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Hans Grugger stürzt schwer - NotoperationDie «Streif» in Kitzbühel ist ihrem Ruf als gefährlichste Ski-Rennstrecke der Welt zum wiederholten Male gerecht geworden. Der Österreicher Hans Grugger (29) musste nach einem Sturz notoperiert werden.bert / Quelle: sda / Donnerstag, 20. Januar 2011 / 11:33 h
Beim ersten und zugleich einzigen Trainingslauf für die Weltcup-Abfahrt am Samstag stürzte der Routinier aus Salzburg am Donnerstag auf der eisigen und ruppigen Piste schwer. Er wurde mit einem Rettungshelikopter in die Uni-Klinik nach Innsbruck geflogen und dort am Nachmittag von Neurochirurgen notoperiert.
«Er hat ein Schädel-Hirn-Trauma, Brustverletzungen und war nicht ansprechbar», sagte Markus Aichner, Sprecher des Österreichischen Ski-Verbandes ÖSV beim Abtransport von Grugger. Nach der Einlieferung in Innsbruck stellte der Leitende Unfallchirurg Professor Michael Blauth schwere Kopfverletzungen fest. «Ich hab den Sturz gesehen - es war extrem schlimm zum Anschauen. Wenn du so etwas siehst, denkst dir schon: Soll ich mir das antun», sagte der Österreicher Michael Walchhofer, Führender im Abfahrtsweltcup.
«Extrem gefährlicher» Sprung Der 29-jährige Grugger, Gewinner von vier Weltcup-Abfahrten, war mit der Startnummer fünf auf die berühmt-berüchtigte Strecke gegangen. Schon kurz nach dem Start verlor er nach der ersten Linkskurve beim Sprung in die «Mausefalle» die Kontrolle über seinen Körper. Beim Aufprall flogen Brille und Stöcke davon, ein Ski ging zu Bruch, Gruggers Kopf schlug mehrmals auf die harte Piste.Hans Grugger (Archivbild). / Foto: Gepa EQ Images
«Er war sofort bewusstlos», teilte Aichner mit. Nach dem Sturz rutschte Grugger den steilen Hang hinunter und blieb regungslos liegen. Sofort eilten Rettungskräfte zu ihm, im Zielraum stieg der Helikopter auf. «Der Sprung ist extrem gefährlich und weit, wenn man mit dem Schwung vorher nicht fertig ist, wird es gleich gefährlich», sagte Gruggers Landsmann Georg Streitberger, der drei Nummern zuvor als Zweiter gestartet war. Bei der Anfahrt auf die «Mausefalle» wenige Fahrsekunden nach dem Start haben die Läufer nur wenig Platz und Zeit, um sich auf den Sprung vorzubereiten. Erinnerungen an Dani Albrecht Nach dem Sturz herrschte zunächst gespenstische Ruhe an der Strecke und im Zielraum. Erinnerungen wurden wach an den furchterregenden Sturz von Daniel Albrecht, der vor zwei Jahren in Kitzbühel am Zielsprung verunglückte. Er lag anschliessend drei Wochen im künstlichen Koma. Albrecht ist mittlerweile in den alpinen Weltcup zurückgekehrt, besichtigte die Strecke sogar am Morgen mit den anderen Rennläufern, wird aber bei den Rennen nicht an den Start gehen.
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