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Schweizer Moslems reagieren gegen Minarett-Verbot

Bern - Nach der Abstimmung über die Minarettverbots-Initiative gehen die Schweizer Moselms in die Offensive - allerdings nicht gemeinsam. Einige rufen zu Protesten auf, andere setzen auf stille Hintergrund-Arbeit, um den Islam-Ängsten in der Gesellschaft zu begegnen.

bert / Quelle: sda / Donnerstag, 10. Dezember 2009 / 17:40 h

So will der Präsident der Föderation islamischer Organisationen in der Schweiz (FIDS), Hisam Maizar, das Feld nicht der populistischen Rechten überlassen, wie er gegenüber der Westschweizer Zeitung «Le Temps» ausführte. Er will ein Positionspapier zu den Themen ausarbeiten, die in der Öffentlichkeit zu Vorurteilen führten. Dabei sucht er die Zusammenarbeit mit anderen islamischen Organisationen in der Schweiz. «Wir sind die direkt Betroffenen, also sind wir eher in der Lage als die politischen Parteien, eine solche Arbeit durchzuführen», präzisierte er. Einen Termin für die Fertigstellung dieses Papiers wollte er nicht nennen. Dazu sei seriöse Hintergrundarbeit nötig, Stammtischgespräche genügten nicht.



Hisam Maizar will die Vorurteile in der Bevölkerung in einem Positionspapier angehen. (Archivbild) /

Demo in Bern und Parteigründung

Nicht auf stille Hintergrundarbeit, sondern auf öffentlichen Auftritt setzt der Islamische Zentralrat Schweiz. Er hat für den kommenden Samstagnachmittag zu einer Demonstration auf dem Bundesplatz in Bern aufgerufen. Die Stadtberner Polizei prüft, ob sie die Platzkundgebung bewilligen will, wie Marc Heeb vom Polizeiinspektorat darlegte. Zum jetzigen Zeitpunkt spreche nichts dagegen, schliesslich gebe es keine «präventive Zensur». Zur Gründung einer islamischen Partei hat der Präsident der Liga der Muslime im Tessin aufgerufen. So könnten die Interessen der vielkritisierten Minderheit am besten verteidigt werden.

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Anti-Minarett-Initiative klar angenommen

 Kommentare lesen (2 Beiträge)
· Der BundesratArielFr, 11.12.2009 10:09
· Ja genau…kaktusFr, 11.12.2009 09:45
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