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Hamilton kann wieder lachenDem zuletzt arg gebeutelten Lewis Hamilton gelang in Abu Dhabi (VAE) der ersehnte Befreiungsschlag: Der Brite profitierte vom frühen Ausfall Sebastian Vettels und feierte den dritten Saisonsieg.fest / Quelle: Si / Sonntag, 13. November 2011 / 16:14 h
Hamilton setzte sich auf Yas Island vor Fernando Alonso im Ferrari und seinem McLaren-Teamkollegen Jenson Button durch. Der Weltmeister von 2008 kam mit dem Rundkurs in den Vereinigten Arabischen Emiraten schon während des gesamten Wochenendes bestens zurecht. Sowohl im Training als auch im Qualifying war er für die besten Rundenzeiten verantwortlich. Der Sieg im zweitletzten Saisonrennen kam für den 26-Jährigen einer Erlösung gleich. In den sechs Rennen nach der Sommerpause hatte er zuvor einzig in Südkorea (als Zweiter) auf dem Podest gestanden.
Hinter Hamilton liegen äusserst ereignisreiche Monate, in denen er mehr durch (zu) aggressive Überholmanöver als Spitzenklassierungen auf sich aufmerksam gemacht hat. Allein mit dem Brasilianer Felipe Massa geriet er heuer schon viermal ins Gehege, weshalb von allen Seiten immer heftigere Kritik auf ihn einprasselte. Geburtstagsgeschenk für die Mutter Auf privater Ebene stand der nunmehr 17-fache Grand-Prix-Sieger zuletzt ebenfalls nicht auf der Sonnenseite. Die Trennung von seiner langjährigen Freundin Nicole Scherzinger setzt(e) ihm schwer zu. Seinen dritten Saisonerfolg widmete Hamilton via Boxenfunk denn auch einer anderen Frau: Seiner Mutter nämlich, die Geburtstag feierte. Er freute sich im Ziel über einen "fantastischen Tag" und liess strahlend verlauten: "Das war eines der besten Rennen meines Lebens. Ich war in der Lage, einen der weltbesten Fahrer hinter mir zu halten." Damit sprach Hamilton Fernando Alonso an, der zu seinem zehnten Podestplatz in diesem Jahr kam. Schon in der ersten Runde stiess der Spanier vom 5. in den 2. Rang nach vorne. Als Dritter abgewinkt wurde Jenson Button, der schon früh ohne das Energierückgewinnungssystem KERS auskommen musste. Der smarte Engländer verteidigte Platz 2 in der WM-Wertung und liegt vor dem Finale in Brasilien zehn Punkte vor Alonso. Für Sebastian Vettel, der die beiden bisherigen Grands Prix auf dem Yas Marina Circuit für sich entschieden hatte, endete der Arbeitstag nach wenigen Sekunden. Der Deutsche, der tags zuvor zum 14. Mal in dieser Saison die Pole-Position erobert und damit Nigel Mansells Rekord aus dem Jahr 1992 egalisiert hatte, erwischte einen glänzenden Start und schien einmal mehr sofort davonzuziehen. Bei der zweiten Kurve erlitt Vettel hinten rechts jedoch einen Reifenschaden und musste im Schleichtempo an die Red-Bull-Box fahren. Dort war das Rennen für den Weltmeister endgültig vorbei, zumal die Radaufhängung ebenfalls beschädigt war. Vettel: Frust statt Rekord Die anschliessenden Aufmunterungsversuche von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone waren für Vettel ein schwacher Trost. Der Deutsche verpasste nicht nur den dritten Sieg in Abu Dhabi, auch Michael Schumachers Rekord von 13 Erfolgen in einem Jahr (2004) geriet für den elffachen Saisonsieger aus Hessen ausser Reichweite. Für Vettel war es der erste Ausfall seit dem 24. Oktober 2010, als er bei der Grand-Prix-Premiere in Südkorea einen Motorschaden erlitten hatte. Seine Serie von 19 Rennen in den Punkterängen ging bei Einbruch der Dämmerung auf Yas Island jäh zu Ende. Resultate: Abu Dhabi. Grand Prix der Vereinigten Arabischen Emirate. Endstand nach 55 Runden: 1. Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes. 2. Fernando Alonso (Sp), Ferrari, 8,4 Sekunden zurück. 3. Jenson Button (Gb), McLaren-Mercedes, 25,8. 4. Mark Webber (Au), Red Bull-Renault, 35,7. Lewis Hamilton im McLaren. / Foto: EQ Images
5. Felipe Massa (Br), Ferrari, 50,5. 6. Nico Rosberg (De), Mercedes, 52,3. 7. Michael Schumacher (De), Mercedes, 75,9. 8. Adrian Sutil (De), Force India-Mercedes, 77,1. 9. eine Runde zurück: Paul di Resta (Gb), Force India-Mercedes. 10. Kamui Kobayashi (Jap), Sauber-Ferrari. 11. Sergio Perez (Mex), Sauber-Ferrari. - Ausgeschieden u.a.: Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault; Sébastien Buemi (Sz), Toro Rosso-Ferrari. WM-Stand: (18/19). Fahrer: 1. Vettel 374. 2. Button 255. 3. Alonso 245. 4. Webber 233. 5. Hamilton 227. - Teams: 1. Red Bull-Renault 607. Ferner: 6. Force India-Mercedes 57. 7. Sauber-Ferrari 42. 8. Toro Rosso-Ferrari 41.
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