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Schweizer mit Steigerungspotenzial

Roger Federer steht am US Open in New York nach einem 6:4, 6:3, 6:2-Erfolg über Santiago Giraldo in der 2. Runde. Federer muss sich aber steigern, will er um den Turniersieg mitspielen. Auch Stanislas Wawrinka startete erfolgreich ins Turnier.

fest / Quelle: Si / Dienstag, 30. August 2011 / 22:30 h

Der Weltranglistendritte Roger Federer, der in der Jahreswertung nur noch Platz 4 belegt (hinter Djokovic, Nadal und Murray), legte zwar los wie die Feuerwehr, vermochte die Pace aber bloss 25 Minuten lang auf diesem hohen Niveau zu halten. Nach einer 5:1, 40:15-Führung bei eigenem Aufschlag musste Federer sogar noch um den Gewinn des ersten Satzes bangen. Giraldo (ATP 56) schaffte zwei Breaks hintereinander, verkürzte auf 4:5, brachte danach aber den eigenen Aufschlag nicht mehr durch. Auch im zweiten Abschnitt verspielte Federer einen Breakvorsprung (3:0), ehe er sich den Satz sicherte.

Obwohl sich der Kolumbier nicht als bärenstarker Widersacher erwies, und obwohl Federer während der ersten beiden Sätze deutlich mehr Fehler als Gewinnschläge produzierte (was er im dritten Satz aber noch korrigieren konnte), äusserte sich der Schweizer zu seiner Leistung fast nur positiv. Federer: "Ich spielte gut, also kann ich zufrieden sein. Vielleicht hätte es phasenweise besser laufen können, alles in allem war es aber ein erfreulicher Auftakt." Die Schwierigkeiten nach dem phänomenalen Empfang, den ihm das Publikum bereitete (Federer: "Für diese Momente trainierst du"), und dem Startfurioso schloss Federer auf den heuer langsameren Belag zurück: "Selbst gute Aufschläge garantieren den Punktgewinn noch nicht. Es ist schwierig, mit dem Aufschlag zu 'billigen' Punkten zu kommen. Das hat sicherlich zum unkonstanten Spiel seinen Teil beigetragen. Aber je länger das Spiel dauerte, desto besser konnte ich mich anpassen."

Den langsameren Belag am US Open findet Federer gar keine gute Sache -- und nicht etwa, weil ihm eine schnellere Unterlage besser passen würde. Federer: "Aber alle Grand-Slam-Turniere gleichen sich einander an. Ich frage mich, ob das nicht ein Fehler ist. Dem Sport tun doch andere Beläge und andere Bedingungen gut. Es ist unglücklich, dass mittlerweile die Unterschiede an den Grand-Slam-Turnieren nur noch minimal sind. In Paris sorgen sie für schnelle Plätze, und die Courts am US Open, die früher die schnellsten waren, spielen sich plötzlich viel langsamer. Diese Bedenken habe ich. Aber keine Frage: die langsameren Courts garantieren ein grossartiges Turnier. Es dürfte superathletisch werden, was ich mag. Also ist alles gut."

In der 2. Runde trifft Federer am Donnerstag auf Dudi Sela (Isr), die Nummer 96 der Welt. Sela setzte sich nach einem 4:6, 2:6, 1:3-Rückstand gegen Thomaz Bellucci in fünf Sätzen durch (4:6, 2:6, 6:4, 6:3, 6:0). Federer und der Israeli standen sich erst einmal gegenüber; vor sechseinhalb Jahren siegte Federer am French Open 6:1, 6:4, 6:0. Sela: "Damals qualifizierte ich mich als 18-Jähriger erstmals für ein Majorturnier und konnte es kaum fassen, gegen Federer spielen zu dürfen. Ich denke, dass ich mittlerweile ein viel besserer Spieler bin. Aber Illusionen mache ich mir keine. Primär will ich die Partie geniessen."

Wawrinka startete schwach

Kein Genuss aus Schweizer Optik war die erste Stunde des Erstrundenspiels von Stanislas Wawrinka. Der 26-jährige Waadtländer geriet gegen Maximo Gonzalez (ATP 105), der vorher zwölf Einzel hintereinander verloren hatte, mit 3:6, 0:2 in Rückstand. Just als sich die Fans um Wawrinka zu sorgen begannen, gelang der Nummer 2 der Schweiz die Wende. Er gewann zuerst vier Games hintereinander (vom 0:2 zum 4:2 im zweiten Satz), später sechs Spiele in Serie (vom 0:1 zum 6:1 im dritten Satz) und gab danach das Steuer nicht mehr aus der Hand. Wawrinka fehlt aber noch jegliches Selbstvertrauen; ein Lauf wie vor einem Jahr in Flushing Meadows (Viertelfinalqualifikation) erscheint unwahrscheinlich.

