Nachrichten.ch





Sonntag, 19. Mai 2013
VADIAN.NET, St.Gallen



Inland

Leuthard fordert Erhöhung des Mineralölsteuerzuschlags Bern - Verkehrsministerin Doris Leuthard geht davon aus, dass in Zukunft 1 bis 1,3 Mrd. Fr. pro Jahr mehr in die Strasse investiert werden müssen, als heute. In einem Interview gegenüber der «Sonntagszeitung» und «Le Matin» fordert sie deshalb unter anderem eine Erhöhung des Mineralölsteuerzuschlags. Fortsetzung


Wirtschaft

UBS will nur deklarierte Gelder verwalten Bern - Die UBS drängt ihre Kunden zu Steuerkonformität. Die Grossbank habe sich verpflichtet, die Ziele der Weissgeldstrategie zu erreichen und nur deklarierte Gelder zu verwalten, bekräftigte UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber gegenüber der Westschweizer Zeitung «Le Temps». Fortsetzung


Ausland

Erneut Demonstrationen gegen Sparpläne in Israel Bern - Erneut sind in Israel Menschen gegen die Sparpläne der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und soziale Ungerechtigkeit auf die Strasse gegangen. Wie das Nachrichtenportal «ynet» berichtete, beteiligten sich am Samstagabend etwa 1500 Menschen an den landesweiten Protesten. Fortsetzung


Sport

Federer im Final gegen Nadal Beim Masters-1000-Final in Rom kommt es zum Traumfinal zwischen Roger Federer und Rafael Nadal. Der Schweizer gewinnt seinen Halbfinal gegen Benoit Paire (Fr) 7:6 (7:5), 6:4. Fortsetzung



Nachrichten.ch

Aktuell

Forum


Inland

Widmer-Schlumpf optimistisch

Sommaruga trifft Frankreichs Innenminister Valls

Bund und Kantone skizzieren Reform zur Lösung des Steuerstreits

Parlamentarische Frauengruppe steht vor dem Ende

Wirtschaft

Kommt die EU-Hilfe für Slowenien?

Ringier zieht Urteil gegen «Blick»-Journalisten weiter

Schweizer Einkaufslust in Südwest-Deutschland

Job-Kahlschlag bei HSBC: 14.000 Stellen in Gefahr

Ausland

Ex-Minister Cahuzac will Auslandsgeld zurückgeholt haben

Burmesischer Präsident Thein Sein beginnt historische USA-Reise

Drei Monate Haft für Kritik an «altem Esel» Mugabe

Offensive gegen Islamisten in Nigeria

Sport

Gebrselassie gewinnt GP Bern mit Master-Weltrekord

Brunners Ausgleich führt zur Wende

Wacker Thun erzwingt einen vierten Playoff-Final

Maglia rosa beflügelt Nibali

Kultur

Beatles-Gitarre für über 400'000 Dollar versteigert

Eurovision-Finale in Malmö

Justin Timberlake verprügelt Kissen für die Nerven

Take Berlin - «Sebastian»

Kommunikation

Über sieben Mio. Briten waren noch nie online

Premiere: eBooks gegen Cash im Laden

Regelmässiges Konsolenspielen hält Jugendliche fit

Radikaler Stellenabbau bei Rapidshare

Boulevard

Nina Dobrev und Ian Somerhalder: Frostiges Wiedersehen

Gewinnzahlen vom 18. Mai

Erste Alpenpässe bei kühlem Wetter offen

Vegetarier fordern mehr Rechte

Wissen

Risiko-Gene können Panikstörungen auslösen

Flugdrohnen jagen Erdölvorkommen

Über eine Milliarde Jahre altes Wasser entdeckt

Malaria-Mücken fliegen offenbar besonders auf Menschen-Duft

Wetter


Kolumne


Internes

Impressum


Werbung


Publireportagen


Newsfeed


Die veröffentlichten Inhalte sind ausschliesslich zum persönlichen Gebrauch bestimmt. Die Vervielfältigung, Publikation oder Speicherung in Datenbanken, jegliche kommerzielle Nutzung sowie die Weitergabe an Dritte sind nicht gestattet.

Nachrichten.ch (c) Copyright 2013 by news.ch / VADIAN.NET AG

Die Schweiz steht im Final!

