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Versetzt vom Virus
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von Patrik Etschmayer / Quelle: news.ch / Montag, 2. November 2009 / 10:47 h

Die Fähigkeit, sich angemessen auf eine mögliche Gefahr vorzubereiten, zeichnet den Menschen vor allen anderen Lebewesen aus. Wir sind in der Lage, nicht nur zu reagieren, sondern zu antizipieren. So gurten wir uns im Auto an, geben Geld für Hausratversicherungen aus, schliessen die Wohnung ab, auch wenn kein potentieller Dieb im Treppenhaus wartet. Dies sind alles Sicherheitsmassnahmen, die wir gegenüber alltäglichen Gefahren ergreifen, die jederzeit zuschlagen können und es auch immer wieder tun. Wohnungseinbrüche, Wasserschäden, Autounfälle – sie sind ein Teil des Alltags: Zwar meist dessen anderer Menschen, aber nahe genug an uns, um in unserem Bewusstsein eine Realität zu sein.
Dann gibt es andere, ausserordentliche Gefahren, solche, die nur periodisch auftreten und selten zuschlagen: Unwetter, Epidemien oder Tsunamis. Diesen Gefahren gegenüber müssen wir nicht immer wachsam sein, können dies auch gar nicht. Die Gefahr, die von diesen Ereignissen ausgeht ist vielfach sehr gross, der Stress der alleine der Gedanke daran auslöst, ist hoch. Auf solche Ereignisse bereitet man sich nur vor, wenn sie einem zuverlässig angekündet werden. Wenn Hurricanewarnungen ausgesprochen werden, ist es Zeit, die Fenster zu vernageln und ins Landesinnere zu flüchten (eine Standardmassnahme für Millionen von Küstenbewohnern in tropischen und subtropischen Breiten). Bei einer Tsunamiwarnung heisst es einfach: so schnell wie möglich weg vom Meer. Und bei Epidemien und Pandemien sollte man sich mit Schutzmasken vorbereiten und sich so früh wie möglich impfen lassen.
Wenn auf die Warnungen hin hingegen nichts oder nur sehr wenig passiert, kehrt Frust ein: Die Fenster sind vernagelt, aber der Himmel bleibt blau, der Tsunami ist nichts als eine etwas grössere Welle, die es einfach 10 Meter weiter den Strand rauf schafft und im Schrank stapeln sich die Atemmasken aber niemand niest auch nur.
Aus dem Frust entwickelt sich sodann Wut. Wut auf jene, die einen in die Panik versetzt haben, welche einen dazu brachten, zu hämmern, zu flüchten und sich vor Virenangst mit Desinfektionsmittel einzureiben. Es spielt dabei keine Rolle, ob sich die Prognostiker nur etwas in der Zeit geirrt haben, oder unvorhersehbare Variablen die Katastrophe verhinderten oder abschwächten. Der Gewarnte kommt sich vor wie einer, der von der Angebeteten beim grossen Date versetzt wurde und mit einem Blumenstrauss vor einem Glas Wasser in dem sich langsam leerenden Restaurant sitzt, immer noch wartend, obwohl sie schon vor drei Stunden hätte auftauchen sollen.
Das Date, dass bis jetzt nicht aufgetaucht ist, heisst «Schweinegrippe» und nach Monaten der Medienbeackerung ist es immer noch nicht hier. Der Frust der Bevölkerung drückt sich ausgerechnet jetzt, wo endlich Impfstoffe vorhanden sind, in einer Impfmüdigkeit und einer Gleichgültigkeit gegenüber diesem Virus aus, die schon fast ans Absurde grenzt. Kombiniert mit teils irren Verschwörungstheorien, die durchs Internet geistern (und die nach kürzester Prüfung sich als völlig gehaltlos erweisen), stellt dieser Frust eine gefährliche Mischung dar.
Nicht zuletzt, weil H1N1 durchaus real ist. In der Ukraine zum Beispiel ist das öffentliche Leben praktisch zum Stillstand gekommen, knapp 200'000 Leute sind erkrankt, 7500 im Spital und 60 sind dort schon gestorben. Es liegt nun an Polen und der Slowakei, als Nachbarn der Ukraine zu versuchen, das Vordringen der Krankheit in die EU einzudämmen. Ob das gelingen kann, ist zweifelhaft.
Wenn der Frust darüber, dass diese Grippe bisher nicht schneller und gefährlicher war, uns davon abhält, die notwendigen Vorbeugungen zu treffen, dann ist das Virus womöglich noch cleverer als man sich das vorstellen mag: es hält sich so lange zurück, bis man nichts mehr dagegen machen mag und kann dann umso härter zuschlagen, obwohl alle Mittel da wären, es zu bekämpfen.





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