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Schweizer überzeugt von der WM-Goldmedaille

Schweizer Sportgeschichte hat das Eishockey-Nationalteam mit dem Einzug in den heutigen WM-Final gegen Schweden (20.30 Uhr) bereits geschrieben. Doch das Team ist überzeugt von der Goldmedaille.

asu / Quelle: Si / Sonntag, 19. Mai 2013 / 11:34 h

Die Freude war bei den Schweizer Spielern nach dem souveränen 3:0-Sieg im Halbfinal gegen die USA selbstredend riesig. Doch selbst nach diesem sensationellen Erfolg wurde der Fokus rasch wieder nach vorne gerichtet. Der Glaube an den Sieg im Final gegen Schweden ist zu spüren.
Die Schweizer hatten bereits zum Auftakt der Vorrunde gegen die Skandinavier gespielt. Damals siegten sie 3:2. Zwar sind die Schweden wegen den Sedin-Zwillingen nun deutlich stärker einzustufen, doch braucht die SIH-Auswahl in der aktuellen Verfassung niemanden zu fürchten. «Wir sind ebenfalls die bessere Mannschaft wie noch am Anfang», sagte Josi. «Wir haben eine gute Chance.»
In der Tat spielten die Schweizer gegen die USA nahe an der Perfektion. Torhüter Reto Berra wurde bei seinem Shutout kaum gefordert. Im Final wird wieder Martin Gerber zwischen den Pfosten stehen. Der 38-jährige Routinier war beim 2:1-Sieg im Viertelfinal gegen Tschechien nahezu unüberwindbar gewesen.
«Es ist ein Märchen. Es ist unbeschreiblich, was gerade passiert ist», sagte Nino Niederreiter, der Torschütze zum wegweisenden 1:0. «Die Schweden sind ein unglaublicher Gegner. Aber sie werden unter einem enormen Druck stehen. Momentan ist alles möglich.»
Julian Walker, der zum 2:0 traf, sorgte nach der Partie gegen die USA für die Untertreibung des Abends: «Wir haben ziemlich gut gespielt», sagte der Stürmer von Genève-Servette. «Wir hatten bislang von jedem Team und jedem Spieler Respekt, und nichtsdestotrotz wollten wir unser Spiel spielen. Das ist bis jetzt aufgegangen. Wir wissen, dass wir die Schweden bezwingen können, egal mit welchen Spielern sie antreten werden. Wir müssen uns einfach auf uns konzentrieren.»


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Anti-Terrorgesetze gegen marodierende Anzugträger Die beiden Meuchelmörder, die Topfbomben bastelten, um Menschen nach stolz überstandenen 42.5km die Gliedmassen abzureissen, stammen also aus Tschetschenien. Meinen Geografieunterricht habe ich vorwiegend hinter der Säule verbracht, also fragen Sie mich nicht, wo das liegt. Irgendwo da hinten, gen Osten halt. Fortsetzung


Der Ast, an dem wir sägen (Teil 1) Seit Beginn der Erfolgsgeschichte des Kapitalismus war das Verhältnis von Wirtschaft und Individuum immer von einer gegenseitigen Abhängigkeit geprägt: Ohne Arbeiter konnte nichts produziert werden und ohne Produzenten gab es keine Arbeit. Technische Fortschritte gefährden nun diese Balance und im Endeffekt das ganze System.
Fortsetzung




Endlich: SMS versenden mit Outlook 2007/2010 St. Gallen - Das mühsame Getippe ist vorbei. Als erster Schweizer Anbieter stellt ASPSMS.COM eine Anbindung an den Mobile Service von Microsofts Outlook 2007/2010 zur Verfügung. Ohne zusätzliche Software können SMS bequem via Outlook 2007/2010 versendet werden – und das auch noch günstiger als mit dem Handy. Fortsetzung





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Kolumne
Brüste des Anstosses

