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Amokfahrer in den Niederlanden gestorbenApeldoorn - Einen Tag nach dem versuchten Anschlag auf die niederländische Königsfamilie ist der Amokfahrer seinen schweren Verletzungen erlegen. Der 38-Jährige sei in der Nacht im Spital gestorben, teilte die Staatsanwaltschaft mit.sl / Quelle: sda / Freitag, 1. Mai 2009 / 07:22 h
Niederländischen Medienberichten zufolge war der Mann bereits seit Donnerstagabend klinisch tot. Um 02.58 Uhr erlag der Amokfahrer dann einem schweren Schädel-Hirn-Trauma, wie Staatsanwaltschafts-Sprecher Wim de Bruin sagte.
Die Ermittlungen gegen den Amokfahrer würden wegen seines Todes eingestellt, sagte De Bruin. Allerdings werde weiter versucht, die genauen Umstände der Amokfahrt aufzuklären. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Mannes seien keine Waffen oder Sprengstoff gefunden worden.
Keine Mittäter Es gebe keine Hinweise auf mögliche Mittäter.
In der Zuschauermenge wurden bei der Amokfahrt zwei Frauen und drei Männer getötet. / Screenshot: youtube.com
Niederländische Zeitungen berichteten, der aus dem Osten des Landes stammende Täter sei verzweifelt gewesen, weil er seine Arbeit bei einem privaten Sicherheitsdienst verloren habe. Der Mann war am Vortag bei einer Parade zum Nationalfeiertag in Apeldoorn mit seinem Wagen in die Zuschauermenge gerast und hatte dabei drei Männer und zwei Frauen getötet. Elf Menschen wurden verletzt, mehrere von ihnen schwer. Der Attentäter verfehlte jedoch das Fahrzeug mit der Königin, Kronprinz Willem-Alexander und dessen Frau Máxima. Sein Auto prallte unweit von dem Bus gegen ein Denkmal. Bevor er ohnmächtig wurde, sagte der Mann Polizisten, er habe die königliche Familie treffen wollen. Die Flaggen wehten im ganzen Land auf Halbmast, offizielle Veranstaltungen wurden abgesagt. In der Stadthalle von Apeldoorn trugen sich Trauernde in ein Kondolenzbuch ein. Königin Beatrix hatte am Donnerstag von einem «schrecklichen Drama» gesprochen und den Opfern in einer Fernsehansprache ihr Beileid ausgedrückt.
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