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Samstag, 4. Juli 2015
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Lobbyistin im Fall Markwalder sieht sich entlastet Bern - Die Lobbyistin Marie-Louise Baumann, die zusammen mit FDP-Nationalrätin Christa Markwalder im Zentrum der Kasachstan-Affäre steht, hat sich erstmals zur Rüge an ihr geäussert. Sie räumt einen Fehler ein, sieht sich im Grossen und Ganzen aber entlastet. Fortsetzung


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Schweiz erhöht CO2-Abgabe Bern - Nächstes Jahr steigen die Preise für Heizöl und Erdgas. Grund ist die Erhöhung der CO2-Abgabe auf Brennstoffen von 60 auf 84 Franken pro Tonne CO2. Diese wird nötig, weil die Schweiz ihr CO2-Reduktionsziel im vergangenen Jahr verfehlt hat. Fortsetzung


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Schrille Töne vor Referendum über Sparpolitik Athen - Das Referendum am Sonntag über die Sparpolitik spaltet Griechenland. Die Sorgen in der Bevölkerung sind gross: Ein Ende der Krise ist nicht in Sicht - und die Töne werden schriller. Fortsetzung


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Cancellara muss sich Dennis und Martin geschlagen geben Der Berner Fabian Cancellara zeigt zum Auftakt der 102 Tour de France eine starke Leistung, zum Sieg reicht es aber nicht. Cancellara belegt im 13,8 km langen Einzelzeitfahren in Utrecht den 3.Platz. Fortsetzung



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Zum Höhepunkt der Hitzewelle ist Abkühlung gefragt

Bern - Am Samstag ist die Hitzewelle auf ihren Höhepunkt zugesteuert. Vielerorts wurden die bisher höchsten Temperaturen des Jahres gemessen, mancherorts war es sogar der wärmste Tag seit dem Hitzesommer 2003.

asu / Quelle: sda / Samstag, 4. Juli 2015 / 10:26 h

Die höchste Temperatur verzeichnete Genf mit 37,1 Grad. In Sitten wurden 36,4 Grad gemessen, wie MeteoNews mitteilte. In Basel erreichte die Temperatur 35,8 Grad, in Zürich 34,8 Grad und in Bern 34,1 Grad. Vergleichen damit war es in Lugano mit 31,2 Grad fast schon kühl. Absolute Julihöchstwerte wurden in der Westschweiz erreicht, in Payerne und in Nyon mit 35,9 beziehungsweise 35,8 Grad. Für Sonntag lägen sogar noch etwas höhere Temperaturen drin, schreibt Meteonews. Bei der Hitze pilgern die Leute in Scharen ans Wasser. Die Badis waren am Samstag voll, von Genf bis Zürich und von Schaffhausen bis Luzern. Im Berner Marzili etwa standen die Menschen Schlage, wie der Stellvertretende Anlagechef Martin König auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte: «An der Aare gibt es einen regelrechten Tatzelwurm». Bis am Abend dürften um die 9500 bis 10'000 Menschen das Berner Bad mit Gratiseintritt besucht haben.

Viele «Böötler»

Dazu beigetragen haben neben den Bernerinnen und Bernern auch viele auswärtige Aareschwimmer und «Böötler». Letztere wassern meist in Thun BE ein und steigen im Marzili wieder aus. Die Flusstemperatur liegt mittlerweile bei 22,5 Grad. Auf 22 Grad brachte es der Vierwaldstättersee im Luzerner Lido. Dort war es so voll, dass es zeitweise keine Sonnenschirme oder Stühle mehr gab, wie es hiess. Der Rhein kühlte mit 21,5 Grad in Schaffhausen noch etwas besser: 800 bis 900 Personen waren allein in der Rhybadi anzutreffen. Auch im Zürcher Flussbad Oberer Letten tummelten sich die Leute in der Limmat - bei angenehmen 23 Grad. Mindestens 3500 Leute dürften am Samstag dort die Abkühlung gesucht haben, wie Betriebsleiter Adrian Kehl sagte. Auf der anderen Flussseite am öffentlich zugängigen Ufer dürften es noch einmal so viele gewesen sein. In der Westschweiz zog es die Bevölkerung ebenso ins kühle Nass. Das Schwimmbad Bellerive in Lausanne platzte aus allen Nähten. Etwas weniger Andrang als üblich gab es in Genf, wo die Lake Parade stattfand.

