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Dario Cologna läuft erneut allen davon

Dario Cologna zeigt den Gegnern weiterhin den Meister. Der Bündner gewann die Skiathlon (je 15 km in klassischer und freier Technik) in Lahti (Fi) souverän und feierte damit den neunten Weltcupsieg seiner Karriere.

bg / Quelle: Si / Samstag, 3. März 2012 / 15:49 h

Noch sind es nicht ganz 600 Punkte Vorsprung, die Cologna im Gesamtweltcup aufweist. Mathematisch könnte der Bündner noch knapp geschlagen werden. Doch schon nach dem Sprint vom Sonntag dürften die letzten Zweifel ausgeräumt sein. Cologna ist der regelmässigste und ausgeglichenste Langläufer der Gegenwart, und die dritte grosse Kristallkugel ist sein verdienter Lohn in einer Saison ohne grosse Titelkämpfe. In den letzten 18 Weltcup-Einsätzen stieg Cologna 18mal aufs Podest, sechsmal davon als Sieger. Eine solche Konstanz ist unerreicht, seit der Weltcup-Kalender vor vielen Jahren erheblich erweitert wurde. Wie deutlich der Ausnahme-Athlet aus dem Münstertal die Gegner dominiert, ging in Lahti aus einem Detail um den 20. Rennkilometer hervor. Cologna steigerte das Tempo, weil aus seiner Sicht zu diesem Zeitpunkt die Spitzengruppe zu viele Konkurrenten umfasste. Prompt kam es zu einer Selektion. Mit einem ausgezeichneten Arbeitsgerät unter den Füssen, schritt Cologna rund 2,5 km vor dem Ziel zur entscheidenden Tat. Der Bündner griff in einer Steigung an und kam sofort weg. Keiner seiner sieben noch verbliebenen Gegner unternahm auch nur den geringsten Versuch, dem Athleten mit der gelben Nummer des Weltcup-Leaders zu folgen. Der geringe Vorsprung Colognas von 3,7 Sekunden auf Martin Johnsrud Sundby (No) und von 4,2 Sekunden auf Alex Harvey (Ka) widerspiegelt den Verlauf des Rennens über die restliche Distanz nicht richtig. Im Stadion von Lahti kostete Cologna seinen Triumph im Freilauf aus. An der gleichen Stätte hatte der Bündner vor Jahresfrist seinen ersten 'richtigen' Weltcuperfolg gefeiert.

Schlechte Erinnerung an den Sprint

«Mir gefällt es in Lahti. Ich lief ein gutes Rennen, obwohl ich mich auf dem Klassisch-Abschnitt nicht ganz so gut fühlte. Nach dem Skiwechsel kam ich immer besser in Fahrt. An den Sprint habe ich allerdings eine schlechte Erinnerung. Letztes Jahr überstand ich hier in Lahti die Qualifikation nicht», sagte Cologna, der an der Siegerehrung die Gratulation der finnischen Langlauf-Legende Juha Mieto entgegennehmen durfte. Neben dem Gesamt-Weltcup dürfte Cologna auch die Distanz-Wertung nicht zu nehmen sein, und wenn ihm seine Vielseitigkeit auch im Sprint zu weiteren Punkten verhilft, ist er auch in dieser Spezialwertung an der Spitze. In einer für ihn delikaten Saison riskiert Petter Northug, den 2. Platz im Gesamtweltcup an Devon Kershaw zu verlieren. Northug war in Lahti nicht dabei. Der Norweger hatte schon vor einer Woche verkündet, dass er wegen Magenproblemen nicht am Wasalauf teilnehme, der heute Sonntag stattfindet.

Martin Björgen wieder Leaderin

Bei den Frauen eroberte Martin Björgen (No) mit ihrem 2. Platz hinter ihrer Landsfrau Therese Johaug die Weltcup-Führung zurück. Justyna Kowalczyk weist nach ihrem 38. Rang 38 Punkte Rückstand auf. Die Polin war im ersten Streckenteil auf die Jagd nach Bonuspunkten gegangen und büsste am Schluss für diesen Effort.

Resultate:


1. Dario Cologna (Sz) 1:07:30,5. 2. Martin Johnsrud Sundby (No) 3,7 Sekunden zurück. 3. Alex Harvey (Ka) 4,2.



Eine Klasse für sich: Dario Cologna. (Archivbild) / Foto: EQ Images

- Die weiteren Schweizer: 31. Curdin Perl 2:19,1. 39. Toni Livers 2:44,5. 55. Jonas Baumann 3:51,9. - 69 klassiert. 23. Athleten überrundet, unter ihnen Marco Mühlematter.

Weltcup (30/37):


1. Cologna 1793. 2. Petter Northug (No) 1199. 3. Devon Kershaw (Ka) 1121. - Die weiteren Schweizer: 62. Eligius Tambornino 86. 65. Martin Jäger 74. 67. Curdin Perl 69. 68. Remo Fischer 68. 75. Jöri Kindschi 61. 104. Christoph Eigenmann 29. 115. Toni Livers 24. 129. Jovian Hediger 9. - 144 klassiert.

Resultate Frauen:

(je 7,5 km klassische und freie Technik)
1. Therese Johaug (No) 36:52,6. 2. Marit Björgen (No) 10,8. 3. Heidi Weng (No) 11,9. Keine Schweizerin am Start.

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