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Video als StrafeAuch der Schweizer Nationaltrainer Sean Simpson war nicht zufrieden mit der Leistung seines Teams am Dienstag gegen «Eishockey-Zwerg» Slowenien (2:1 n.P.). Für die Partien am Österreich Cup heute (Freitag) und am Samstag in Klagenfurt fordert er eine Reaktion.joge / Quelle: Si / Freitag, 16. Dezember 2011 / 08:43 h
«Es war sehr frustrierend», so Simpson am spielfreien Tag in dieser Woche. «Es ist unglaublich, wie viele Chancen wir erhalten haben und was wir daraus gemacht haben. Ich habe mir die Partie anschliessend noch auf Video angesehen. Es war deshalb zweimal und 'doppelt' frustrierend.» Die Videosequenzen mit den leichtfertig vergebenen Szenen zeigte Simpson gestern auch seinen Spielern - quasi als Strafe.
Für den Halbfinal des Österreich Cups gegen den Gastgeber wird Simpson auf dieselben Formationen zählen wie gegen die Slowenen. Einzige Ausnahme: Statt Martin Gerber hütet im ersten Duell gegen Österreich seit fast fünf Jahren Biels Reto Berra das Tor. «Ich werde vielleicht im Lauf der Partie ein paar Veränderungen vornehmen, aber ich gebe den Spielern zuerst die Chance zur Reaktion», sagte Simpson.
Mit den Österreichern, die wie Slowenien an der WM im Frühling in die Zweitklassigkeit abstiegen, wartet auf die Schweiz ein ähnlich auf- und eingestellter Gegner wie am Dienstag. Klagenfurt gilt als Eishockey-Hauptstadt Österreichs. Für die Partie gegen den «Hochkaräter» (ÖEHV-Präsident Dieter Kalt) aus der Schweiz werden mehrere tausend Zuschauer erwartet.
Sean Simpson war nicht zufrieden mit der Leistung seines Teams. / Foto: EQ Images
Die weiteren Teilnehmer am Turnier sind Weissrussland und die Slowakei. Turbulenter Neuanfang in Österreich Österreichs neuer Trainer Manny Viveiros feiert gegen die Schweiz sein Heimdebüt. Der Nachfolger von Bill Gilligan, der nach der WM entlassen wurde, soll das mehr als angeschlagene österreichische Eishockey wieder auf Vordermann bringen, mit Spielern, die «zu hundert Prozent mit Herz und Charakter dabei sind.» Dabei zählt Viveiros auch auf Schweizer Hilfe. Christian Weber wurde als Assistent verpflichtet. In Klagenfurt fehlt er aber; er weilt als Headcoach der österreichischen U20-Auswahl an der B-WM. Der Neuanfang verläuft nicht nach Wunsch. Der in Lausanne spielende Oliver Setzinger rang sich nicht für eine Entschuldigung durch, nachdem er nach dem Abstieg im Frühling zu einem verbalen Rundumschlag zum Zustand des österreichischen Eishockeys ausgeholt hatte. Er bleibt deshalb im Kreis des Nationalteams unerwünscht.Termin-Kollision und Diebstahl Gleichzeitig zum Österreich Cup, der zu Ehren des 100-Jahr-Jubiläums des Verbandes erstmals ausgetragen wird, findet in Salzburg das renommierte Klubturnier «Red Bull Salute» statt. Weil Viveiros auf fünf Salzburger Nati-Spieler bestand, zog er den Ärger aus Salzburg auf sich. Und zu guter Letzt brachen am Dienstag Diebe in die Klagenfurter Eishalle ein und entwendeten Ausrüstungs-Gegenstände der österreichischen Nati-Spieler. Nach den landesweiten Schlagzeilen, für die der Klau gesorgt hatte, wurde das Diebesgut offenbar wieder zurückgegeben.
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