Erste lokale Gewitter

Das Hoch Annelie beschert der Schweiz seit fünf Tagen in Folge Temperaturen über 30 Grad. Sogar nachts gibt es kaum Abkühlung. Auch von Freitag auf Samstag gab es eine Tropennacht mit verbreitet über 20 Grad, an manchen Orten sanken die Temperaturen nicht einmal unter 25 Grad. Im Bleniotal und im Misox GR entluden sich in der Nacht starke Gewitter. Im Gebiet Val de Gervan in Mesocco staute sich nach heftigen Niederschlägen und einem Erdrutsch ein Bach. Nach dem Bruch dieses natürlichen Dammes richteten die Wassermassen im Dorf grosse Schäden an. Eine Fussgängerbrücke und Strommasten wurden weggerissen. Menschen wurden nicht verletzt. Störungen gab es auch im öffentlichen Verkehr. Wegen einer Stellwerkstörung im Bahnhof Palézieux VD war der Bahnverkehr zwischen Freiburg und Lausanne am Samstagmorgen zeitweise eingeschränkt. Ob die Störung mit der Hitzewelle in Zusammenhang stand, konnte die SBB nicht sagen.

Busse überhitzt

Zu schaffen machte die Hitze den Basler Bussen und Trams. So überhitzte am Freitag bei mehreren Bussen der Motor, bei Trams war der Kompressor anfällig. Ausserdem fielen vereinzelt Klimaanlagen aus, wie die Basler Verkehrsbetriebe mitteilten. In weiten Teilen des Mittellandes lagen die Ozonwerte auch am Samstag über dem Grenzwert. Am Freitag hatten die kantonalen Umweltdirektoren die Bevölkerung aufgerufen, vom Auto auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen, um Luftschadstoffe zu verringern. Für Teile des Kantons Wallis, die Region nördlich des Thuner- und Brienzersees sowie das Haslital und für die Bielerseeregion bis in den Kanton Solothurn hinein gilt nach wie vor grosse Waldbrandgefahr. Grillfeuer darf daher nur in fest eingerichteten Feuerstellen und mit grösster Vorsicht entfacht werden. Die Hitze dürfte uns noch bis Dienstag erhalten bleiben. In der Nacht auf Mittwoch kündigen sich verbreitet heftige Gewitter an, wie MeteoSchweiz am Samstag mitteilte. Danach wird es sonnig, aber nicht mehr so heiss.