Das Schweizer Nationalteam greift an der WM in Stockholm nach Gold! Das Team von Sean Simpson bezwang im Halbfinal die USA 3:0 und spielt am Sonntag gegen Gastgeber Schweden sensationell um den WM-Titel.

bert / Quelle: Si / Samstag, 18. Mai 2013 / 20:25 h

Eine der grössten Schweizer Sport-Sensationen ist perfekt. Dank Toren von Nino Niederreiter, Julian Walker und Reto Suri steht die Schweiz erstmals in seiner Geschichte im Final einer Eishockey-WM. Die erste Medaille an einem Titelkampf seit 60 Jahren und der Bronze-Medaille von 1953 (WM in St. Moritz) haben die Schweizer bereits auf sicher.

Eine silberne WM-Auszeichnung haben die Schweizer bereits einmal gewonnen, 1935 in Davos. Doch diese Medaille 78 Jahre später ist deutlich höher einzustufen als jene und als alle acht gewonnenen bronzenen Auszeichnungen. Neun Spiele, neun Siege - und das gegen Nationen, in denen es nur so von NHL-Stars wimmelt. «Das Wort 'unglaublich' reicht wahrscheinlich nicht, um diesen Erfolg zu beschreiben», so Simpson. «Was für eine Leistung von dieser Mannschaft! Vom Anfang bis zum Schluss sind alle gelaufen und haben unglaublich gekämpft. Wir haben viele gute Spiele gemacht an dieser WM. Aber heute war wirklich speziell gut. Die Schweiz darf stolz sein.»

Sieg ohne Wenn und Aber

Die Schweizer starteten fulminant und dominierten die Amerikaner praktisch nach Belieben. Simpson: «Wir waren von Anfang so was von bereit.» Walker (Lattenschuss nach nur einer Minute), Plüss, Niederreiter, Bodenmann und Ambühl scheiterten aber mit ihren hochkarätigen Chancen im ersten Drittel, das mit einem Schussverhältnis von 18:9 für die Schweizer endete. Im zweiten Drittel schob Moser den Puck ein zweites Mal an die Torumrandung.

Nach 30 Minuten wurden die Schweizer endlich belohnt. Niederreiter eroberte den Puck an der Bande, via Plüss kehrte die Scheibe zurück zum Bündner, der die Schweizer mit seinem fünften Tor an dieser WM aus nächster Distanz völlig verdient in Führung schoss.

Reto Berra, der im Gegensatz zum Viertelfinal gegen Tschechien im Tor stand, wurde erstaunlich wenig beschäftigt. Am Schluss blieben die Schweizer gar erstmals an diesem Turnier ohne Gegentreffer, für Berra war es der vierte Shutout im Schweizer Trikot. Trotzdem wird heute im Final wieder Martin Gerber das Schweizer Tor hüten.

Die Amerikaner, die noch im Viertelfinal für einen historischen 8:3-Triumph über Russland gesorgt hatten, kamen kaum zu guten Möglichkeiten. Dies lag nicht zuletzt an den Schweizern, welche die Räume einmal mehr geschickt eng machten; die USA konnten sich nicht entfalten

Zehn Minuten vor dem Ende war es Walker, der, von Moser lanciert, mit einem Schuss zum 2:0 traf. Die Entscheidung! Als die Amerikaner den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzten, setzte Suri den Schlusspunkt unter einen denkwürdigen Schweizer Sportabend. «Pretty good» sei das Gefühl zu wissen, dass man eine Medaille bereits auf sicher habe, so Sean Simpson. «Aber es ist noch nicht fertig, jetzt geht es um die Farbe der Medaille.»

Zweites Spiel gegen den Gastgeber

Nun benötigen die Schweizer noch einen Sieg und der Traum vom WM-Titel ist perfekt. Als zehnter und letzter Gegner versuchen die Schweden, die entfesselten Schweizer zu stoppen. Den Gastgeber haben die Schweizer bereits bezwungen: mit 3:2 im Eröffnungsspiel. Simpson: «Wir werden noch einmal alles geben. Was für ein Traum für das Schweizer Eishockey, in Stockholm gegen Schweden zwei Wochen nach dem Eröffnungsspiel auch den Final bestreiten zu können.»

Schweiz - USA 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)
Globe Arena, Stockholm. - 7136 Zuschauer. - SR Brüggemann/Jerabek (De/Tsch), Carlson/Suominen (Ka/Fi). - Tore: 31. Niederreiter (Martin Plüss) 1:0. 51. Walker (Simon Moser, Philippe Furrer) 2:0. 60. (59:41) Suri (Niederreiter) 3:0. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 4mal 2 Minuten gegen die USA.