Patrik Etschmayer

Es dauerte etwa 5 Nanosekunden, bis nach der Veröffentlichung eines Statements von Angelina Jolie über die Mastektomie ihrer beiden Brüste in der New York Times ein wahrer Sturm durch die Onlinemedien, Blogosphäre und Social Medias rauschte und die Brüste der Schauspielerin buchstäblich in aller Munde und fast jeder Timeline waren.
Angelina Jolie ist eine jener Personen, die scheinbar alle zu kennen glauben, die aber der Autor genau so wenig kennt wie 99.9% der Leute, die sie als Projektionsfläche für ihre Neuröschen und Phantasien benutzen.
Jolie hatte das zweifelhafte Glück, mit einer unglaublich attraktiven Physis ausgestattet und bereits durch ihre Eltern praktisch nach Hollywood hinein geboren zu sein. Eine Karriere in der Traumfabrik war wohl unvermeidlich und kombiniert mit einer zerrütteten Familiengeschichte (Scheidung der Eltern, jahrelange Fehde mit Vater John Voigt) und diversen Liebschaften beiderlei Geschlechts (wobei ihr garantiert wesentlich mehr angedichtet wurden, als sie wirklich hatte), wurde Jolie zum Klatsch-Objekt schlechthin.
Sie war dabei wohl alles: Feuchter Traum von Lara Croft Fans, Hassobjekt verlassener Ehefrauen, mehr oder weniger taugliches Role-Model für junge Frauen und eine - wenn sie denn mal eine gute Rolle hatte - hervorragende Schauspielerin.
Doch seit dem letzten Höhe-/Tiefpunkt, als sie der Berufskollegin Jennifer Aniston den Hollywood-Adonis Brad Pitt ausspannte und diesen dann in der Folge heiratete, hat Frau Jolie fast kein Futter mehr für die Yellow-Press geboten. Sie zeichnete sich vor allem durch humanitäre Arbeit, Besuche in Kriegsgebieten für UN-Hilfsorganisationen und ein Familienleben aus, das nach aussen recht langweilig war. Die regelmässig gestreuten Trennungsgerüchte im Boulevard schienen ihrer Ehe eben so wenig antun zu können, wie die viel parodierte Chanel-Werbung ihres Mannes.
Und nun das: sie hat sich ihre Brüste abnehmen lassen!! Aus Angst vor Krebs. Und macht das auch noch ÖFFENTLICH! Skandalon. Unglaublich. Was fällt dieser Frau ein. Dabei weiss doch jede, dass gegen Krebs nur Globuli, Gesundbeten und Wallfahren nach Lourdes wirkt!! Jetzt werden sicher alle Frauen ihre Tranchiermesser rauskramen und... unausdenklich.
Während sich die Medien vielfach einigermassen sachlich mit der Entscheidung der Schauspielerin befassten, war die Erregung in den sozialen Medien gross, wobei manche bei ihren harschen Urteilen sogar zugaben, nur die Schlagzeilen gelesen zu haben («aber das hat schon gereicht.»)
So wurde Jolie ein unüberlegtes Handeln aus Angst, das Setzen eines schlechten Beispiels, Publicity-Geilheit, womöglich sogar schlechter Wille vorgeworfen. Frauen verteidigten ihren eigenen Busen vehement (offenbar will Jolie diesen wegnehmen) und Männer und Frauen bemitleideten den armen Brad Pitt, der nun nicht mehr eine echte Frau habe, sondern nur noch eine Plastikpuppe...
Jolie vorzuwerfen, sie habe mit ihrer Veröffentlichung einen falschen Schritt gemacht, ist ziemlich naiv. Früher oder später wären irgendwelche Gerüchte an die Öffentlichkeit gelangt und dann diese Gerüchte mit einem Statement irgendwie unter Kontrolle zu bringen, so dass die Wahrheit doch noch zu ihrem Recht käme, wäre nahezu unmöglich. Jolies Entscheidung für den Schritt an die Öffentlichkeit ist daher logisch, nachvollziehbar und genau so proaktiv wie ihr Entschluss für die Operation.
Wer ihr Statement tatsächlich selbst gelesen hat, realisiert, dass es sich hier um einen Menschen handelt, der eine schwierige Entscheidung treffen musste, eine Entscheidung, die durch den zehnjährigen Kampf und schliesslichen frühen Tod ihrer Mutter durch diesen Krebs, die Fragen und Ängste ihrer Kinder und dann eben auch durch einen Gentest, der ihr eine 87%-ige Chance, an Brustkrebs und eine 50%-ige, an Eierstockkrebs zu erkranken, bescheinigte, beeinflusst wurde.
Sie schreibt darüber, dass die Entscheidung schwer war, dass sie diese zusammen mit ihrem Partner und ihren Ärzten getroffen hat und wie wichtig die Rolle eines unterstützenden Lebensgefährten ist, wenn es darum geht, sich einer solchen Entscheidung zu stellen.
Ebenso schreibt sie darüber, wie wichtig es sei, dass auch Frauen mit weniger finanziellen Mitteln eine Möglichkeit haben, bei einem familiären Risiko Zugang zu diesen Tests erhalten, wie viele jedes Jahr an Brustkrebs sterben und dass nur ein sehr kleiner Teil der Brustkrebsopfer ihre genetische Mutation habe.
Sie formuliert dies alles mit den Worten einer Frau, die sehr genau abgewogen hat, was das Beste für Sie und ihre Liebsten ist. Aus vielen Social-Media Kommentaren heraus liest man hingegen vor allem Meinungen, Verurteilungen und eine Besserwisserei, die vor allem aus dem Privileg heraus kommt, NICHT mit einer solchen Situation konfrontiert zu sein.
Jolie wollte eine Diskussion und eine Wahrnehmung dieses Problems anstossen. Das ist ihr gelungen. Aber wie fast immer in den Zeiten der Sozialen Medien ist diese zwar lebhaft, aber vor allem durch Meinungen und nicht durch eine Analyse der Tatsachen geprägt. Diese Meinungs-Kultur, die durch reflexartiges kommentieren geprägt ist, wird im konkreten Fall einfach extrem sichtbar gemacht, bestimmt unterdessen aber auch den politischen und gesellschaftlichen Diskurs bei Themen jenseits der Boulevardspalten.
Diese Brüste des Anstosses werden unsere Diskurskultur mit Sicherheit nicht ändern, aber sie können als wunderbares Beispiel dafür dienen, wie man nicht über andere Menschen - ob prominent oder nicht, ob reich oder arm - debattieren soll. Denn - um es mit den Worten von Peter Glaser zu sagen - Meinung-Deinung-Seinung kann es ja wohl nicht gewesen sein, wenn wir so viele Möglichkeiten hätten, uns zu informieren, bevor wir in die Tasten hauen.
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