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Fahrtest: Maserati Quattroporte Sport GT SWas den Maserati Quattroporte Sport GT S in hohem Masse auszeichnet, ist seine Fahrdynamik. Er vermittelt damit eine Fahrfreude, wie das nur sehr wenige Fahrzeuge tun können. Denn hier ist eine Symbiose von luxuriösem Reise- und reinrassigem Sportwagen geglückt.Franz Welte / Quelle: St. Galler Nachrichten / Dienstag, 16. Februar 2010 / 09:35 h
Lange Reisen bei einem Komfort auf Luxusebene ist nach wie vor eine der grossen Charaktereigenschaften des Quattroporte. Schon die sanft und fast geräuschlos in die Rahmen fallenden Türen und das weiche Alcantara weisen darauf hin, dass Reisen mit dem Quattroporte zum einzigartigen Genuss wird. Doch der Sport GT S als schnellster Quattroporte lässt sich zudem als reinrassiger Sportwagen fahren – mit jenem Sound, den Sportwagen-Fahrer so sehr lieben. Einzige Bedingung ist, das Gaspedal nicht nur ganz leicht anzutasten, sondern etwas stärker zu berühren. Sogleich fährt der Quattroporte aus seiner Reserve und glänzt mit seinen Spurtwerten: In 5,3 Sekunden (5,1 Sekunden im Sportmodus mit Aktivierung der MC Start Strategy) fährt der Sport GT S 100 km/h schnell. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 285 km/h. Die Kraftübertragung erfolgt auf die Hinterräder, was den sportlichen Charakter speziell beim Fahren im „Sport-Modus“ unterstreicht und gleichzeitig höchsten Komfort auf ausgeglichenen Reisefahrten bietet. Die aussergewöhnliche Kraftentfaltung stammt aus einem souverän arbeitenden V8 mit 4,7 Liter Hubraum mit elektronischer Benzineinspritzung und 440 PS Leistung bei 7000 Umdrehungen, der bei Ferrari gefertigt wird. Im Modus „Sport“ werden die Abgasklappen geöffnet und das Leistungspotenzial wird bei Erklingen eines tiefen Bass-Tons voll ausgeschöpft. Berücksichtigt man das stattliche Gewicht des Fahrzeugs von über zwei Tonnen, das durch die vielen Luxuselemente eben nicht zu vermeiden ist, ist der durchschnittliche Verbrauch von 15,7 Liter als recht tief zu bezeichnen. Da ein 90-Liter-Tank zur Verfügung steht, ergibt sich auch eine grosse Reichweite.
Ein Meister auch auf Passstrecken Einzelne Autotester haben auch beim GT S eher einen luxuriösen Reisewagen mit stattlichen Aussenmassen (Länge 5,1 Meter) gesehen denn einen Kurvenräuber. Wir sehen dies etwas anders. Wird der Sportknopf betätigt, ist im Innern mit dem Kicktown-Effekt ein „Fauchen“ zu vernehmen, das sogleich zu erkennen gibt, dass ein sehr schnelles Gefährt unterwegs ist. Das elektrisch geregelte Fahrwerk macht den Sport GT S leicht beherrschbar und reduziert die Seitenneigung deutlich. Das ESP unterstützt die durch die innovative Technik gebotene aktive Sicherheit. Der schnellste Quattroporte (Sport GT S) überzeugt auch durch seine stilvolle und zeitlose Eleganz. /
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![]() So wird eine vollständige Kontrolle über das Fahrzeug auch in Extremsituationen gewährleistet und der Sport GT S vermittelt auf Passstrecken unter anderem dank der strafferen Auslegung der Radaufhängungen höchsten Fahrspass. Wer gerade hier auf das Fahrvergnügen mit Handschaltung nicht verzichten möchte, kann über den Wahlhebel am Mitteltunnel oder über die praktischen Schaltpaddel am Lenkrad die Gänge natürlich auch manuell einlegen. Dass über tausend Kilo auf der Vorderachse lasten, ist auch auf Serpentinen kaum spürbar. Diese meistert der Sport GT S perfekt. Umgekehrt erweist er sich auf den Landstrassen recht leichtfüssig. Hier kann man ihn mit dem gut auf den Motor abgestimmten Automaten über die Strasse gleiten lassen, ohne dass sich im Innern ein Geräusch bemerkbar macht. Zusätzliche sportliche Elemente Äusserlich unterscheidet sich der Sport GT S durch eine fast zwei Zentimeter näher am Boden liegende Karosserie, neue Räder sowie neue Aussen- und Innenfarben von den anderen Maserati-Modellen. Ein exklusives Stilelement des Sport GT S ist die schwarze Scheinwerferauskleidung in Edelstahl-Optik. Im Übrigen glänzt auch dieses Modell durch die atemberaubende sportlich-elegante Linie der Quattroporte-Familie. Das Cockpit lässt punkto Eleganz und Funktionalität kaum Wünsche offen. Die mächtige Mittelkonsole geht nahtlos in das Armaturenbrett über, wo gut ablesbare Instrumente platziert sind. Die Tempoanzeige bringt den Fahrer wieder in die Realität zurück...Üppige Ausstattung Die Ausstattung im sehr geräumigen Sport GT S, in dem das (Ferien-)Gepäck problemlos im Kofferraum mit einem Volumen von 450 Liter verstaut werden kann, darf sich sehen lassen. Im Rahmen dieses Berichts können wir nur einen sehr kleinen Auszug erwähnen: Sechs Airbags, Lederbezug, vorn und hinten elektrische Sitzverstellung, Regensensor, automatische Zweizonen-Klimaanlage und Multi-Media-Navigation. Natürlich stehen auch diverse Optionen zur Verfügung, die jedoch den offiziellen Preis von 196'000 Franken nochmals stark in die Höhe treiben. Klar ist natürlich, dass ein Vertreter der Luxusklasse, der nur so strotzt vor Innovationen, seinen Preis haben muss. Da sich Maserati heute, im Schosse von Fiat und eng mit Ferrari verbunden, der Perfektion verschrieben hat, kann ein Maserati-Besitzer auch von höchster Qualität profitieren.Links zum Artikel:
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