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«Wir haben sie nicht unterschätzt»Die Schweizer unterlagen Norwegen, weil die Spieler den Gegner unterschätzten. «Nicht ein Spieler in der Garderobe hatte das Gefühl, dass wir dieses Spiel verlieren können», sagte Marcel Jenni nach der 2:3-Niederlage.Rolf Bichsel / Quelle: Si / Dienstag, 18. Mai 2010 / 08:34 h
Und wie wirkt sich so ein Gefühl auf das Spiel aus? Jenni: «Es fehlten im Vergleich zu den Spielen gegen Kanada und Tschechien ein paar Prozent. Und dann kommt man den Bruchteil zu spät. Man versucht zu korrigieren, aber das ist nicht mehr einfach.»
«Wir haben sie nicht unterschätzt» Nicht alle gaben wie Jenni offen zu, die Norweger zu wenig Ernst genommen zu haben. «Wir haben sie nicht unterschätzt», behauptete Ivo Rüthemann zuerst. «Wir wollten unsere Siegesserie weiterführen und auch dieses Spiel stark beginnen. Aber wir konzentrierten uns am Anfang weniger gut als in den vorangegangenen Partien.» Ist das denn nicht das typische Indiz für das Unterschätzen des Gegners? Rüthemann: «Doch, mit dieser Argumentation haben Sie wohl Recht. Aber ich habe die Norweger nicht unterschätzt.»«Die Konsequenz fehlte» Für die etwas laschere Einstellung musste Goalie Martin Gerber büssen, der ohne Abwehrchance aus den ersten fünf Schüssen drei Gegentore kassierte.Andres Ambühl (l.) und Ivo Rüthemann ziehen nach dem Spiel enttäuscht von Dannen. / Foto: EQ Images
Gerber: «Wir waren am Anfang nicht parat. Es fehlte die letzte Konsequenz. Uns Spielern war klar, dass es gegen Norwegen nicht um viel geht, dass erst gegen Schweden der Gruppensieg auf dem Spiel steht. Diese Ausgangslage einfach so zu verdrängen, ist schwierig.» Murray verschlug es die Sprache Weniger leicht nahmen die Coaches die Niederlage. «Berater» Andy Murray, der während den Partien via Headset permanent mit der Bank kommuniziert (mit Assistent Manuele Celio), versuchte schon in den ersten Minuten, von oben korrigierend einzugreifen. «Manchmal habe ich Erbarmen mit Manuele (Celio), weil ich dauernd auf ihn einrede», so Murray. Nach vier Minuten und dem ersten Gegentor war aber auch Murray für drei Minuten einfach sprachlos. Murray wollte, wie auch Sean Simpson, gegen Norwegen um keinen Preis verlieren. Murray: «Denn es ist einfacher weiterzusiegen als wieder damit anzufangen».
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