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Magnussen wieder Weltspitze - WM-Gold über 100 m CrawlWie vor zwei Jahren in Schanghai war James Magnussen auch an den WM in Barcelona über 100 m Crawl nicht zu schlagen. Dem Australier glückte damit auch die Olympia-Revanche, nachdem er in London als grosser Favorit nur Zweiter geworden war.dap / Quelle: sda / Donnerstag, 1. August 2013 / 22:52 h
Magnussens Siegerzeit im Palau Sant Jordi war mit 47,71 nicht aussergewöhnlich gut. Seine persönliche - gleichzeitig auch die schnellste je in einem textilen Anzug realisierte - Bestzeit ist mehr als sechs Zehntel besser. Doch der 22-jährige Australier ging in Barcelona den Final verhalten an. Bei der Wende nach 50 m war Magnussen mit fast einer Sekunde Rückstand auf den letztlich fünftklassierten Russen Wladimir Morosow nur Fünfter gewesen. «Mit dem Wissen der letzten zwölf Monate und den Erfahrungen, die ich da gemacht habe, gab ich auf den letzten 15 Metern wirklich alles. Nun bin ich ganz einfach glücklich», so Magnussen, der mit elf Hundertsteln Vorsprung vor dem Amerikaner James Feigen gewann. Dessen Landsmann und Olympiasieger Nathan Adrian musste sich weitere zwei Hundertstel zurück mit Bronze begnügen.
Vor Jahresfrist in London war Magnussen über die 100 m Crawl Top-Favorit gewesen. Doch letztlich musste er sich Adrian um einen Hundertstel geschlagen geben, der im Schwimmen knappst möglichen Marge. Und im 50-m-Sprint verpasste Magnussen gar die Teilnahme am Final, womit er als Symbol für das Versagen der australischen Männer stand, die im olympischen Pool ohne Goldmedaille blieben. In Barcelona haben sie dank Magnussen und Christian Sprenger (über 100 m Brust) bereits deren zwei gewonnen.
Wieder Weltrekord im Halbfinal
Wie am Montag die Lettin Ruta Meilutyte über 100 m Brust sorgte über die doppelte Distanz auch die Dänin Rikke Pedersen bereits im Halbfinal für einen Weltrekord - den insgesamt dritten an diesen Titelkämpfen in Katalonien. Die 24-Jährige aus Odense schlug in 2:19,11 an, womit sie um 0,48 Sekunden unter der letztjährigen Bestmarke der Amerikanerin Rebecca Soni blieb. Pedersen ist die erste dänische Weltrekordhalterin seit fast 57 Jahren. «Ich bin unglaublich glücklich und aufgeregt. Nun muss ich aber nach vorne auf den Final schauen», sagte Pedersen, die zwar Kurzbahn-Weltmeisterin über 200 m Brust ist, aber auf der Langbahn noch nie eine WM-Medaille gewann. Die Dänin avancierte mit ihrer Leistung natürlich zur grossen Favoritin auf den Titel.
Der Australier James Magnussen. / Foto: Christopher Kelemen EQ Images
Pedersens Hauptkonkurrentin im Kampf um Gold wird die Russin Jelena Jefimowa sein, die wenige Minuten später im zweiten Halbfinal nur um 0,74 Sekunden langsamer war. Lochtes 13. WM-Titel Amerikanische Siege gab es durch Ryan Lochte über 200 m Lagen der Männer und die 4x200-m-Crawlstaffel der Frauen. Lochte gewann souverän in 1:54,98 und wurde damit auf dieser Strecke zum dritten Mal in Serie Weltmeister. Der 28-Jährige hat damit neben fünf Olympiasiegen auch 13 WM-Titel im Palmarès. Am Mittwoch hatte Missy Franklin über 200 m Crawl vor der Titelverteidigerin Federica Pellegrini triumphiert. Tags darauf sorgte die 18-jährige Amerikanerin höchst persönlich dafür, dass ihre Siegesserie auch nach dem fünften Finalabend in Barcelona anhielt. Sie wandelte als Schlussschwimmerin des US-Quartetts einen Rückstand von 1,12 Sekunden in einen Vorsprung von fast zwei Sekunden um. Damit hat Franklin in Barcelona schon viermal Gold gewonnen - bei drei noch ausstehenden Gelegenheiten. Für ihre Teamkollegin Katie Ledecky wars im dritten WM-Rennen der dritte Titel. Die gar erst 16-Jährige wird in Katalonien mit den 800 m Crawl noch ein weiteres Rennen bestreiten. Über 200 m Delfin verpasste die Spanierin Mireia Belmonte den ersten Triumph an den Heim-WM nur um 0,19 Sekunden. Gold sicherte sich in 2:04,59 Liu Zige, die chinesische Weltrekordhalterin und Olympiasiegerin von 2008 über diese Distanz. Auch über 50 m Rücken triumphierte mit Zhao Jing die Weltrekordhalterin aus China (in 27,29). Für die 22-Jährige war es der vierte WM-Titel. Erfolgreichste Nation am Mittwochabend war Südafrika gewesen. Über 200 m Delfin bestätigte Chad le Clos seinen Olympiasieg von London, wo er Michael Phelps zur Überraschung aller auf den letzten Metern noch überflügeln konnte. In Barcelona siegte der 21-jährige Südafrikaner in 1:54,32 mit fast sieben Zehnteln Vorsprung vor dem Polen Pawel Korzeniowski. 20 Minuten später gab es für Südafrika durch Cameron van der Burgh (50 m Brust) schon die zweite Goldmedaille des Abends zu bejubeln. Über 800 m Crawl setzte sich erwartungsgemäss der Chinese Sun Yang durch.
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