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Zwei Aussenseiter kämpfen um die NHL-KroneWie in der Schweiz greifen auch in der NHL mit den New Jersey Devils und den Los Angeles Kings zwei Teams nach der Krone, die in der Qualifikation nicht vorne mitmischten. Die erste Partie findet in der Nacht auf Donnerstag statt.bert / Quelle: Si / Donnerstag, 31. Mai 2012 / 00:06 h
Wer vor den Playoffs viel Geld auf diesen Final gesetzt hat, ist nun um einiges reicher. New Jersey beendete die Regular Season als sechstbestes Team im Osten, Los Angeles belegte in der Western Conference sogar nur den 8. Platz. Für die Devils hätte denn auch beinahe die erste Playoff-Runde Endstation bedeutet, lagen sie doch gegen die Florida Panthers mit 2:3 Siegen zurück. Spiel sechs und sieben entschieden sie jeweils mit 3:2 für sich, einmal in der ersten und einmal in der zweiten Verlängerung. Danach gewann das Team aus Newark mehr oder weniger souverän gegen die Philadelphia Flyers (4:1) und gegen die New York Rangers (4:2), den Qualifikationssieger im Osten.
Sogar als sensationell sind die bisherigen Playoff-Auftritte der Kings zu bezeichnen. Die Kalifornier erlitten gegen die Vancouver Canucks (4:1), die St. Louis Blues (4:0) und die Phoenix Coyotes (4:1), notabene die Nummern 1 bis 3 der Setzliste in der Western Conference, bloss zwei Niederlagen. Auf fremdem Eis haben sie die letzten Partien in der entscheidenden Meisterschaftsphase, die beiden Siege gegen die San Jose Sharks aus der vergangenen Saison miteingerechnet, allesamt für sich entschieden. Eine solche Auswärtsserie ist in den Playoffs zuvor noch keiner Mannschaft gelungen. Deshalb könnte es sogar ein Vorteil sein, dass Los Angeles zuerst zweimal im Prudential Center antreten muss.
Für die 1967 gegründete Franchise wäre es der erste Stanley-Cup-Triumph. In ihrem bislang einzigen Final im Jahr 1993 unterlagen die Kings den Montreal Canadiens mit 1:4. Damals gelang es auch dem grossen Wayne Gretzky nicht, für ein Happy End zu sorgen.
wer schafft die Sensation? / Foto: EQ Images
Seither hat Los Angeles elfmal die Playoffs verpasst und bloss eine Serie siegreich gestaltet - 2001 gegen die Detroit Red Wings (4:2). New Jersey dagegen triumphierte 1995, 2000 sowie 2003 und scheiterte 2001 erst im Final mit 3:4 an Colorado Avalanche. Dass Los Angeles überhaupt die Playoffs erreichte, verdankte es in erster Linie der Defensive. Einzig die St. Louis Blues (165) erhielten in den 82 Partien der Regular Season weniger Gegentreffer als die Kings (179). In der Offensive (194 Treffer) dagegen haperte es bei der Equipe von Cheftrainer Darryl Sutter. Bloss Minnesota Wild war in dieser Statistik schlechter. In den Playoffs gelang Los Angeles mit einem Schnitt von 2,93 Toren pro Spiel eine markante Steigerung. Da auch die Devils (2,83) im Angriff überzeugt haben, darf mit einer attraktiven Serie gerechnet werden. Der für 15 Jahre und einen Lohn von 100 Millionen Dollar verpflichtete Ilja Kowaltschuk (New Jersey) und Dustin Brown (Los Angeles) nehmen in der Playoff-Skorerliste mit 18 (7/11) respektive 16 (7/9) Punkten die Ränge 1 und 3 ein. Hochstehendes Duell der Goalies Ein Duell auf höchstem Niveau liefern sich auch die beiden Goalies Jonathan Quick (Los Angeles) und Martin Brodeur. Der 26-jährige Quick wehrte bislang in den Playoffs sagenhafte 94,6 Prozent aller Schüsse ab und kassierte bloss 1,54 Gegentore pro Partie. Zudem gelangen ihm zwei Shutouts, nachdem er bereits in der Qualifikation zehnmal ungeschlagen geblieben war. Brodeur verfügt über einen enormen Erfahrungsschatz. Mit 656 Siegen und 119 Shutouts in der Qualifikation hält er zwei Rekordmarken. Der 40-Jährige war bereits bei den ersten drei Stanley-Cup-Siegen der Devils dabei und könnte seine grandiose Karriere mit einem vierten Triumph krönen.
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