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Gnassingbé bleibt Präsident in Togo - Wahlmanipulation?

Nairobi/Lomé - In der westafrikanischen Republik Togo hat Amtsinhaber Faure Gnassingbé nach Angaben der nationalen Wahlkommission die Präsidentschaftswahl mit knapp 61 Prozent der abgegebenen Stimmen gewonnen.

bert / Quelle: sda / Sonntag, 7. März 2010 / 08:07 h

Der Vorsitzende des Gremiums, Issifou Taffa Tabiou, erklärte in der Hauptstadt Lomé, Gnassingbé habe mehr als 1,24 Millionen Stimmen auf sich vereint. Sein stärkster Herausforderer, Jean-Pierre Fabre von der Oppositionspartei UFC, kam demnach mit gut 690'000 Stimmen auf knapp 34 Prozent. Auf Platz drei folgte weit abgeschlagen der frühere Regierungschef Yawovi Agboyibo mit knapp drei Prozent der Stimmen. Insgesamt hatten sich sieben Kandidaten für die Präsidentschaft beworben.

Manipulations-Vorwürfe

Fabres Partei, die Union der Kräfte für einen Wandel (UFC), wirft der Wahlkommission Manipulation vor. Sie will das Wahlergebnis anfechten und hat weitere Proteste angekündigt. Bereits am Samstagabend demonstrierten Anhänger der Opposition wegen der angeblichen Unregelmässigkeiten.



Faure Gnassingbé ist seit 2005 das Staatsoberhaupt von Togo. (Archivbild) /

Die Polizei setzte Tränengas gegen sie ein. Auch die Wahlbeobachter der EU hatten mangelnde Transparenz bei der Auszählung und Übermittlung der Stimmen kritisiert. Da es keine Möglichkeit zur Überprüfung der Stimmzettel gegeben habe, sei Misstrauen angebracht, erklärten sie.

Amt durch Militär verliehen

Nach dem Urnengang am Donnerstag hatten beide Kandidaten den Sieg für sich beansprucht. Gnassingbé ist der Sohn des langjährigen Militärdiktators Gnassingbé Eyadema. Das Militär hatte ihn nach dem Tod seines Vaters 2005 als Staatsoberhaupt eingesetzt. Nach internationalen Protesten stellte sich Gnassingbé noch im gleichen Jahr einer Wahl, die von der Opposition jedoch boykottiert wurde.

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