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Kolumne
7500 Euro pro Monat

Regula Stämpfli

Inmitten der neoliberalen Beutelung Griechenlands publiziert Wikileaks brisante Quellen zu Saudi-Arabien. Wir erinnern uns: Das schweizerische SECO rühmt sich seit Jahren der «ausgezeichneten Beziehungen» mit dem Frauen-Apartheidsstaat. Ob das SECO wohl auch ein Grundgehalt von 7500 Euro für positive Berichterstattung erhalten hat? Die Frage ist selbstverständlich nur hypothetisch. Schliesslich sind die Schweizer Beamten unbestechlich. Die deutschen Journalisten aber offensichtlich nicht. Oder wenigstens nicht in den Augen der saudischen Herrschaft. Die Wikileaks-Dokumente belegen, dass Saudi-Arabien 2011 eine PR-Kampagne lancierte mit dem Ziel, die Berichterstattung in Deutschland «positiv» zu beeinflussen. Welche Journalisten tatsächlich gekauft wurden, ist leider nicht bekannt. Offensichtlich ist aber der milde Ton gegenüber dem Staat, der Blogger öffentlich auspeitschen lässt, der Frauen wie Wegwerfware behandelt und lebende Migrantinnen wie tote «verwertet». Margot Wallström, die schwedische Aussenministerin, wagte es, sich mit den Saudis anzulegen. Das Resultat war ein gekündigtes Militärabkommen und die europäischen Medien schwiegen, peinlichst berüht. Wo kommen wir denn hin, wenn eine demokratisch gewählte Politikerin sich öffentlich für Menschen- und Frauenrechte ins Zeug legt? Sie fand auch deutliche Worte für die Verurteilung des saudischen Bloggers Raif Badawi zu 10 Jahren Haft und 1000 Stockschläge. Stellen Sie sich vor: Sie nannte dies «nahezu mittelalterliche Methoden»! Ich seh' schon das Cocktailglas der geschmeidigen Diplomaten gefrieren. Tja. Eine wertebasierte Politik ist in Europa definitiv nicht vorgesehen und trotzdem macht Wallström weiter und soll dafür jeden erdenklichen Menschenrechtspreis erhalten, den es zu vergeben gibt. Zurück zur Frage, wie viel die Saudis bereit waren, deutschen Journalisten als Auftragsschreiber zu bezahlen. 7500 Euro ist viel mehr als die meisten Redakteure im neoliberalen Niedriglohnland Deutschland verdienen. Die Saudis lassen sich nicht lumpen, das muss man ihnen anerkennen. Ist ja auch eine geniale postmoderne Strategie: Statt sich zu reformieren, investiert man gutes Geld in die Aufpolierung des - mit Fug und Recht - schlechten Images. Wie wir am Beispiel Griechenlands sehen, funktionieren Propagandawalzen nicht schlecht. Merkels Menschenunrechtspolitik wird in der deutschen Presse als «Rettung» verkauft - und alle klatschen. Also weshalb sollten die Saudis hier nicht auch Erfolg verzeichnen? Rückblickend ist sicher etwas passiert. Das sah man auch in der unkritischen deutschen Berichterstattung zu Gabriels Besuch in Saudi-Arabien. Da hiess es: «Gabriel setzt sich für Blogger Badawi ein» (Spiegel 8.3.2015). Wirklich? Wo ist der Beweis dafür? Badawi ist immer noch in Haft und das Wirtschaftsabkommen mit Saudi-Arabien völlig intakt. Wo sind die Quellen für diese Behauptung? Wo die Hinweise, dass das Regime brüskiert war? Könnte es nicht einfach eine Übung gewesen sein im Sinne von: Gabriel rügt ein bisserl und damit hat es sich, doch die Geschäfte laufen perfekt. Überhaupt: Der Besuch Gabriels wurde als «heikel» bezeichnet, kein einziges wirklich kritisches Pressewort zu Geschichte, Staat, Politik und Wirkung der Zusammenarbeit Deutschlands mit Saudi-Arabien. «Badawis Ehefrau macht nun Druck» hiess es beispielsweise in der Sueddeutschen (6.3.2015). «Kritik laut oder leise?» war dann auch der Grundton der Berichterstattung, so als ob man sich bei der Verurteilung eines Bloggers zum Tode inklusive öffentlicher Peitschung noch strategisch überlegen muss, wie man denn dem Partner sagt, dass dies menschenrechtsfeindlich sei. Sie sehen. Wikileaks hat brisante Dokumente veröffentlicht. Wer wie gekauft wurde und ob überhaupt, werden wir nie wissen. Das Einzige, was wir tun können, ist die Berichterstattung genau nach journalistischen Massstäben, Kommentaren etc. zu analysieren. Doch dafür ist Wikileaks leider nicht zuständig. Dies müsste beispielsweise der deutsche Presserat leisten. Doch der reagiert - wie der schweizerische - nicht von sich aus, sondern nur bei Klagen. Sehr positiv kam Saudi-Arabien bei den Berichten über die Chefredakteurin der Saudi Gazette weg. Ist ja toll: Eine Frau in einem Land, das seinen Frauen, ausser Geldverdienen und Gebären, alles verbietet. Ein Land, in dem Hausangestellte gemäss Berichten der Menschenrechtsorganisationen meist wie Sklaven oder ungeliebtes Vieh behandelt werden. Tja. Wikileaks hat einmal mehr einen Coup gelandet. Was es eigentlich für den Journalismus und die Medien heisst, wenn Länder derartige Imagekampagnen planen, wurde bisher nicht diskutiert. Leider. Dabei wäre das Thema ideal um zu zeigen, was mit globalisierten Medien mehr und mehr passiert. Und ja: Es gibt nur eine Wallström in der europäischen Politik. Alle anderen machen nur Geschäfte - Menschenrechte sind völlig egal. Allen voran die deutsche Regierung. Aber wie wir jetzt am Beispiel von Griechenland schmerzhaft erfahren müssen: Deutschland hat es in letzter Zeit eh nicht mehr so mit der Demokratie.

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