Im August 1969 pilgerten zehntausende mehr oder weniger junge Menschen in ein amerikanisches Nest namens Woodstock. Sie berauschten, betanzten und liebten sich
und schwitzten wie die Affen.
Schweiss war schon einige Monate davor geflossen, im Engadin, bei weit kälteren
Temperaturen: Als nicht ganz so viele Leute von Maloja nach S-chanf aufbrachen, mit Langlauf-Skiern an den Füssen. 42 Kilometer, über die gefrorenen Silser- und den Silvaplanaseen, hinauf in den Stazerwald, hinunter nach Pontresina, rüber auf die rechte Talseite via Zuoz, mit letzter Kraft über die Ziellinie.
Gegen 13'000 Profi- und Breitensportler plagen sich jeweils am zweiten März-Sonntag beim Engadin Skimarathon. / Foto: winterguide.ch

Der Startschuss zum ersten «Engadiner» lancierte zugleich das, was heute weltweit
den Teilnehmerrekord hält unter den Nordisch-Wettkämpfen. Erst einmal wurde der Skimarathon aus Schneemangel abgesagt, 1991 war das. Aber wenn wir einmal 2013 als Massstab nehmen, dann dürfte heuer die 46. Austragung gesichert sein.