, etwas weniger als bislang angenommen. Allerdings werden die Kosten für drei Teilprojekte nicht mehr mitgerechnet.

Die Unterführung beim Bahnhof Ostermundigen (31 Mio) wird dem Vorhaben "ÖV-Knoten Ostermundigen" zugeschlagen. Der Umbau des Berner Viktoriaplatzes (knapp 20 Mio) wird in das Projekt zur Sanierung des Breitenrainplatzes integriert, das 2015 vors Volk kommt. Und das Projekt Kleinwabern ist noch nicht spruchreif; bislang ging man dafür von Kosten von 45 Mio aus.

 




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