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Starben die Hunde in Zürich an Traubenabfällen?Zürich - Die sieben Hunde, die nach Spaziergängen in Zürich-Höngg mit Vergiftungssymptomen zu einem Tierarzt gebracht wurden, sind vermutlich nicht absichtlich vergiftet worden. Mindestens drei Tiere hatten während eines Spaziergangs Mist gefressen und starben danach.bert / Quelle: sda / Donnerstag, 25. Februar 2010 / 15:12 h
Gemäss Ermittlungen der Zürcher Stadtpolizei hatten die drei Vierbeiner vermutlich an fast derselben Stelle auf einem Feld im Stadtteil Höngg etwas gefressen.
Wie die Polizei mitteilte, war auf diesem Feld Mist ausgestreut, der mit Traubenabfällen, sogenanntem Traubentrester, versetzt war.
Der nährstoffreiche Trester wird seit Jahrhunderten in ganz Europa als Düngemittel verwendet. Er dient zudem als Futtermittel für Wildtiere.
So werden etwa am Zürcher Hausberg, dem Üetliberg, die Rehe in den Wintermonaten mit Traubentrester gefüttert.
«Keine eindeutigen Resultate» Die Analyse von Mist- und Tresterproben vom Hönggerberg durch den Wissenschaftlichen Dienst der Stadtpolizei ergab, dass sich darin keine toxischen Stoffe befanden.Die Hunde in Zürich-Höngg sind vermutlich doch nicht absichtlich vergiftet worden.(Symbolbild) / Foto: greatdogsite.com
Auch die in Bern vorgenommene Autopsie der toten Hunde sowie weitere Abklärungen ergaben hinsichtlich der Todesursache «keine eindeutigen Resultate». Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse sei deshalb davon auszugehen, dass die Hunde erkrankt seien, weil sie Traubentrester gefressen haben, schreibt die Polizei. In Tierarztkreisen sei bekannt, dass das Fressen von Traubenabfällen bei Hunden zu Nierenproblemen bis hin zu Nierenversagen führen könne. Verstoss gegen Umweltschutzgesetz? Die Verwendung von Tiermist und Trester als Dünger in der Landwirtschaftszone ist grundsätzlich erlaubt, jedoch nicht während der Vegetationsruhe sowie auf gefrorenem oder schneebedecktem Boden. Ob auf dem Hönggerberg mit der Streuung des Mists gegen das Umweltschutzgesetz verstossen wurde, wird derzeit geprüft. Im Sinne einer Sofortmassnahme darf der Pächter des städtischen Gutsbetriebs Juchhof ab sofort keinen Trester mehr auf die Felder ausbringen, wie Stadträtin Ruth Genner (Grüne) an einer kurzfristig anberaumten Medienkonferenz sagte.
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