Schweiz: Berra; Seger, Julien Vauclair; Diaz, Josi; Blum, von Gunten; Blindenbacher, Philippe Furrer; Niederreiter, Martin Plüss, Simon Moser; Walker, Trachsler, Bieber; Suri, Gardner, Ambühl; Bodenmann, Cunti, Hollenstein.

USA: Gibson; Faulk, Carle; Johnson, Hunwick; Petry, Butler; McBain; Trouba; Smith, Stastny, Moss; Oshie, Stapleton, Galchenyuk; Gionta, Thompson, Carter; Kristo, Bjugstad, Palushaj.

Bemerkungen: Schweiz ohne Grossmann, Monnet (beide überzählig), Martin Gerber (Ersatztorhüter), Stephan und Bürgler (beide nicht gemeldet). USA von 57:41 bis 59:41 ohne Goalie. Pfosten-/Lattenschüsse: 1. Walker, 21. Moser. - Schüsse: Schweiz 31 (18/6/7); USA 29 (9/7/13). - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 0/3; USA 0/2.

In Verbindung stehende Artikel




Schweden spielt um WM-Gold


nachrichten.ch 1

Kostüme sind Magie, Spass, Heiterkeit und Feststimmung zu jeder Jahreszeit Wir haben im Klang und Kleid immer wieder verschiedenste Kostüme aus Film- und TV-Serien. Wenn Du etwas Spezielles suchst, wirst Du hier vielleicht fündig. Fortsetzung



Boulevard

Kilometerhohe Aschewolke über Alaska Anchorage - Der Vulkan Pavlof im nördlichsten US-Bundesstaat Alaska gibt keine Ruhe. Bei einer neuerlichen Eruption am Freitag sei eine Aschewolke bis zu 6000 Meter hoch in die Luft geschleudert worden, teilte das Vulkanobservatorium in Alaska mit. Fortsetzung


Kultur

Dänemarks Emmelie gewinnt mit «Only Teardrops» Malmö - Dänemark hat zum dritten Mal den Eurovision Song Contest gewonnen. Die erst 20-jährige Sängerin Emmelie de Forest setzte sich im schwedischen Malmö mit dem Ohrwurm «Only Teardrops» klar gegen die europäische Konkurrenz durch. Fortsetzung



Nahost

Palästinenserproteste in Jerusalem Jerusalem - Bei Protesten von Palästinensern in der Altstadt von Ostjerusalem ist es am Samstag zu Ausschreitungen gekommen. Dutzende Demonstranten hätten Steine auf die israelische Polizei geworfen und Mülltonnen in Brand gesetzt, sagte eine Polizeisprecherin. Fortsetzung


Kommunikation

Syrian Electronic Army hackt «FT»-Website London - Die Website und Twitter-Feeds der Zeitung «Financial Times» (FT) sind von einer Gruppe gehackt worden, die Syriens Präsident Baschar Al-Assad unterstützt. Fortsetzung



Dschungelbuch

Anti-Terrorgesetze gegen marodierende Anzugträger Die beiden Meuchelmörder, die Topfbomben bastelten, um Menschen nach stolz überstandenen 42.5km die Gliedmassen abzureissen, stammen also aus Tschetschenien. Meinen Geografieunterricht habe ich vorwiegend hinter der Säule verbracht, also fragen Sie mich nicht, wo das liegt. Irgendwo da hinten, gen Osten halt. Fortsetzung


Etschmayer

Der Ast, an dem wir sägen (Teil 1) Seit Beginn der Erfolgsgeschichte des Kapitalismus war das Verhältnis von Wirtschaft und Individuum immer von einer gegenseitigen Abhängigkeit geprägt: Ohne Arbeiter konnte nichts produziert werden und ohne Produzenten gab es keine Arbeit. Technische Fortschritte gefährden nun diese Balance und im Endeffekt das ganze System. Fortsetzung




nachrichten.ch 2

Endlich: SMS versenden mit Outlook 2007/2010 St. Gallen - Das mühsame Getippe ist vorbei. Als erster Schweizer Anbieter stellt ASPSMS.COM eine Anbindung an den Mobile Service von Microsofts Outlook 2007/2010 zur Verfügung. Ohne zusätzliche Software können SMS bequem via Outlook 2007/2010 versendet werden – und das auch noch günstiger als mit dem Handy. Fortsetzung

