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Murray gewinnt auch in Schanghai und überholt Federer im RankingAndy Murray löst Roger Federer in der heute (Montag) erscheinenden Weltrangliste als Nummer 3 ab. Der Schotte entschied mit einem 7:5, 6:4-Finalsieg gegen den Spanier David Ferrer auch das Masters-1000-Turnier in Schanghai für sich.fest / Quelle: Si / Sonntag, 16. Oktober 2011 / 13:14 h
Federer gehörte seit dem 7. Juli 2003, dem Tag nach seinem ersten Wimbledon- und ersten Grand-Slam-Sieg, ununterbrochen den Top-3 des Ranking an. Viel deutet nun aber darauf hin, dass Federer die aktuelle Saison nicht mehr unter den ersten drei beenden wird. In der Jahreswertung hat Novak Djokovic fast 8000, Rafael Nadal über 4000 und Andy Murray genau 2005 Punkte mehr gewonnen als Federer, der aus der Vorsaison im Oktober und November noch Turniersiege in Stockholm, Basel und London (Masters) zu verteidigen hat. Derzeit steht Federer dem fünften Weltranglistenplatz näher als den ersten drei: Der Vorsprung des Baselbieters auf den Spanier David Ferrer, den Finalisten von Schanghai und Fünftplatzierten in der Jahreswertung, beträgt noch 700 Punkte. Roger Federer bestreitet sein nächstes Turnier Ende Oktober in Basel.
Federer wird sich nicht daran stören, dass Andy Murray an den Swiss Indoors nicht mitspielen wird. Der 24-jährige Schotte erfreut sich seit dem Sommer einer Glanzform. Bei der erfolgreichen Titelverteidigung in Schanghai nahm ihm nur Stanislas Wawrinka in den Achtelfinals einen Satz ab. Seit Cincinnati unmittelbar vor dem US Open gewann Murray 25 von 26 Einzeln; die einzige Niederlage in diesem Zeitraum kassierte er am US Open in den Halbfinals gegen Rafael Nadal. Zuletzt holte Murray in Asien innerhalb von drei Wochen drei Turniersiege (Bangkok, Tokio, Schanghai). Im Ranking vor Federer ein grosser Erfolg "Nach dem US Open setzte ich mir zum Ziel, die Saison so gut wie möglich zu beenden und noch möglichst viele Spiele zu gewinnen", sagte Murray. "Noch steht nicht fest, dass ich das Jahr als Nummer 3 beenden werde. Andy Murray (Archivbild) / Foto: YUTAKA EQ Images
Ein paar weitere Spiele muss ich schon noch gewinnen. Aber es sieht gut aus. Und es gibt in den letzten fünf, sechs, sieben Jahren nicht viele Spieler, die von sich behaupten können, eine Saison vor Federer beendet zu haben. Wenn mir das gelingt, wäre das schon ausgesprochen schön." Andy Murray befindet sich zumindest auf gutem Weg. Im Final in Schanghai gegen David Ferrer bekundete er mehr Mühe als eine Woche zuvor im Halbfinal von Tokio, wo er dem Iberer nur fünf Games zugestanden hatte. Bis zum 5:5 im ersten Satz verlief das Endspiel völlig ausgeglichen, obwohl Murray dem Gegner gleich zu Beginn der Partie in einem zehnminütigen Game den Aufschlag abgenommen hatte. Vom 4:5 bis zum 7:5, 3:1 gewann Murray praktisch alle wichtigen Punkte. In der Folge bot sich David Ferrer keine Möglichkeiten mehr, das Steuer nochmals herumzureissen. "In den letzten Wochen gelangen mir zweifellos bessere Leistungen als im Final gegen Ferrer. Aber es reichte zum Turniersieg, und alleine das zählt." Erfolgreich ohne Grand-Slam-Titel Murray feierte den fünften Saisonsieg und den achten Turniersieg an einem Masters-1000-Event (früher Masters Series). In der ewigen Rangliste seit Bestehen der ATP-Tour (1990) schloss er mit diesen acht Masters-Siegen auf Platz 6 zum Sandplatzkönig Thomas Muster aus. Murray festigte seinen Ruf als erfolgreichster Spieler der Geschichte, der noch kein Grand-Slam-Turnier gewonnen hat. Aber was noch nicht ist, kann ja bekanntlich noch werden -- vor allem wenn Murray weiterspielt wie in den vergangenen Wochen.
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