In der 2. Runde bekommt es Wawrinka am Freitag mit dem 22-jährigen Amerikaner Donald Young zu tun. Young belegt in der Weltrangliste Platz 85, vor allem weil er vor einem Monat in Washington mit vier Siegen (u.a. gegen Jürgen Melzer) die Halbfinals erreichte. Zuvor tummelte sich Young vor allem an Challengerturnieren herum. Wawrinka und Young treffen zum ersten Mal aufeinander.

Djokovics Kurzauftritt

Grosse Überraschungen blieben seit dem Ausscheiden der Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus. Novak Djokovic stand nur 44 Minuten lang auf dem Centre Court, dann gab der Ire Conor Niland beim Stand von 0:6, 1:5 wegen einer Magenverstimmung auf. Einen rabenschwarzen Tag erwischte der als Nummer 15 gesetzte Michail Juschni. Der Vorjahreshalbfinalist scheiterte in drei Sätzen an Ernests Gulbis. Juschni wird wegen dieser Niederlage in der Weltrangliste von Platz 50 auf etwa Position 60 zurückfallen. Francesca Schiavone, die Siegerin des Turniers von Roland-Garros 2010, setzte sich gegen Galina Woskobajewa 6:3, 1:6, 6:4 durch, obwohl ihr, als sie zum Sieg aufschlug, fünf Doppelfehler (von total 16) unterliefen.

Resultate:
Flushing Meadows, New York. US Open. Grand-Slam-Turnier (23,7 Mio. Dollar/Hart). Männer-Einzel, 1. Runde: Roger Federer (Sz/3) s. Santiago Giraldo (Kol) 6:4, 6:3, 6:2. Stanislas Wawrinka (Sz/14) s. Maximo Gonzalez (Arg) 3:6, 6:4, 6:1, 6:3. Novak Djokovic (Ser/1) s. Conor Niland (Irl) 6:0, 5:1 w.o. (Magenverstimmung). David Ferrer (Sp/5) s. Igor Andrejew (Russ) 2:6, 6:3, 6:0, 6:4. Gael Monfils (Fr/7) s. Grigor Dimitrov (Bul) 7:6 (7:4), 6:3, 6:4. Jo-Wilfried Tsonga (Fr/11) s. Lu Yen-Hsun (Taiwan) 6:4, 6:4, 6:4. Alejandro Falla (Kol) s. Viktor Troicki (Ser/15) 3:6, 6:3, 4:6, 7:5, 7:5. Ernests Gulbis (Lett) s. Michail Juschni (Russ/16) 6:2, 6:4, 6:4. Jürgen Melzer (Ö/17) s. Eric Prodon (Fr) 6:2, 7:6 (7:4), 6:2. Radek Stepanek (Tsch/23) s. Philipp Kohlschreiber (De) 6:4, 6:1, 6:3. Juan Ignacio Chela (Arg/24) s. Marinko Matosevic (Au) 3:1 w.o. (Verletzung). Florian Mayer (De/26) s. Adrian Mannarino (Fr) 6:2, 6:0, 6:1. Nikolai Dawydenko (Russ) s. Ivan Dodig (Kro/32) 6:7 (6:8), 6:3, 6:0, 2:6, 6:2. Dudi Sela (Isr) s. Thomaz Bellucci (Br) 4:6, 2:6, 6:4, 6:3, 6:0. Tommy Haas (De) s.



Stanislas Wawrinka. / Foto: EQ Images

Jonathan Desnières de Veigy (Fr) 6:3, 6:4, 6:7 (5:7), 6:1. Juan Carlos Ferrero (Sp) s. Pablo Andujar (Sp) 1:6, 7:5, 5:7, 6:1, 6:3. Malek Jaziri (Tun) s. Thiemo de Bakker (Ho) 4:6, 6:1, 6:4, 6:2. Sergej Bubka (Ukr) s. Andreas Haider-Maurer (Ö) 6:3, 6:2, 3:6, 6:4. Potito Starace (It) s. Michael Berrer (De) 6:4, 4:6, 6:3, 6:2. Igor Kunizin (Russ) s. Matthias Bachinger (De) 2:6, 1:6, 6:1, 6:4, 6:4. Donald Young (USA) s. Lukas Lacko (Slk) 6:4, 6:2, 6:4.

