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Freitag, 30. Juli 2010
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Busse für Muslim-Eltern in Basel-Stadt Basel - In Basel-Stadt haben erstmals Muslim-Eltern Bussen erhalten, weil sie Kinder nicht am obligatorischen Schul-Schwimmunterricht hatten teilnehmen lassen. Gebüsst wurden fünf Familien mit insgesamt sieben Kindern, wie das Erziehungsdepartement am Donnerstag mitteilte. Fortsetzung


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Sika mit starkem Wachstum in Schwellenländern Baar - Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika hat dank starkem Wachstum in den Schwellenländern im ersten Halbjahr 2010 zugelegt und Marktanteile gewonnen. Der Reingewinn kletterte um 63,4 Prozent auf 150,5 Mio. Franken. Fortsetzung


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Streit in Berlusconis Partei eskaliert - Rauswurf Finis Rom - Der seit Monaten schwelende Streit zwischen dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi und seinem Bündnispartner Gianfranco Fini ist eskaliert. Berlusconi schloss Fini am späten Donnerstagabend aus der Regierungspartei «Volk der Freiheit» (PdL) aus. Fortsetzung


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Knappe Niederlage lässt Luzern hoffen Die knappe 0:1-Niederlage des FC Luzern im holländischen Utrecht lässte die Innerschweizer fürs Rückspiel hoffen, die 3. Quali-Runde für die Europa League zu überstehen. Fortsetzung



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Scharfe Kritik an der Justiz

Der Präsident der Strafrechtsanwälte in Deutschland wirft der Justiz vor, sie geniesse es geradezu, Prominente wie Kachelmann an den Pranger zu stellen.

fkl / Quelle: sda / Freitag, 30. Juli 2010 / 07:14 h

Der Präsident des Verbandes deutscher Strafrechtsanwälte, Jürgen Möthrath, übt scharfe Kritik am Verhalten der Justiz im Fall Kachelmann. Es gebe einen regelrechten Malus für Prominente, sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

Informationen heimlich an die Presse weitergegeben

«Es ist wahrscheinlich ein bisschen schön, wenn man einen Prominenten vorführen kann.» Das Privatleben des Schweizer Wettermoderators sei in einer Weise an die Öffentlichkeit gezerrt worden, wie es bei normalen Sexualstraftätern nie der Fall gewesen wäre.

«Jeder, der in der Öffentlichkeit steht, der Erfolg hat, wird schnell mit Namen genannt und nicht nur mit dem Kürzel.» Unter der Hand würden Informationen an die Presse weitergeben, sagte der Strafverteidiger und erinnerte an den Fall des früheren Postchefs Klaus Zumwinkel.

Presse schneller vor Ort als Staatsanwaltschaft

Dieser war 2009 wegen Steuerhinterziehung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Am Tag der Hausdurchsuchung bei Zumwinkel habe der Eindruck bestanden, dass die Presse schneller vor Ort gewesen sei als die ermittelnde Staatsanwaltschaft.

«Diese Form, an die Medien zu gehen, ist aus meiner Sicht unmoralisch», sagte Möthrath. Mit dem Mittel der Vorverurteilung werde ein gewisser öffentlicher Druck aufgebaut, was die Arbeit eines Strafverteidigers belaste.



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Der Sportlerinnen Offenbarungsleid

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Die «Tagi-Online-Redaktion» bewies letzte Woche wieder einmal den Reflektionsgrad einer Topfpflanze. Unter dem Titel «Mutige Werbefotos von Sarah Meier» wurden 12 Stripreproduktionen der Eiskunstläuferin inszeniert. Nichts gegen die schön gemachten Bilder, im Gegenteil. Doch mit Journalismus hatte der Bericht nichts zu tun. Jedes Nacktbild mit Nike-Schuhen wurde mit Sätzen wie: «Die Sohle des Nike Free ist durch seine Längs- und Querschnitte so beweglich wie der nackte Fuss und garantiert trotzdem Schutz und maximalen Komfort im Alltag: Ein ideales Trainingsgerät» beschriftet. Mein Lieblingsbild dazu ist Andy Hungers Geburtskanalperspektive mit geschlossenen Beinen und einer lasziv blinzelnden, bodenliegenden Sarah Meier mit dem Kommentar: «Das sieht Sarah Meier auch so». Was die «TagesAnzeiger-Online» Redaktion als journalistischen Bericht verkaufte, war eins zu eins die Nike-Werbekampagne. Nun fragt sich, ob Tamedia für die reproduzierte Nike-Werbung auch entsprechende Werbegelder kassierte. Doch wahrscheinlicher ist, dass diese grobe Verballhornung jeder journalistischen Ethik gratis passierte. Was tun? Aufgrund juristischer Bestimmungen darf ich meinen Tipp nicht abgeben. Hier nur soviel: Geld gebe ich nur noch für Journalismus, aber sicher nicht mehr für Werbeplattformen aus. Falls Sie mir jetzt das Argument «Aber das machen doch alle» an den Kopf, respektive zwischen die Tasten werfen, liegen Sie völlig daneben. Denn nur weil etwas so ist wie es ist, bedeutet dies noch nicht, dass es auch gut ist, so wie es ist. Denn neben der realsatirischen Werbereproduktion eines sogenannten Leitmediums schreit die mutlose Inszenierung einer nackten Sportlerin nach kritischen Fragen und ebenso kritischen Antworten. Ganze zehn Prozent der News sind in den Sportzeitschriften weiblichen Wettkämpfen gewidmet. Weltweit. Die anderen neunzig Prozent füllen sich mit den «wahren» Helden des Sports, den richtigen Kerlen in Formel 1, im Radsport und selbstverständlich im Fussball. Im Macht- und Finanzmarkt Sport hat eine Frau mit Sicherheit immer die bessere Chance, nackt statt mit Wettkämpfen in die Zeitschriften zu kommen. Spielerfrauen, Boxenluder oder käufliche Frauen am Rande der Fussballmeisterschaft sind dabei nicht mitgezählt. Sportjournalistinnen weltweit sind rar (16 Prozent) und dann leider so beschränkt wie die Fussball-Kommentatorin des «inneren Reichstags» zu Lahms Spielereinsatz während der Fussball-WM. Kein anderer Bereich, ausser den Finanzen, ist dermassen durch Flavio Briatores jeder Hautfarbe definiert wie der Sport. Das wäre vielleicht Anlass gewesen, über Frauen, Mut und Sport zu schreiben, statt im Redaktionsbereich die Nike-Strip-Montage zu kopieren. Wir wissen, wie stark die Sport-Industrie unsere Kulturen und Politiken verändert. Wohl nicht zufällig singt die angeschlagene Aussenministerin Micheline Calmy-Rey im Donnschtig-Jass der vergangener Woche. Wäre sie 35, liesse sie sich vielleicht auch «mutig» fotografieren – wir wissen ja, wie weit Frauen gehen, um gesehen und gehört zu werden. Nur um irgendwann im Leben zu realisieren, dass Brüste eben nicht sprechen, sondern nur gesehen werden können. Doch dann ist es meistens zu spät, um etwas so sagen zu können, dass Frau nicht nur gesehen, sondern auch gehört wird...

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