 Kommentare lesen (41926 Beiträge) 
· Anderes Forum für JorianKangiLutaheute 07:11
· Unternehmerin KassandraKangiLutaheute 06:55
· Na und, jorian?Heidigestern 20:19
· Hallo Heidijoriangestern 20:03
· Pro EUjoriangestern 20:00
· Welche Zahlen, Kassandra?Heidigestern 19:08
· Sisyphoskeinschafgestern 18:06
· keinschafjoriangestern 18:02
· Luxemburgjoriangestern 17:56
· Leider doch, HeidiKassandragestern 17:52
· Sehr geehrter Zensorkeinschafgestern 17:50
· Dober wetscher marijajoriangestern 17:49
· Da läuft etwas ganz und...Kassandragestern 17:33
· Keiner will die Abfälle,...Kassandragestern 17:29
· GenauKassandragestern 17:20
· Denkste.keinschafgestern 16:46
· Im neuen Asylgesetz sind...HeinrichFreigestern 16:35
· jorianmariesuissegestern 16:31
· Rein rhetorische Frage.keinschafgestern 16:16
· Dober den marijajoriangestern 12:00
» 41906 weitere Beiträge
» Mitreden



nachrichten.ch 3

Radiolino - Grosses Radio für kleine Ohren Radiolino ist das erste deutschsprachige Web-Radio der Schweiz für Kinder zwischen 3 und 12 Jahren. Das Programm richtet sich aber auch an Eltern, Grosseltern, Onkeln und Tanten, sprich an die ganze Familie. Fortsetzung


