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Echt oder Blüte, das ist hier die FrageFreiburg - Banknoten wechseln jeden Tag millionenfach den Besitzer und gehören doch zu unserem wertvollsten Gut. Das Gutenberg Museum in Freiburg widmet der Geschichte der Banknoten nun eine umfangreiche Ausstellung - und zeigt auch viele teils spektakuläre Fälschungen.joge / Quelle: sda / Mittwoch, 18. Januar 2012 / 13:32 h
Als der Fälscher Hansjörg Mühlematter 1997 im Auftrag der Mafia die Druckplatten für seine Tausender-Banknoten herstellte, fügte er in den Fühler einer abgebildeten Ameise ein Smiley ein. Er wollte so verhindern, dass die Mafia ihn mit seinen eigenen falschen Noten für die Arbeit entschädigt.
Das ist eine der vielen kleinen und grösseren Geschichten, die Besucher der Ausstellung «Fälschung! Contrefaçon!» in Freiburg aufschnappen können. Mühlematters kunstvolle Blüte ist selbstverständlich ausgestellt, genau wie viele weitere Fälschungen, die das fedpol in Bern zur Verfügung gestellt hat.
Denn seit Geld existiert, wird es auch gefälscht - das zeigt die Ausstellung eindrücklich. So war eine der ersten Banknoten, die in der Schweiz nachgemacht wurde, die Fünfzig-Franken-Banknote des Kantons Bern von 1859. Knapp zwei Jahrzehnte später tauchten rund hundert solche Blüten auf.
Banknoten und die Geschichte der Fälschungen. / Foto: Urs Keller ex-press.ch
Als Kantone ihr eigenes Geld druckten Aus Bern stammt auch die allererste Banknote, die in der Schweiz zirkulierte. Die Deposito Cassa der Stadt Bern hatte sie 1825 herausgegeben. In der Folge druckten verschiedene Kantone Banknoten. Mit der Gründung der Schweizerischen Nationalbank 1907 war damit Schluss. Die SNB hat seither das Monopol. Im Gutenberg Museum können die verschiedenenen Schweizer Banknotenserien bis in die Neuzeit verfolgt werden; auch das Projekt für die nächste - Ende 2012 geplante - Generation ist zu sehen. Auch bei ihr wird der Schutz vor Fälschungen wieder von zentraler Bedeutung sein. Denn seit dem Aufkommen von Tintenstrahl- und Laserdruckern in den 1980er Jahren ist das Fälschungsrisiko stetig gestiegen.
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