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Binnenflüchtlinge vor allem im Nahen Osten

London - Fast 41 Millionen Menschen sind weltweit vor Krieg und Gewalt im eigenen Land auf der Flucht. Alleine im vergangenen Jahr verliessen 27,8 Millionen Männer, Frauen und Kinder ihre Heime, um sich vor Gewalt oder Katastrophen in Sicherheit zu bringen.

arc / Quelle: sda / Mittwoch, 11. Mai 2016 / 06:51 h

Das sei eine Rekordzahl, berichteten der Norwegische Flüchtlingsrat (NRC) und das Beobachtungszentrum für Binnenflüchtlinge (IDMC) am Mittwoch in London.

"Es ist die höchste Zahl, die je registriert wurde", sagte der Generalsekretär des NRC, Jan Egeland. Allein wegen Krieg und Gewalt mussten rund 8,6 Millionen Menschen in 28 Ländern ihr Zuhause aufgeben. Jeden Tag seien deswegen 14'000 Menschen zur Flucht genötigt.

Besonders stark gestiegen sei die Zahl der Kriegs-Binnenflüchtlinge im Nahen Osten und Nordafrika. Dort wurde mehr als die Hälfte aller neuen Binnenflüchtlinge gezählt, die der Gewalt entkommen wollten.

Millionen innerhalb der Länder verdrängt

"Während sich die Aufmerksamkeit der Welt auf den Flüchtlingsstrom aus der Region heraus richtet, wurden Millionen innerhalb der Länder des Nahen Ostens verdrängt", sagte der Nahost-Leiter des NRC, Casten Hansen.

Rund 4,6 Millionen Menschen hätten im Jemen, in Syrien und im Irak im Jahr 2015 ihr Zuhause verlassen müssen, hiess es in dem Bericht.



Weltweit mussten im vergangenen Jahr rund 8,6 Millionen Menschen innerhalb des eigenen Landes fliehen. (Symbolbild) /

2,2 Millionen Menschen flohen demnach vor dem jemenitischen Bürgerkrieg.

In Syrien hätten im vergangenen Jahr 1,3 Millionen Menschen im eigenen Land fliehen müssen, rund 18 Prozent mehr als 2014. Im Irak waren es 1,1 Millionen Menschen.

Bewusst konservativ geschätzt

Zwei Drittel der neuen Binnenflüchtlinge 2015 - insgesamt 19,2 Millionen Menschen - waren Opfer von Katastrophen wie Dürre, Erdbeben oder Überschwemmungen. Die Schwerpunkte lagen in Süd- und Ostasien. In den letzten acht Jahren wurden 203 Millionen Menschen aufgrund von Katastrophen Schutzsuchende im eigenen Land. Alle Zahlen seien bewusst konservativ geschätzt, heisst es.

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