Kolumne
Brüste des Anstosses

Patrik Etschmayer

Es dauerte etwa 5 Nanosekunden, bis nach der Veröffentlichung eines Statements von Angelina Jolie über die Mastektomie ihrer beiden Brüste in der New York Times ein wahrer Sturm durch die Onlinemedien, Blogosphäre und Social Medias rauschte und die Brüste der Schauspielerin buchstäblich in aller Munde und fast jeder Timeline waren. Angelina Jolie ist eine jener Personen, die scheinbar alle zu kennen glauben, die aber der Autor genau so wenig kennt wie 99.9% der Leute, die sie als Projektionsfläche für ihre Neuröschen und Phantasien benutzen. Jolie hatte das zweifelhafte Glück, mit einer unglaublich attraktiven Physis ausgestattet und bereits durch ihre Eltern praktisch nach Hollywood hinein geboren zu sein. Eine Karriere in der Traumfabrik war wohl unvermeidlich und kombiniert mit einer zerrütteten Familiengeschichte (Scheidung der Eltern, jahrelange Fehde mit Vater John Voigt) und diversen Liebschaften beiderlei Geschlechts (wobei ihr garantiert wesentlich mehr angedichtet wurden, als sie wirklich hatte), wurde Jolie zum Klatsch-Objekt schlechthin. Sie war dabei wohl alles: Feuchter Traum von Lara Croft Fans, Hassobjekt verlassener Ehefrauen, mehr oder weniger taugliches Role-Model für junge Frauen und eine - wenn sie denn mal eine gute Rolle hatte - hervorragende Schauspielerin. Doch seit dem letzten Höhe-/Tiefpunkt, als sie der Berufskollegin Jennifer Aniston den Hollywood-Adonis Brad Pitt ausspannte und diesen dann in der Folge heiratete, hat Frau Jolie fast kein Futter mehr für die Yellow-Press geboten. Sie zeichnete sich vor allem durch humanitäre Arbeit, Besuche in Kriegsgebieten für UN-Hilfsorganisationen und ein Familienleben aus, das nach aussen recht langweilig war. Die regelmässig gestreuten Trennungsgerüchte im Boulevard schienen ihrer Ehe eben so wenig antun zu können, wie die viel parodierte Chanel-Werbung ihres Mannes. Und nun das: sie hat sich ihre Brüste abnehmen lassen!! Aus Angst vor Krebs. Und macht das auch noch ÖFFENTLICH! Skandalon. Unglaublich. Was fällt dieser Frau ein. Dabei weiss doch jede, dass gegen Krebs nur Globuli, Gesundbeten und Wallfahren nach Lourdes wirkt!! Jetzt werden sicher alle Frauen ihre Tranchiermesser rauskramen und... unausdenklich. Während sich die Medien vielfach einigermassen sachlich mit der Entscheidung der Schauspielerin befassten, war die Erregung in den sozialen Medien gross, wobei manche bei ihren harschen Urteilen sogar zugaben, nur die Schlagzeilen gelesen zu haben («aber das hat schon gereicht.») So wurde Jolie ein unüberlegtes Handeln aus Angst, das Setzen eines schlechten Beispiels, Publicity-Geilheit, womöglich sogar schlechter Wille vorgeworfen. Frauen verteidigten ihren eigenen Busen vehement (offenbar will Jolie diesen wegnehmen) und Männer und Frauen bemitleideten den armen Brad Pitt, der nun nicht mehr eine echte Frau habe, sondern nur noch eine Plastikpuppe... Jolie vorzuwerfen, sie habe mit ihrer Veröffentlichung einen falschen Schritt gemacht, ist ziemlich naiv. Früher oder später wären irgendwelche Gerüchte an die Öffentlichkeit gelangt und dann diese Gerüchte mit einem Statement irgendwie unter Kontrolle zu bringen, so dass die Wahrheit doch noch zu ihrem Recht käme, wäre nahezu unmöglich. Jolies Entscheidung für den Schritt an die Öffentlichkeit ist daher logisch, nachvollziehbar und genau so proaktiv wie ihr Entschluss für die Operation. Wer ihr Statement tatsächlich selbst gelesen hat, realisiert, dass es sich hier um einen Menschen handelt, der eine schwierige Entscheidung treffen musste, eine Entscheidung, die durch den zehnjährigen Kampf und schliesslichen frühen Tod ihrer Mutter durch diesen Krebs, die Fragen und Ängste ihrer Kinder und dann eben auch durch einen Gentest, der ihr eine 87%-ige Chance, an Brustkrebs und eine 50%-ige, an Eierstockkrebs zu erkranken, bescheinigte, beeinflusst wurde. Sie schreibt darüber, dass die Entscheidung schwer war, dass sie diese zusammen mit ihrem Partner und ihren Ärzten getroffen hat und wie wichtig die Rolle eines unterstützenden Lebensgefährten ist, wenn es darum geht, sich einer solchen Entscheidung zu stellen. Ebenso schreibt sie darüber, wie wichtig es sei, dass auch Frauen mit weniger finanziellen Mitteln eine Möglichkeit haben, bei einem familiären Risiko Zugang zu diesen Tests erhalten, wie viele jedes Jahr an Brustkrebs sterben und dass nur ein sehr kleiner Teil der Brustkrebsopfer ihre genetische Mutation habe. Sie formuliert dies alles mit den Worten einer Frau, die sehr genau abgewogen hat, was das Beste für Sie und ihre Liebsten ist. Aus vielen Social-Media Kommentaren heraus liest man hingegen vor allem Meinungen, Verurteilungen und eine Besserwisserei, die vor allem aus dem Privileg heraus kommt, NICHT mit einer solchen Situation konfrontiert zu sein. Jolie wollte eine Diskussion und eine Wahrnehmung dieses Problems anstossen. Das ist ihr gelungen. Aber wie fast immer in den Zeiten der Sozialen Medien ist diese zwar lebhaft, aber vor allem durch Meinungen und nicht durch eine Analyse der Tatsachen geprägt. Diese Meinungs-Kultur, die durch reflexartiges kommentieren geprägt ist, wird im konkreten Fall einfach extrem sichtbar gemacht, bestimmt unterdessen aber auch den politischen und gesellschaftlichen Diskurs bei Themen jenseits der Boulevardspalten. Diese Brüste des Anstosses werden unsere Diskurskultur mit Sicherheit nicht ändern, aber sie können als wunderbares Beispiel dafür dienen, wie man nicht über andere Menschen - ob prominent oder nicht, ob reich oder arm - debattieren soll. Denn - um es mit den Worten von Peter Glaser zu sagen - Meinung-Deinung-Seinung kann es ja wohl nicht gewesen sein, wenn wir so viele Möglichkeiten hätten, uns zu informieren, bevor wir in die Tasten hauen.

Kommentare

Ihre Meinung interessiert uns. Machen Sie mit und diskutieren Sie aktiv mit anderen nachrichten.ch Lesern. » Ihr Kommentar

Archiv

Peter Achten
Der «Chinesische Traum»


Regula Stämpfli
Die Schweiz sucht ihren nächsten Superbundesrat


Patrik Etschmayer
Der Ast an dem die Wirtschaft sägt (Teil 2)


Peter Achten
Dikao auf der Titanic


Regula Stämpfli
Psychologisches Killerkuscheln


Regula Stämpfli
Bunt versus uniform



Das Nudel-Gericht


Patrik Etschmayer
Der Ast, an dem wir sägen (Teil 1)


Regula Stämpfli
Anti-Terrorgesetze gegen marodierende Anzugträger