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E-Mail bleibt Nummer 1 der Web-KommunikationWien/Bern - Seit nunmehr zehn Jahren ist der deutsche Freemail-Anbieter GMX mit einem eigenen Internet-Auftritt in der Schweiz und in Österreich tätig. Die deutsche Version startete zwei Jahre zuvor.ht / Quelle: pte / Samstag, 18. April 2009 / 08:33 h
Die E-Mail-Kommunikation hat sich in diesem Zeitraum stark gewandelt, wenngleich zehn Jahre im Internetzeitalter auch schon eine kleine Ewigkeit sind.
«In ihren Anfängen war eine E-Mail-Adresse das einzige Mittel zum digitalen Gedankenaustausch. War die E-Mail vor zehn Jahren eher noch etwas für technikbegeisterte Trendsetter und damit vor allem jüngere Nutzer, ist sie heute selbstverständlich für jedermann und das Hauptkommunikationsmittel im Internet», meint GMX-Geschäftsführerin Eva Heil.
Mittlerweile seien weitere Kommunikationsformen im Web dazu gekommen - neben klassischen Chats etablierten sich Instant-Messenger-Programme und Soziale Netzwerke in der alltäglichen Kommunikation der Web-User. Die E-Mail habe ihren Stellenwert dennoch halten können, so Heil.
Schlüsselrolle der E-Mail-Adresse Der E-Mail-Adresse kommt im Onlinebereich eine Schlüsselrolle zu, sie dient heute als Eintrittskarte in die Erlebniswelt Internet, wie Heil ausführt. «Die Anmeldung etwa für soziale Netzwerke oder die Registrierung für Shopping-Angebote, die Anforderung von Informationen, private wie geschäftliche Korrespondenz - alles läuft heute über die persönliche E-Mail-Adresse», sagt Heil. «Trotz neuer Formen der Internetkommunikation ist die E-Mail das meist genutzte Kommunikationsmittel und zählt neben der Informationssuche zu den verbreitetsten Online-Aktivitäten. Nahezu jeder Internetnutzer hat eine E-Mail-Adresse und nutzt diese wesentlich aktiver als alle anderen Dienste», so die GMX-Chefin.Von Cyberkriminellen bedroht Dennoch hat die E-Mail-Kommunikation mit Problemen zu kämpfen, die mit der enormen Beliebtheit einhergehen. Cyberkriminelle nutzen E-Mails, um Spam zu verbreiten, User auf Seiten zu locken, um Online-Identitätsdiebstahl durchzuführen oder sich in Onlineprofile einzuschleichen. Vor allem Spam wird von Experten als Bedrohung für die E-Mail als Kommunikationsmittel gesehen.Nur 10 Prozent der Mails werden tatsächlich weitergeleitet. / Foto: Markus Forte ex-press.ch
Die Spamrate liegt laut Experten mittlerweile bei über 90 Prozent des gesamten E-Mail-Aufkommens. Die Existenz der elektronischen Nachrichten sei bedroht, sollte diese Zahl auf 99 Prozent steigen. So schwarz sieht man die Situation bei GMX freilich nicht. «Natürlich stellt die Spam-Problematik eine technische Herausforderung dar, aber ein Aussterben der E-Mail sehen wir ganz und gar nicht. Da heute ein Grossteil der Verbindungen, mit denen E-Mails eingeliefert werden sollen, eindeutig als Spam identifiziert werden können, wird der überwiegende Teil dieser unerwünschten E-Mails gar nicht erst in die Mailsysteme der Anbieter zugestellt: GMX weist beispielsweise täglich bis zu 90 Prozent der Verbindungen ab», erläutert Heil. Kein Kollaps Der Kollaps von E-Mail aufgrund des massenhaften Aufkommens von Spam wird also ausbleiben. «Das Kommunikationsmittel ist und bleibt weiterhin die Nummer 1 im Web», ist man bei GMX überzeugt. Ebenso werde sich die E-Mail gegen die stark wachsende Konkurrenz von IM-Applikationen und Web-2.0-Portalen durchsetzen können. «Die junge Generation bis 25 Jahren kommuniziert zwar verstärkt per IM, danach nimmt die Nutzung jedoch stark ab», sagt Heil. Soziale Netzwerke sowie IM-Programme sieht man bei GMX als Zusatzangebot, E-Mail werde die Top-Anwendung bleiben. Dennoch hat man auch beim Münchner Unternehmen bereits auf die Trends reagiert. So bietet GMX mit dem MultiMessenger ein Programm, das die Grenzen zwischen E-Mail und IM-Diensten verschwinden lassen soll. Version 3.0 ist auch auf Mobiltelefonen nutzbar und ermögliche somit auch eine bequeme Abfrage von unterwegs.
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