Frauen-Einzel, 1. Runde: Romina Oprandi (Sz/It) s. Melanie Oudin (USA) 6:0, 7:6 (9:7). Caroline Wozniacki (Dä/1) s. Nuria Llagostera Vives (Sp) 6:3, 6:1. Vera Swonarewa (Russ/2) s. Stéphanie Foretz Gacon (Fr) 6:3, 6:0. Maria Scharapowa (Russ/3) s. Heather Watson (Gb) 3:6, 7:5, 6:3. Victoria Asarenka (WRuss/4) s. Johanna Larsson (Sd) 6:1, 6:3. Francesca Schiavone (It/7) s. Galina Woskobojewa (Kas) 6:3, 1:6, 6:4. Marion Bartoli (Fr/8) s. Alexandra Panowa (Russ) 7:5, 6:3. Samantha Stosur (Au/9) s. Sofia Arvidsson (Sd) 6:2, 6:3. Andrea Petkovic (De/10) s. Jekaterina Bitschkowa (Russ) 6:2, 6:2. Jelena Jankovic (Ser/11) s. Alison Riske (USA) 6:2, 6:0. Agnieszka Radwanska (Pol/12) s. Urszula Radwanska (Pol) 6:2, 6:3. Dominika Cibulkova (Slk/14) s. Zhang Shuai (China) 6:3, 6:4. Roberta Vinci (It/18) s. Irina-Camelia Begu (Rum) 6:3, 6:4. Yanina Wickmayer (Be/20) s. Sorana Cirstea (Rum) 6:1, 7:5. Sabine Lisicki (De/22) s. Alona Bondarenko (Ukr) 6:3, 6:3. Nadia Petrowa (Russ/24) s. Chang Yung-Jan (Taiwan 6:3, 1:6, 6:4. Maria Kirilenko (Russ/25) s. Jekaterina Makarowa (Russ) 4:6, 6:1, 7:6 (7:3). Flavia Pennetta (It/26) s. Aravane Rezai (Fr) 6:1, 6:4. Anabel Medina Garrigues (Sp/30) s. Karin Knapp (It) 6:7 (4:7), 6:4, 6:3. Kaia Kanepi (Est/31) s. Tamarine Tanasugarn (Thai) 6:4, 6:3. Venus Williams (USA) s. Wesna Dolonz (Russ) 6:4, 6:3. Tsvetana Pironkova (Bul) s. Virginie Razzano (Fr) 6:2, 6:3. Irina Falconi (USA) s. Klara Zakopalova (Tsch) 3:6, 6:4, 6:2. Vera Duschewina (Russ) s. Anastasia Sewastowa (Lett) 6:3, 6:4. Polona Hercog (Sln) s. Bethanie Mattek-Sands (USA) 6:1, 6:3. Angelique Kerber (De) s. Lauren Davis (USA) 7:6 (7:3), 6:3. Coco Vandeweghe (USA) s. Alberta Brianti (It) 7:5, 6:3. Mirjana Lucic (Kro) s. Marina Erakovic (Neus) 6:4, 2:6, 6:4. Silvia Soler-Espinosa (Sp) s. Kimiko Date-Krumm (Jap) 7:6 (7:5), 7:6 (7:2). Jelena Dokic (Au) s. Olga Goworzowa (WRuss) 6:3, 6:1. Akgul Amanmuradowa (Usb) s. Tamira Paszek (Ö) 6:4, 6:2.  


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UV-Beständigkeit: Ein Schlüssel für langlebige Outdoor-Werbemittel In der dynamischen Welt der Aussenwerbung spielt die Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse eine entscheidende Rolle. Eine der grössten Herausforderungen ist die UV-Strahlung, die Materialien im Freien stark beansprucht. Der Fokus liegt darauf, wie UV-Beständigkeit im Jahr 2026 die Langlebigkeit von Outdoor-Werbemitteln beeinflusst und welche strategischen Ansätze dabei eine Rolle spielen. Fortsetzung



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Radiolino - Grosses Radio für kleine Ohren Radiolino ist das erste deutschsprachige Web-Radio der Schweiz für Kinder zwischen 3 und 12 Jahren. Das Programm richtet sich aber auch an Eltern, Grosseltern, Onkeln und Tanten, sprich an die ganze Familie. Fortsetzung








Verpasstes Happy End Für Roger Federer wurde der US-Open-Final in New York gegen Novak Djokovic zum Spiel der verpassten Chancen. Er verlor bei begeisternder Atmosphäre den Final 4:6, 7:5, 4:6, 4:6 und verpasste damit wie bereits in Wimbledon seinen 18. Grand-Slam-Titel. Fortsetzung


Federer scheitert erneut an Djokovic Roger Federer verpasst am US Open in New York seinen 18. Grand-Slam-Sieg. Die Weltnummer 1 Novak Djokovic erweist sich wieder als zu stark für den Schweizer und siegt im Final 6:4, 5:7, 6:4, 6:4. Fortsetzung


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Radwanska und Halep scheitern im Achtelfinal Mit Agnieszka Radwanska und Simona Halep scheitern zwei Top-10-Spielerinnen beim French Open im Achtelfinal. Beide beklagten sich danach über die Bedingungen. Fortsetzung


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